NEO Shield: Projekt für Asteroidenabwehr startet (im Bild: X3 Terran Conflict, 2008) [Quelle: siehe Bildergalerie]
NEO (Near Earth Object) steht für erdnahe Objekte mit Kollisionsgefahr, der NEO Shield soll folgerichtig solche Einschläge verhindern. Unter der Leitung des Deutschen Raumfahrtzentrums (DLR) ist nun ein internationales Projekt gestartet. Wissenschaftler aus Europa, USA und Russland sollen 3,5 Jahre erforschen, wie Einschläge von NEOs verhindern werden können. Das Konsortium will dabei konkrete Abwehrstrategien gegen Asteroideneinschläge entwickeln. Dabei werden bis zu 6 Millionen Euro an Fördergelder investiert. Immerhin ist die Gefahr real: Der Barringer-Krater in Arizona (Durchmesser: 1.200 Meter) oder die Tunguska-Region in Sibirien, in der 1908 die Explosion eines Asteroiden Millionen von Bäumen entwurzelte, sind Beispiele für NEO-Einschläge.
Eine der Möglichkeiten ist, Kleinkörper wie Asteroiden oder Kometen von ihrer Bahn abzubringen, indem man eine Raumsonde gezielt auf den Asteroiden steuert. Um das zu schaffen, muss man aber rechtzeitig eine Kraft auf den Asteroiden ausüben, so NEO-Shield-Leiter Alan Harris. Es wäre auch denkbar, dass es genügt, eine Sonde in der Nähe des Gesteinsbrockens zu manövrieren. Wie von einem Seil gezogen könnte der Asteroid durch die Schwerkraft der Sonde von der eigentlichen Flugbahn abgelenkt werden. Das ist bisher aber eine rein thereotische Idee. Abwehrmethoden sollen künftig auch durch internationale Raumfahrtmissionen getestet werden. Prüfen will man auch einen Nuklearschlag - aber natürlich nicht in der Praxis als Projekt.
Quelle:
DLR.deIn der Galerie finden Sie die legendärsten Raumschiffe in Spielen
Moderator
06.02.2012 00:29
Du musst die Bahn ausreichend verändern und dafür musst du eine Kraft ausüben. Entweder fängst du damit sehr, sehr früh an, dann kannst du mit insgesamt kleiner Krafteinwirkung arbeiten und die zudem auf einen langen Zeitraum verteilen. Dafür musst du aber sehr, sehr früh das verdächtige Objekt erkennen und seine Bahn sehr, sehr präzise berechnen (nicht, dass du sie in die falsche Richtung abänderst
Wenn du dagegen kurz vor Schluss noch was übernehmen willst, ggf. wenige Monate vor einem drohenden Einschlag, dann lassen sich die bei großen Exemplaren benötigten Kräfte nur noch durch enorme Energiefreisetzung erzeugen - das wäre so ziemlich der einzige sinnvolle Waffeneinsatz in der Geschichte der Menschheit und Nuklearwaffen haben das mit Abstand günstigste Leistungs/Gewichtsverhältniss.
Das derartige Pläne große Auswirkungen auf die Prolieferation hätten, glaube ich dagegen nicht. Für einen derartigen Einsatz braucht man schließlich Raketen und Steuerungssysteme, die Erdfluchtgeschwindigkeit erreichen und eine Landung/zielgenaue Platzierung auf einem Asteroiden erlauben. Dieser Stand der Technik ist ungleich schwerer zu erreichen, als der Bau einer Atomwaffe. Da sind z.B. Kernkraftwerke als "Einstiegsdroge" weitaus problematischer. (Aber wann hat das unsere Politiker jemals interessiert, wenn es um den Gewinn von Großkonzernen ging...)
BIOS-Overclocker
05.02.2012 21:14
mE endlich mal Sinnvolle 6 Millionen investierte Euro.
Hoffentlich kommen die in den 3,5 Jahren auch zu nützlichen Ergebnissen
F@H Team Member
05.02.2012 20:35
Hoffe die finden wirklcih einen andere Möglichkeit als Raumsonden in Asteroiden zu steuern, Nuklearraketen wären nicht so sinnvoll, dann kann jedes Land das es will Nuklearwaffen haben und behaupten alle es sei zur Asteroidenabwehr schlussendlich ist es nur eine Lüge damit sie die haben dürfen