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Das ewige Druckerleiden - Die PCGH-Redaktionskolumne

In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Zum Abschluss dieser Woche spricht Thilo Bayer über Drucker, deren Probleme und seine Erfahrungen in diesem Bereich. (PCGH, 22.01.2012)
 
Wir vergeben Traumjobs - Die PCGH-Redaktionskolumne
 
Wir vergeben Traumjobs - Die PCGH-Redaktionskolumne [Quelle: siehe Bildergalerie]
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Zum Abschluss dieser Woche spricht Thilo Bayer über Drucker, deren Probleme und seine Erfahrungen in diesem Bereich.

Liebe Druckerhersteller: "Wir" beide haben ein ziemliches Problem. Genauer gesagt habe ich ein Problem mit Druckern und deren Herstellern, und das nicht zu wenig. Wenn man es wie ich innerhalb von fünf Jahren schafft, dass drei Drucker zu ihren Ahnen abreiten (also sich weigern, das zu tun, wofür ich sie gekauft habe: DRUCKEN!), dann kann man wohl nicht mehr von einem Einzelfall sprechen. Speziell geht es mir hier um Canon und Samsung. Bei Canon habe ich insgesamt zwei "Fotodrucker" verschlissen. Beide haben irgendwann angefangen, nicht mehr sauber zu drucken. Und dabei habe ich immer nur Originalpatronen verwendet und nie versucht, über irgendwelche Refills oder Resets des Zählers Tinte zu sparen. Beide Geräte wurden sogar während der Garantiezeit repariert. Das hat beim ersten Modell eine bestimmte Zeit geholfen (da wurde sogar einmal der ganze Druckkopf ausgetauscht), doch dann ging irgendwann gar nichts mehr. Genervt habe ich dann einen neuen Fotodrucker gekauft, der lief dann auch eine Zeit lang anstandslos, bis auch hier das Qualitätsproblem anfing und zum Schluss gar nichts mehr ging. Also wieder zur Reparatur, dann kam das Gerät angeblich repariert wieder und druckte trotzdem nicht mehr. Das habe ich an mindestens drei PCs nachgeprüft.

Ich war schon so richtig wütend, schlussendlich habe ich mir geschworen, nur noch bei Onlineshops Fotos auszudrucken. Zu der Zeit war das auch okay, denn ich habe eine Zeit lang weniger fotografiert und dann brauche ich auch keinen eigenen Drucker daheim. Also bin ich auf einen Samsung-Laserdrucker umgestiegen, denn ein paar Textausdrucke braucht man ja trotzdem. Da kann man eigentlich nichts falsch machen, dachte ich zumindest. Doch wie es der Zufall so wollte, hatte ich genau vier Wochen nach Ablauf der Garantie einen Papierstau. Dieser sorgte dafür, dass sich der Samsung ML-1640 (so hieß das Ding) nicht wieder zur Zusammenarbeit überreden ließ (nach Internet-Recherche stand ich mit dem Problem nicht alleine da). Alles ausprobiert - bis auf das Hacken der Firmware. Der Druidentipp: neuen Toner einbauen. Nice try, denn der neue Toner kostete natürlich mehr als ein Neugerät, weshalb ich dann auch Letzteres erstand. Man macht die Fehler ja gerne zweimal, immerhin ist das nun das Nachfolgemodell. Drucker Nummer 4 also innerhalb eines überschaubaren Zeitraums. Meinen ersten Laserdrucker hatte ich übrigens fast zehn Jahre und meinen ersten Nadeldrucker (das gab es wirklich!) auch ungefähr so lange.

Schaut man sich Foreneinträge und Amazon-Bewertungen an, stehe ich mit dem Problem "hoher Druckerverschleiß" nicht alleine dar. Mir persönlich scheint es so, dass es sich bei Druckern mit Ausdruckzähl-Counter-Terror ähnlich verhält wie bei Elektronikgeräten: Die Teile sind nicht mehr darauf ausgelegt, wie früher zehn Jahre und länger zu halten. Klar, da verdient man als Hersteller natürlich auch weniger. Oder ist das bei mir alles nur Zufall und Sie haben ganz andere Erfahrungen gemacht? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie mir Ihre Meinung zum Thema mit.



Redaktions-Kolumne
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Aktuelle Kommentare
smartysmart34
Kabelverknoter
02.02.2012 14:32
AW: Das ewige Druckerleiden - Die PCGH-Redaktionskolumne

Also meine Erfahrung ist, dass es sich (zumindest bis vor 3-4 Jahren) gelohnt hat, für die Hardware etwas mehr auzugeben. Dann hatte man wenig Stress mit den Tonerkosten, der Reichweite und der Qualität im Allgemeinen.
Ich hab hier einen ColorLaserjet 3800. Tonerreichweite 6.000 Seiten. Der läuft seit 5 Jahren problemlos. Der Farbtoner hatte jetzt streifen gedruckt. HP angerufen. Aussage: Wir haben eine Tonergarantie auf Lebzeit. Einschicken... wird ersetzt.

Händler angerufen (der hat gestaunt), Toner ingeschickt und 1 Woche später das Geld für den Toner ersetzt bekommen.
Beim Onlinehändler günstiger nachgekauft, 30 Euro gespart und wieder Toner für ca. 5 Jahre im Gerät.
Inklusive dem Schwarztoner, den ich selber ersetzen musste, hab ich also für insgesamt 120 Euro bisher 5 Jahre gedruckt und hab jetzt für weitere 5 Jahre Toner an Bord.

Die Drucker der 100 Euro Klasse im Bekanntenkreis haben das durchweg nicht geschafft.

Ob das mit heutigen Modellen auch noch so geht weiss ich nicht. Wäre aber sicher ne Überlegung / Prüfung wert.

Gruß,
Martin

fotoman
Komplett-PC-Aufrüster
25.01.2012 01:49
AW: Das ewige Druckerleiden - Die PCGH-Redaktionskolumne

Quote: (Zitat von ruyven_macaran)
Mal gucken, wie lange er noch durchhält. Bislang halte ich einen Mainboardausfall für die größte Bedrohung - denn eine LPT-Karte kaufe ich sicherlich nicht extra für diese Krücke.
Meinem schönen "alten" HP LJ 6L habe ich gerade für 25 Euro einen kleinen Printserver spendiert. Die Alternative wäre das Befolgen der Wegwerfmeltalität und der Kauf eines Farblasers gewesen.

Der 6L druckt nun seit mind. 10 Jahren (eher noch ein paar Jahre mehr), bekommt max. alle 2 Jahren eine neue Tonerpatrone und tut vor allem das, was er soll: alle paar Tage/Wochen einfach nur ein paar Seiten drucken. Ohne Eintrocknen und ohne horrende Druckkosten.

Der Epson Stylus 5050 wird aus Platzmangel seit ein paar Jahren nur noch zum scannen an den PC angeschlossen. Er hatte viel zu hohe Druckkosten, auch weil die Patronen bei Nichtdruck (wie schon damals beim HP Deskjet 500) nach ein paar Tagen eintrocknen. Seitdem kommt mir kein Tintenstrahldrucker mehr ins Haus. Selbst die recht aktuellen HP BusinesJet Tintenvernichter in der Firma trocknen nach mehreren Wochen Missachtung ein, die Technik ist einfach für Wenigdrucker nur Müll.

Bilder lasse ich sowiso lieber auf echtem Fotopapier beim zuverlässigen Ausbelichter entwickeln. Die paar Tage kann ich problemlos warten und habe danach dann auch Bilder, die nicht nach ein paar Wochen in der Sonne verblassen oder bei Berührung mit feuchten Fingern nur noch zum Wegwerfen geeignet sind. Billiger ist das Ausbelichten sowiso, wenn man nicht nur einzelne Bilder in 9x13 bestellt oder im Entwurfsmodus auf Kopierpapier druckt.

mattinator
F@H Team Member
24.01.2012 23:28
AW: Das ewige Druckerleiden - Die PCGH-Redaktionskolumne

Ich sage immer: Drucken wird total überbewertet. Irgendwo habe ich auch mal den Begriff Sollbruchstelle aufgefangen. Ist ja nett, das in der Redaktionskolumne zu kritisieren, aber ändern wird sich daduch wohl nichts. Gab übrigens just heute eine Dokumentation bei Arte zum Thema: www.arte.tv/de/Kaufen-fue.... Hätte ich mir fast mal angesehen. Bin dann jedoch lieber beim SF-Roman geblieben, die Aliens waren nicht ganz so deprimierend.

 
 
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