Auf Facebook nicht mehr zu finden: Die Schleswig-Holsteinischen Grünen. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Der Datenschutz bei Facebook, beziehungsweise der Mangel daran, hat schon oft und von vielen Seiten Kritik hervorgerufen. Konsequenzen hatte dies bislang aber wenig - und damit sind nicht nur die Besserungsversprechen seitens Facebook gemeint, denen oftmals eine weitere kritisierte Neuerung folgte. Auch Nutzer sind, allen Pannen zum Trotz, weiterhin bereit, ihre Daten zu teilen und so nähert sich Facebook mittlerweile der Grenze von
einer Milliarde Registrierungen.
Einen Account wird es in Zukunft jedoch nicht mehr gegeben: den der Schleswig-Holsteinischen Grünen. Wie die Partei
mitteilt, habe man die Löschung der eigenen Fanseite beantragt, weil es Seitens Facebook keine angemessene Reaktion auf die mehrfach geäußerten Aufforderungen zur Verbesserung des Datenschutzes gab.
In Schleswig-Holstein findet im Mai dieses Jahres eine vorgezogene Landtagswahl statt. Diese ist nötig, da der Wahlsieg der amtierenden Schwarz-Gelben Regierung im Jahre 2009 auf einem Wahlgesetz beruht, das im August 2010 als verfassungswidrig eingestuft wurde. Andere Parteien nutzen Facebook mehr oder minder intensiv im Rahmen des mittlerweile angelaufenen Wahlkampfes, sodass die Entscheidung der Grünen auf den ersten Blick zu einem ungünstigen Zeitpunkt kommt. Sie könnte aber auch selbst Bestandteil des Wahlkampfes sein, denn gerade im Wettstreit um Internet-affine Wähler sehen sich die Grünen in direkter Konkurrenz zur Piratenpartei.
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Freizeitschrauber
23.01.2012 12:01
In ein paar Jahrzehnten ist personalisierte Werbung ala Minority Report an jeder Straßenecke vielleicht doch machbar
und realisierbar^^
Facebook ist für mich ein zweiseitiges Schwert es hat irgendwie einen nutzen kann aber auch Schaden wenn man zuviel quatsch bzw. zu viel über sich preisgibt.
Vor einiger Zeit wurde einer Bekannten von mir die Wohnung ausgeräumt, weil Sie auf Facebook reingepostet hat, dass die bis einschließlich dem so und so vieltem im Urlaub ist.
Irgendwie muss da noch jemand die Adresse aus dem Facebook Profil herausgefunden haben, und hat dann mal kurzerhand seelenruhig die Wohnung ausgeräumt...
Moderator
23.01.2012 01:42
Ich könnte da jetzt bestätigen: Nö, hat er nicht.
Die Frage ist nicht, wieviel du von dir bei facebook preisgibt. Die Frage, ist, wieviel irgendwer irgendwo von dir preisgibt. Facebook ist nur ein sehr praktische Rückrat, um alle Daten zu verknüpfen - denn Facebook weiß, wer deine Freunde sind, wie deren Adresse lauten, welchen Interessen nachgehen. Facebook weiß, welche Bilder die von dir hochgeladen haben. Facebook hat eine hübsche Datenbank an Sätzen von dir. Sicher - alle mit belanglosem Inhalt. Aber mit deinem persönlichen Ausdrucksstil. Der gleiche Stil, die gleiche typische Kombination von Flüchtigkeitsfehlern und formulierungsmodulierten Wortfrequenzen, die du auch im triple-wix-extreme-fetish.va-Forum verwendest. Da hast du dich zwar extra mit einer Einwegadresse und unter anderem Namen angemeldet und du surfst nur annonym, um die ganzen Trackingcookies und linkbacks zu vermeiden, die dir sonst egal sind, aber dein Schreibstil lässt sich auch so zurückverfolgen. Und die Beschreibung deiner neues Affäre mit dem Foto der besten Freundin deiner Freundin auf Facebook abgleichen. Die hat berichtet nebenbei noch von ihrem Wochendurlaub - zufällig in der gleichen Stadt, in der du zeitgleich mit Kreditkarte in einem Laden bezahlt hast, dessen Werbung vorher von jemandem mit der gleichen IP-Adresse angeklickt hat, die zeitnah auch für deinen Facebook-Account genutzt wurde,...
Ist das Science Fiction? Jein. Die Technik exisitert. Sie ist noch ein bißchen aufwendig und sie müsste z.T. erstmal an großen Datensätzen trainiert werden, um die Fehlerquote zu senken. Und man müsste die ganzen Datenpools verknüpfen.
Aber: Große Datensätze von heute sind morgen nur noch ein normaler E-Mailanhang. Was heute sinnlos viel Rechenzeit beansprucht, würde neben dem Windows 17 Desktop gar nicht mehr auffallen. Was heute gigantischen Speicherplatz verschlinkt, wird morgen auf dem Schlüsselanhänger untergebracht. Mit Sicherungskopie. Und vor allem: Was heute zwei getrennte Datensätze sind, ist morgen in der Cloud eines neuen Großkonzerns. Oder in der Hand eines Hackers. Oder es wurde von einem Datensatzhändler einzeln aufgekauft und verknüpft.
In 10-20 Jahren ist fest damit zu rechnen, dass alles, was man seit ~2005 online gemacht hat, zu einem Profil verknüpft sein könnte bzw. wird, sobald jemand darin einen Nutzen sieht. Wird es jemandem was nützen zu wissen, dass man heute Pizza mochte? Oder dies und das bestellt hat? Größtenteils sicher nicht. Aber wer in der heutigen Zeit der Meinung ist, von vorneherein auszuschließen, dass irgendwas wichtig werden könnte, der sollte seine hellseherischen Fähigkeiten ggf. auf die Lottozahlen konzentrieren
Komplett-PC-Käufer
22.01.2012 23:19
Hä? Klar hab ich unter dem Nick hier schon oft gepostet, na und?
Treffer.
Geh auf mein Profil -> Beiträge anzeigen und du hast sie
Und jetzt kommts: Ich will das Du das weißt, weil ich mich hier mit der Community über mein Hobby austauschen will.
Nope. Nice Try
Datenschutz in allen Ehren aber wie in Science-Fiction Filmen ist es dann doch nicht. Wieviel man von sich auf FB&Co. preisgeben sollte ist natürlich fragwürdig. Ich für meinen Teil habe durch FB vielen positiven Nutzen. Wenn der Preis dafür Spam im schlimmsten Falle ist, bin ich bereit ihn zu zahlen. Wenn ein Personaler mich über FB sucht findet er ein freundliches Foto von mir