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ECS X79R-AX: Hersteller bietet stillgelegte SAS-Ports - Reaktivierung per UEFI möglich

Intel hatte seinem X79-Chipsatz ursprünglich die Fähigkeit spendiert, mehrere im Server-Bereich übliche SAS-Ports anzutreiben. Mangels zuverlässiger Performance hatte Intel die Anschlüsse jedoch wieder deaktiviert. Die Kollegen von Legitreview haben nun festgestellt, dass sich auf dem ECS X79R-AX vier solcher Ports befinden, die aber erst freigeschaltet werden müssen. (Benjamin Gründken, 19.01.2012)
 
ECS X79R-AX: Hersteller bietet stillgelegte SAS-Ports auf eigene Gefahr. (7)
 
ECS X79R-AX: Hersteller bietet stillgelegte SAS-Ports auf eigene Gefahr. (7) [Quelle: siehe Bildergalerie]
X79-Platinen, die Intel im Juni auf der Computex vorgestellt hatte, besaßen noch eine breitere Palette an direkt vom Chipsatz angetriebener Datenports. Dazu zählte der bei Workstations übliche SAS-Anschluss, der dort Datenträger mit der Platine verbindet. In Serie ging das aber nicht. Intel war mit der Performance der Anschlüsse nicht zufrieden und tilgte sie kurzerhand. Diese Tatsache sollte die Kollegen von Legitreview überraschen, als sie das ECS Elitegroups X79R-AX genauer untersuchten. Hier fanden die Tester vier SATA-Ports vor, die auf dem Board als SAS deklariert sind.

Eine Nachfrage bei ECS Elitegroup ergab, dass man die Ports auf der Platine belassen habe, nachdem Intel des Feature offiziell aus dem Chipsatz gestrichen hatte. Werkseitig aktiviert sind diese allerdings nicht: "As to SAS labeled, it's because originally Intel was going to support SAS connection on X79 chipset, but they hid this function in the end. However, since our MB layout already designed for this support, we decide to keep it. Due to Intel stopped on the project, so it's hard to guarantee 100% compatibility on every SAS device, we have to keep it low profile as just more SATA ports to promote it (even though in our test, most SAS storage are workable on these ports). It's indeed supported by Intel X79 chipset, even though Intel doesn't announce to support either disable the function, the function are still in the chipset..."

User können also selbst entscheiden, ob die die Ports benutzen wollen oder nicht. ECS bürgt jedoch nicht für deren Zuverlässigkeit. Legitreview ließ sich von ECS erklären, wie man die Ports aktiviert und es sich nicht nehmen lassen, die Performance der Anschlüsse auszuloten. Hierbei machten die Tester die Erfahrung, dass die SAS-Anschlüsse nicht die gleiche Performance wie die SATA-6.0-Gb/s-Anschlüsse zur Verfügung stellen. Die sequenzielle Lese- und Schreibrate unterschieden sich im Crystel Diskmark jedenfalls um gut 10 respektive 20 Prozent. Beim 4k-Write erreichte eine Corsair Force GT am SAS-Port nicht mal die Hälfte der Datenrate.

Quelle: legitreview

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     


 
 
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Aktuelle Kommentare
ruyven_macaran
Moderator
21.01.2012 01:44
AW: ECS X79R-AX für Ivy Bridge: Hersteller bietet stillgelegte SAS-Ports - Reaktivierung per UEFI möglich

Würde vermuten, dass sowas in Hardware implementiert wird -> sehr aufwendig. Ggf. könnte man seperate Chips fertigen, die diesen Teil übernehmen. Aber: Um das alles zu beurteilen, bräuchte man die genauen Specs von UMI und vor allem DMI.
Und nun rate mal, was nur Leute mit einer Lizenz, die es gar nicht gibt, sehen dürfen?

Superwip
Volt-Modder
21.01.2012 00:08
AW: ECS X79R-AX für Ivy Bridge: Hersteller bietet stillgelegte SAS-Ports - Reaktivierung per UEFI möglich

Die Chipsätze übernehmen auch Ansteuerungsfunktionen für die CPU (und bei Intel die Bildausgabe), der Teil wird nicht kompatibel sein.


Kann sein... man müsste mal die Zeit aufbringen, die jeweiligen Datenblätter zu vergleichen... fragt sich auch, wie aufwendig es wäre, sie kompatibel zu machen

ruyven_macaran
Moderator
20.01.2012 19:53
AW: ECS X79R-AX für Ivy Bridge: Hersteller bietet stillgelegte SAS-Ports - Reaktivierung per UEFI möglich

Quote: (Zitat von Superwip)
Der Einsatz von AMD Southbridges/Chipsätzen auf Intel Boards scheitert wahrscheinlich nur an lizenzrechtlichen Problemen... technisch sollte es jedenfalls durchaus möglich sein, sowohl DMI 2.0 also auch A-Link Express III als auch UMI basieren auf 4 PCIe 2.0 Lanes, wahrscheinlich sind sie ohne weiteres kompatibel, mir wäre jedenfalls nichts bekannt, dass dagegen spricht.

Mit 6 SATA III und nativem USB 3.0 (A75) sind AMDs Chipsätze aktuell technisch klar überlegen; nur bei den PCIe Lanes ist AMD mit 2x 2.0 (SB 850/ SB 950) bzw. 4x 2.0 (A75) unterlegen; da die Chipsätze selbst aber onehin alle nur via PCIe 2.0 x4 angebunden sind können mehr als 4 sowieso nicht gleichzeitig ausgelastet werden


Die Chipsätze übernehmen auch Ansteuerungsfunktionen für die CPU (und bei Intel die Bildausgabe), der Teil wird nicht kompatibel sein. Aber (bei angemessener Treiberintegration) wäre es sehr zu begrüßen, wenn AMD den A75 kurzerhand als Zusatzcontroller auf den Markt wirft.
Derzeit hängen am durchschnittlichen Z68 ein PCI-Controller, ein bis zwei SATA2/3-Controller und ein bis zwei USB3-Controller und blockieren so 3-5 Lanes, um die Grundversorgung für ein Oberklasseboard sicherzustellen. Auf High-End-Platinen hängen die dann z.T. alle noch hinter einem PCIe-Switch, um trotzdem noch einen PCIe x4 aufs Board packen zu können.
Das sind dann also 4-5 Chips - und zusammen bieten sie genau die Funktionalität, die ein A75 alleine generieren könnte. (jeweils + dem Z68 selbst)

Und Lizenzen von Intel wären nichtmal betroffen, schließlich wird nur PCIe benötigt.
Stellt sich aber die Frage: Ist es in AMDs Interesse, wenn man den größten Trumpf der aktuellen Unter- und Mittelklasse auch für Intel-CPUs anbietet?

 
 
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