Filehoster

Filehoster Megaupload abgeschaltet und Betreiber verhaftet - Abenteuerliche Szenen bei der Verhaftung von Kim Schmitz

Schwerer Schlag gegen die Filehosting-Szene: Wie jetzt bekannt wurde, wurde Megaupload geschlossen, mehrere Mitarbeiter wurde verhaftet, darunter auch das Gesicht von Megaupload, der Deutsche Kim Schmitz. (Thilo Bayer, 22.01.2012)
 
Filehoster Megaupload vom FBI vom Netz genommen
 
Filehoster Megaupload vom FBI vom Netz genommen [Quelle: siehe Bildergalerie]
Update 2: Wie unsere Kollegen von Golem.de berichten, muss es bei der Verhaftung des Megaupload-Kopfes Kim Schmitz zu abenteuerlichen Szenen gekommen sein, die nach einer Verfilmung schreien. So seien auf dem weitläufigen Anwesen von Schmitz in Neuseeland 15 Personen, teilweise Kinder, anwesend gewesen, als die 76 Polizisten unterstützt von zwei Hubschraubern einmarschierten. Schmitz hatte offenbar kein gesteigertes Interesse an einem Small Talk mit der Polizei und zog sich in sein Haus zurück - und zwar in den elektronisch versiegelten Panikraum. Den mussten die Polizisten aufschneiden, um den mit einer Schrotflinte bewaffneten Schmitz zu verhaften.

Sichergestellt wurden 18 Luxuskarossen im Wert von schlanken 6 Millionen US-Dollar, dazu kamen Konten und Anleihen für rund 11 Millionen Dollar sowie weitere Wertgegenstände.

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Update 1: Berichten zufolge soll Anonymous gedroht haben, die Schließung von Megaupload zu rächen. Als Beleg dafür soll gelten, dass die FBI-Webseite schlecht erreichbar gewesen sein soll. Darüber hinaus wurden DDoS-Angriffe auf das US-Justizministerium, die US-Musik- und Filmindustrie und weitere Plattformen registriert. Es sei der größte Anonymous-Angriff dieser Art, so Anonymous über Twitter. Die Operation "#OpMegaUpload" legte innerhalb 20 Minuten zehn Webeiten lahm, darunter unsere Originalquelle unten. Akamai zufolge wurden in dem Zeitraum 24 Prozent mehr Angriffe als üblich festfestellt, der normale Webtraffic lag 11 bis 13 Prozent über dem normalen Niveau.

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Megaupload, neben Rapidshare oder Mediafire einer der bekanntesten Filehostern überhaupt, wurde abgeschaltet. Den Betreibern von Megaupload werden vom US-amerikanischen Justizministerium Urheberrechtsverletzungen in vielen Fällen vorgeworfen. Die Webseite ist nicht mehr erreichbar. Die Ermittlungen richten sich aktuell gegen sieben Personen und zwei Unternehmen (Megaupload Limited und Vestor Limited). Man wirft den Betreibern vor, Schaden im Wert von rund 0,5 Milliarden US-Dollar angerichtet und dabei selbst rund 175 Millionen US-Dollar verdient zu haben.

Das Justizministerium in den USA spricht von einem der größten Fälle krimineller Urheberrechtsverletzungen. Den Personen, unter anderem dem Kopf von Megaupload, Kim Schmitz, drohen zwischen 5 und 20 Jahren Haft. Schmitz hat Wohnsitze in Hong Kong und Neuseeland, die Firma Megaupload Limited sitzt ebenfalls in Hong Kong. Vier Personen, darunter Schmitz, wurden bereits verhaftet, nach den drei übrigen wird noch gefahndet. Federführend wurden die Ermittlungen vom FBI vorangetrieben, auch das deutsche BKA wirkte mit. Es kam zu 20 Hausdurchsuchungen in acht Ländern. Neben Bargeld im Wert von 50 Mio. US-Dollar wurden auch Server und Domains beschlagnahmt.

Megaupload soll laut eigenen Angaben eine Milliarde Visits, 50 Millionen tägliche Besucher und über 150 Millionen Accounts gehabt haben. Neben kostenlosen gab es auch kostenpflichtige Accounts, dazu wurde Werbung geschaltet. Wer besonders populäre Inhalte hochlud, wurde dafür belohnt.

Quelle: Justice.gov, Golem

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(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 

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Aktuelle Kommentare
KarlCraz
Gesperrt
27.01.2012 13:44
AW: Filehoster Megaupload vom FBI vom Netz genommen

Quote: (Zitat von g-13mrnice)
Jain, ich respektiere seinen Post aber sehe es anders. Vorweg, kriminelle Aktivitäten will ich nicht gut heißen ABER: Die Medienindustrie geht seit Jahren den immer gleichen Weg, den Weg der Einschüchterung und den Weg des Wegklagens und Wegsperrens. Was erreichen sie damit? Temporär sicher einen Erfolg gegen Piraterie aber auf lange Sicht schaffen sie sich damit 2 Probleme. Auf der einen Seite bekämpfen sie weiterhin nicht ihr hausgemachtes Problem neue Vertriebswege über das Netz zu entwickeln und auf der anderen Seite und das ist ihr das weit größere Problem verliert die Medienindustrie massiv Reputation durch ihre Aktionen die sich letztendlich gegen ihre Kunden richtet. Und wenn dann jemand kommt der sich dessen bewußt ist und die Musik- und Filmindustrie damit angreifen kann, dann wird sich was im Netz ändern. Boykottierung in diesem großen Stil sind zum Scheitern verurteilt, man muss die Lobby an ihrem Grundproblem angreifen und das ist ihr immer schlechter werdender Ruf. Und das wird nicht mehr lange dauern, bis dahin wird dieses Katz und Maus Spiel weitergehen.



Naja neue Vertriebswege usw.... das ist nicht die Lösung. Das Problem ist ja das die vielen Menschen alles kostenlos haben wollen. Gibst du ihnen die neuen Vertriebswege, also reichst du ihnen den kleinen Finger, werden sie immer noch alles kostenlos saugen bzw die ganze Hand nehmen. Zumal es schon sehr gute Vertriebswege gibt mittlerweile... und hat sich etwas geändert? Nicht viel...

Solang die User es nicht in ihren Kopf bekommen das nicht alles kostenlos ist wird weiter gesaugt gesaugt und gesaugt.

Das ist aber auch nur eine Ansicht der Dinge.

ruyven_macaran
Moderator
26.01.2012 18:19
AW: Filehoster Megaupload vom FBI vom Netz genommen

Impressum ist außerhalb Deutschlands nicht vorgeschrieben. (Genauer: Ein Impressum nach deutschem Vorbild ist sogar unbekannt und scheint, wenn man leo.org glauben kann, regelmäßig Übersetzer in den Wahnsinn zu treiben, die eine deutsche Webseite übertragen sollen, die einen entsprechenden Menüeintrag vorsieht)

Proroestchen
Schraubenverwechsler
26.01.2012 17:56
AW: Filehoster Megaupload vom FBI vom Netz genommen

Vieleicht ist es ja schon jemanden aufgefallen aber das FBI hat auf "megaupload.com" kein Impressum. *hust*

naja ist ja auch nicht sooooooo wichtig

 
 
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