Wisschenschaft

Live-Bilder aus dem Mäusegehirn: STED-Lichtmikroskop macht es tatsächlich möglich

Mittels eines STED-Lichtmikroskop ist es erstmals gelungen, Live-Bilder eines Mäusehins zu machen. Es kann Strukturen im Bereich von 70 Nanometern darstellen, was bisher allenfalls mit statischen Bildern an toten Objekten zu realisieren war. Die Möglichkeiten sind faszinierend. (Andreas Link, 06.02.2012)
 
Die beteiligten Wissenschaftler vor dem STED-Mikroskop, mit dem das erste Video mit Auflösung jenseits der Beugungsgrenze (Nanoskala) aus lebenden Zellen aufgenommen wurde: Dirk Kamin, Volker Westphal, Silvio Rizzoli, Marcel Lauterbach (v. links nach rechts). Im Hintergrund: Reinhard Jahn (links) und Stefan W. Hell. (Foto: Böttcher, MPIbpc)
 
Die beteiligten Wissenschaftler vor dem STED-Mikroskop, mit dem das erste Video mit Auflösung jenseits der Beugungsgrenze (Nanoskala) aus lebenden Zellen aufgenommen wurde: Dirk Kamin, Volker Westphal, Silvio Rizzoli, Marcel Lauterbach (v. links nach rechts). Im Hintergrund: Reinhard Jahn (links) und Stefan W. Hell. (Foto: Böttcher, MPIbpc) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Mit einem STED-Lichtmikroskop ist es gelungen, Livebilder eines Mäusehirns zu machen. Das Mikroskop kann Strukturen von unter 70 Nanometern sichtbar machen. Das entspricht rund dem Tausendstel eines Haares. Während das STED-Lichtmikroskop vor allem in der medizinischen Forschung eingesetzt wird, ergeben sich aber dennoch faszinierende Möglichkeiten bei Aufnahmen. Man denke zum Beispiel an Mikroprozessoren, von denen Livebilder gemacht werden könnten.

Im aktuellen Fall wurde eine Mäusehirn begutachtet, um neue Erkenntnisse im Bereich Alzheimer, Autismus oder Parkinson zu liefern. Dabei ging es insbesondere um die Darstellung der Machbarkeit. Kopf hinter diesem Forschungsergebnis ist Prof. Stefan Hell und sein Team. Der 49-Jährige hat bereits zahlreiche Auszeichnungen für Projekte mit diesem Mikroskop bekommen. So konnte man unter anderem die Molekularstrukturen von lebenden Zellen zeigen, was mit bisherigen Techniken unmöglich war. Technisch wird da Ganze über fluoreszierenden Moleküle realisiert, sodass auch Strukturen gezeigt werden können, die näher als 200 Nanometer beieinander liegen. Das galt zuvor als technisch unmöglich. Über Hells Technik werden benachbarte Objekte dunkel gehalten, sodass sie nicht gleichzeitig mit dem beobachteten Objekt leuchten. Im Fall der Mäuse wurden diese so genetisch manipuliert, dass sie gelb fluoreszierendes Protein in großen Mengen herstellen. Die Erkenntnis dieser Hirnforschung: Dornfortsätze an den Synapsen sind beweglich und können ihre Form verändern. Prof. Stefan Hell forscht am Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie. Die Arbeit wurde im Fachmagazin Science veröffentlicht.

In der Galerie: Die größten IT-Flops
(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 
 
 
 
 
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Aktuelle Kommentare
quantenslipstream
Flüssigstickstoff-Guru
03.02.2012 19:15
AW: STED-Lichtmikroskop macht Live-Bilder eines Mäusehirns

Quote: (Zitat von ruyven_macaran)
Auch die Gallerie bietet nichts wirklich aufschlussreiches.


Was haben denn die größten IT Flops mit dem Thema des Artikels zu tun?

ruyven_macaran
Moderator
03.02.2012 15:43
AW: STED-Lichtmikroskop macht Live-Bilder eines Mäusehirns

Wenn man keine Quelle nennt, wäre wenigstens eine genaue Beschreibung (STED WTF?) nett gewesen. Mir ist jedenfalls nicht so ganz klar, wo der Durchbruch im Vergleich zu bisherigen Fluoreszenztechniken liegt oder wie man ein komplettes lebendes Gehirn mit so einem Mikroskop untersucht. Auch die Gallerie bietet nichts wirklich aufschlussreiches.

matthias2304
Komplett-PC-Aufrüster
03.02.2012 14:05
STED-Lichtmikroskop macht Live-Bilder eines Mäusehirns

Also wenn ich das richtig verstanden habe, dann konnte bei den Mäusen nur die angeregten Regionen begutachtet werde, die gerade in einem Denkprozess aktiv sind. Das war das geniale daran. Das man an eine CPU denk und diese dann auf einem Bildschirm sichtbar ist, davon hab ich noch nichts gehört. Theoretisch ist sowas aber "relativ" einfach. Schließlich gibt es ja schon Geräte mit deren Hilfe man zB einen Mauszeiger bewegen kann. So wäre es möglich eine Bibliothek an zulegen, in der für jedes spezifische? Hirnaktivitätsmuster ein Bild hinterlegt ist und das dann angezeigt wird, wenn die person daran denkt..... Wenn die Technik ausgereifter wird, könnten auch stumme Leute mittels dieser Technik mit Personen kommunizieren, die nicht der Gebärensprache mächtig sind....

 
 
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