Das XO-3: Ein günstiges Tablet für Schulkinder in Entwicklungsländern (4) [Quelle: siehe Bildergalerie]
2005 gründete Nicolas Negroponte, ehemaliger Chef des MIT-Media-Labs, die Non-Profit-Organisation One Laptop per Child. Deren Ziel: einen günstigen, robusten und lange nutzbaren Laptop namens XO zu entwickeln, der an vier- bis zwölfjährige Schulkinder in Entwicklungsländern verteilt wird - in Gegenden, in denen der Zugang zu modernen Lerninhalten- und Methoden so gut wie unmöglich ist. Ursprünglich sollte der XO durch den Einsatz von Open-Source-Software und eines einfachen Designs nur 100 Dollar kosten, doch er wurde am Ende fast doppelt so teuer. Dennoch verkaufte One Laptop per Child bis heute rund 2,5 Millionen Geräte, teilweise mitfinanziert durch Spenden großer Unternehmen und Privatpersonen.
Auf der CES 2012 stellte Marvell den Nachfolger des XO vor - das XO-3, der sich vom ursprünglichen Modell in mehreren Punkten unterscheidet. Der augenscheinlichste Unterschied: Statt um einen Laptop handelt es sich beim XO-3 jetzt um einen Tablet-Computer, dessen Batterie nicht nur mit einer Kurbel (eine Minute Kurbeln = zehn Minuten Strom), sondern auch mit einer eingebauten Solarzelle mit einer Leistung von vier Watt aufgeladen werden kann. Eine sinnvolle Idee, denn in vielen Ländern Afrikas und Südamerikas, deren Regierungen bereits den XO erworben haben, herrscht an Sonnenlicht kein Mangel. Weil die Leistungsaufnahme des XO-3 bei gerade einmal zwei Watt pro Stunde liegen soll, wäre eine doppelt so leistungsfähige Solarzelle ein sehr effektiver Weg der Stromversorgung.
Zu den von den Käufern des XO-3 wählbaren modularen Kernkomponenten gehören unter anderem eine CPU vom Typ Marvell Armada PXA618 (1 GHz), 512 MByte RAM sowie ein acht-Zoll-Touch-Display mit einer Auflösung von 1024 mal 768 Bildpunkten, das entweder als LCD-Displays oder als Display mit Pixel-Qi-Technologie ausgeführt ist. Mit letzterer sollen die Inhalte sogar im hellsten Sonnenschein zu erkennen sein - in Farbe mit beziehungsweise in Schwarzweiß ohne Hintergrundbeleuchtung. Verbindung zur Außenwelt nimmt das XO-3 mit Marvells Avastar-WiFi-Chip auf und lässt sich über diverse USB- und Klinkenstecker mit anderen Geräten oder einem Ladegerät verbinden. Das "Sugar" genannte Bedieninterface läuft wahlweise unter Linux oder Android und enthält bereits einige Anwendungen wie Lernspiele und Nachschlagewerke. Nach Worten von Marvell-Mitarbeiterin Allison K. DeLeo soll auch in der nächsten Iteration des Systems eine Aktion zum Einsatz kommen, bei der ein Käufer in einer westlichen Industrienation ein XO-3 erwirbt, das an einen Empfänger weitergeleitet wird, gleichzeitig aber auch selbst ein Gerät bekommt. Weitere Infos zum Projekt
One Laptop per Child finden Sie im Internet.
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BIOS-Overclocker
30.01.2012 18:39
schade, dass es nicht mehr Geräte mit Pixel Qi Display gibt...
Software-Overclocker
29.01.2012 18:46
Das ist doch wie in der Politik, natürlich gibt es immer die aktuellen Top-Themen, aber deswegen sollte man die anderen Bereiche nich vernachlässigen, deswegen
Komplett-PC-Aufrüster
29.01.2012 18:38
Ich seh das etwas anders:
Natürlich leiden diese Menschen an Hungersnot und anderen Problemen. Jedoch finde ich auch, dass wenn man diese Menschen unterstützt, auch die Bildung deren Kinder unterstützen sollte, damit sie später nicht mit den selben Situationen konfrontiert werden müssen, wie zb. ihre Eltern. Bessere Bildung bedeutet bessere Jobs, bzw. bessere Lebensstandarts. Und genau da sollte man helfen.