ReRAM - wieder einen Schritt weiter auf dem langen Weg zum Endprodukt. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Wie der japanische Speicherhersteller Elpida bekannt gibt, ist es gelungen, den Prototypen eines 64 Megabit-ReRAM zu fertigen. Der in 50 nm gefertigte Chip wurde in Zusammenarbeit mit der japanischen New Energy and Industrial Technology Development Organization (NEDO) entwickelt, weitere Kooperationen bestehen mit anderen japanischen Forschungszentren und Sharp. Der Chip soll Schreibvorgänge in 10 ns durchführen können und so mit DRAM konkurrieren. Zeitgleich ist er, mit bis zu einer Million Schreibvorgänge, um ein Vielfaches haltbarer, als Flash-Speicher (maximal 100.000 Zyklen, in Endanwender-SSDs zum Teil unter 5.000 Zyklen).
Hintergrund: ReRAMReRAM basiert auf dem Konzept des Memristors. Dieses basale Schaltungselement, das lange Zeit nur theoretisch bekannt war, verhält sich wie ein Transistor mit integriertem Speicher. Das heißt es hat einen leitenden und einen nichtleitenden Zustand, zwischen dem sich durch Anlegung entsprechender Spannungen wechseln lässt - und nur dadurch. Im Gegensatz zu DRAM behält ReRAM seine Information auch ohne Stromversorgung. Er gilt als erfolgversprechendster "Universalspeicher", der eines Tages Flash, DRAM und eventuell sogar SRAM ablösen könnte, und so vom Cache bis zum Massenspeicher alle Funktionen in einem PC übernehmen würde.
Konkurrierende Technologien sind der verwandte Phase-Change-Speicher (PRAM), der aber langsamer arbeitet; magnetischer
MRAM, der sich bislang nur begrenzt miniaturisieren lässt; und die von IBM favorisierte
Racetrack-Technologie, die unter anderem mit hohen Stromstärken zu kämpfen hat. ReRAM leidet unterdessen an der aufwendigen Ansteuerung, die nötig ist, um Leckströme in großen, passiven Arrays zu vermeiden. Die Fertigung eines vollständigen Speicher-Arrays mit mehreren Megabit ist somit ein großer Schritt zur Serienreife, auch wenn sie im Vergleich zu exotischen Entwicklungen wie
biegbarem Memristor-Speicher trivial erscheint.
Andere Entwickler sprechen bereits seit längerem von Serienproduktion, auf dem Markt sucht man die Technik aber weiterhin vergeblich.
Quelle:
Elpida
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Moderator
29.01.2012 21:51
Genug, damit sich Unterschiede zwischen Modulen mit 6 GB/Sekunde und 12 GB/s deutlich messen lassen. Bezogen auf eine Modulgröße von zwei Gigabyte, mit der die gleichen Spiele i.d.R. gut bedient sind, ergäben sich für eine Million Schreibzyklen (bei perfekter Verteilung, die nicht gegegeben ist), also knapp vier Tage Volllastbetrieb. Vermutlich wird Volllast -trotz der spürbaren Auswirkung der Bandbreite- nur einen Teil der Zeit anliegen, aber selbst wenn man von 20% im Schnitt ausgeht und der Rechner nur ein Drittel des Tages läuft und nur 2/3 des RAMs genutzt werden, wären die beschriebenen Zellen nach zwei einem Quartal hinüber.
(Deswegen auch mein Zweifel - die Geschwindigkeit von DRAM haben sie heute schon, wenns sein muss. Aber ehe sie auch nur in die Nähe dessen Haltbarkeit kommen, dürfte selbiger schon wieder einiges an Speed zugelegt haben)
PCGH-Community-Veteran
29.01.2012 21:00
Wie kann man sich denn die Haltbarkeit vorstellen? Wieviel schreibt denn ein Rechner an em durchschnittlichen Tag in den RAM?^^
Komplett-PC-Aufrüster
29.01.2012 18:51
Darüber wunder ich mich auch, vermute es wird BIOS mäßig möglichkeiten geben