Tarnkappen-Forschung: Gegenstand verschwindet im Mikrowellenbereich [Quelle: siehe Bildergalerie]
Das "Verstecken" von Gegenständen ist weltweit ein spannendes Forschungsgebiet. Diese "Tarnkappen"-Thematik wird von einigen Forscherteams weltweit bearbeitet, die Ansätze sind dabei oft ähnlich. Man greift auf künstliche Materialien zurück, die einen sogenannten negativen Brechungsindex haben. In der Natur gibt es nur Materialien mit positivem Brechungsindex. Bei sogenannten Metamaterialien, also künstlich hergestellten Strukturen, die bei elektrischen oder magnetischen Feldern von der Natur abweichende Eigenschaften aufweisen, schafft man es, dass das Licht nicht absorbiert, sondern um das Objekt herumgelenkt wird. Im Inneren solcher Metamaterialien sind speziell angefertigte, mikroskopisch feine Strukturen aus elektronischen oder magnetisch wirksamen Materialien.
Mithilfe dieser Grundlagen waren Forscher bereits in der Lage, Objekt mit zwei Dimensionen per Tarnkappen-Technik zu verstecken. Die dritte Dimension war aber bisher noch nicht möglich. Das haben nun Forscher der University of Texas in Austin geschafft, wie im "New Journal of Physics" nachzulesen sind. Basis der neuen Erkenntnisse war eine Veränderung des bisherigen Ansatzes. Und zwar nutzt man nun sogenannte plasmonische Matamaterialien, bei denen das Licht entgegengesetzt zu Alltagsmaterialien gestreut wird. Sobald sich die Streufelder von Tarnkappe und Gegenstand überlagern, "löschen sie sich gegenseitig aus", so ein Forscher. Auf diese Weise war es möglich, einen immerhin 18 cm langen Zylinder unsichtbar zu machen - allerdings nur für Mikrowellen mit einer Frequenz von 3,1 MHz, dafür aber aus allen Blickrichtungen.
Will man nun diesen Gegenstand auch im sichtbaren Licht unsichtbar machen, hätte man ein Prinzipproblem, da die Wellenlänge von sichtbarem Licht deutlich kürzer ist als das von Mikrowellen. Man müsste den Gegenstand als sehr (!) klein machen, damit er auch dort noch versteckt werden kann. Die Rede ist von einem Objekt mit einem millionstel Meter Größe. 2010 gab es bereits Erfolge im fast sichtbaren Lichtbereich in Karlsruhe; diese Tarnkappe ist 10/30/90 tausendstel Millimeter hoch/breit/lang. Theoretisch könnte man auf Basis der neuen Forschungen die Abbildungsgüte von Mikroskopen verbessern, indem man eine entsprechende Tarnkappe an der Spitze anbringt.
Quelle:
Spiegel Online,
WikipediaVon wegen Tarnkappen: Science-Fiction - Diese Spiele sollten Sie gezockt haben
Freizeitschrauber
29.01.2012 11:10
So und jetzt erweitert das mal schön auf die restlichen Frequenzen! Zack zack, das will ich noch erleben und vor allem sehen dürfen.
Genau, dann wäre es eine "Echte Tarnkappe".
Was nützt es, wenn man es in einem begrenzten Spektrum tarnt, aber mit anderen Spektren es trotzdem erkennebar/sichtbar macht.
Es besteht ja noch Hoffnung, das es in weitaus größeren Dimensionen erreichbar ist, da der Mensch bedingt durch seinen Forschungsdrang sich lautere/unlautere Ziele setzt, die utopisch Klingen, dann Anfangs durch Zweifler/Betonköpfe verhöhnt, vermieden, gescholten, abgelehnt, sogar vernichtet wurden und z.B. viele Jahre/Jahrzehnte später sich doch verwirklichten.
Die Geschichtsbücher sind voll von Beispielen!
Fraglich ist nur, wem nützt es?
Komplett-PC-Aufrüster
29.01.2012 10:11
Faszinierend. Ich habe nicht gewusst, dass eine Tarnkappe bei solch "großen" Objekten schon möglich ist. Wenn dann hätte ich mit sowas im Bereich von Molekülen oder ähnlichem gerechnet.
So und jetzt erweitert das mal schön auf die restlichen Frequenzen! Zack zack, das will ich noch erleben und vor allem sehen dürfen.
BIOS-Overclocker
28.01.2012 22:00
Teleportieren, Flachbildschirme, Unsichtbarkeit, intelligente Roboter, Dinos Klonen, Wumlochreisen.....
Ich denke man bräuchte erstmal eine möglichkeit um eine künstliche Schwerkraft herzustellen