LG OLED 04 [Quelle: siehe Bildergalerie]
Dünner, schwärzer, leichter: Für viele Experten gehört den organischen LEDs (OLEDs) die Zukunft des Fernseher- und Displaymarktes. Allerdings gibt ein OLED-Display weniger Licht als ein vergleichbarer LCD-Bildschirm ab - auch, wenn es in dunkleren Räumen einen höheren Kontrastgrad erreicht. Samsung und LG nutzen die Gunst der kontrollierten Schummerigkeit auf ihren CES-Ständen, um die Augen der Messebesucher mit einer Batterie aus OLED- Fernseher anzulocken.
Bei Samsung lief auf einem Rudel von 55-Zoll-OLED-TVs ein kurzer Demofilm in der Dauerschleife, der Kurzvideos und Standbilder von Naturaufnahmen und Kunstwerken darstellte. Durchaus beeindruckend, doch wie im Einzelhandel war die Farbsättigung der Bildschirme so hochgedreht, wie es am Ende im Wohnzimmer nie und nimmer aussehen wird - es sei denn, man wirft nach dem Kauf die Anleitung und Fernbedienung weg und verzichtet auf eine Farbkalibrierung des Fernsehers. Dünn sind die Geräte aufgrund der OLED-Technologie natürlich schon, keine Frage - oft ist der Standfuß beziehungsweise dessen Montageplatte auf der TV-Rückseite dicker als der eigentliche Bildschirm.
LG setzte bei den hauseigenen 55-Zoll-OLED-TVs dagegen voll und ganz auf 3D. Prinzipiell keine schlechte Idee, doch ohne eine 3D-Brille sehen die Bildschirme und davon geschossene Fotos beziehungsweise Videos nun mal eher bescheiden aus. Auch die Marketingexperten von LG hatten wohl keinen guten Tag, denn nach eigenen Angaben war der LG-OLED-Bildschirm mit vier Millimetern dünner als ein iPhone und damit der flachste TV der Welt. Doch davon kündete nur ein kleines Papierschild und ein eher auf den letzten Drücker montiertes iPhone am Rand der Gerätebatterie.
Samsung stellte obendrein noch Smart-TVs mit Sprachsteuerung vor, die mehr schlecht als recht funktionierte, obwohl sie angeblich von den israelischen Entwicklern des Microsoft'schen Kinect stammen sollte. Einen 70-Zoll-4HD-Bildschirm hatten die Koreaner ebenso im Angebot wie ein 75-Zoll-Gerät - wohl dem, der Geld und Platz für einen 1,90 Meter großen Fernseher hat. LG wollte sich da nicht lumpen lassen und setzte mit einem 84-Zoll-LCD-Monstrum (2,13 Meter Bilddiagonale!) in "Ultra Definition" alias 4HD mit 3.840 mal 2.160 Bildpunkten eins drauf. Leider wieder nur in 3D-Ausführung, so wie auch bei den OLED-Geräten.
Darüber hinaus setzt der Elektronikriese stark auf 3D- und Spielanwendungen: In einem Renncockpit lief Need for Speed Shift auf einem 3D-Monitortrio, auf einem Smart-TVs lief ein grafisch eher bescheidenes 3D-Diskusspiel, gesteuert über die "Magic Remote" und Gestensteuerung - ebenso wie ein weiteres, gestengesteuertes Ballspiel. Interessanter schon das, was nebenan zu sehen war: Street Fighter 4 und Darksiders, beide aus der Cloud auf den Fernsehbildschirm gebracht. Das ist gar nicht mal unspannend, denn hinter LGs Cloud-Gaming steckt David Perrys Spiele-Streaming-Dienst Gaikai, der wie OnLive separate Spiele-PCs oder -konsolen langfristig abschaffen will. Außerdem mixte ein "Dual Play"-Display zwei Vollbildansichten von Spielen wie Halo oder Need for Speed: Shift, die dann mit entsprechenden Brillen für die beiden Spieler sichtbar werden. Zuschauer haben allerdings das Nachsehen oder müssen sich mit zusätzlichen Brillen für einen der beiden entscheiden.
Ob und wie schnell sich OLED-, 3D- und Spiele-TVs beider Hersteller allerdings durchsetzen werden, bleibt abzuwarten. Gerade der Hype um 3D-Fernseher hat sich in den letzten Monaten doch erheblich gelegt - die durch den Erfolg des James-Cameron-Streifens Avatar ausgelöste Begeisterung scheint sich als ein Strohfeuer zu entpuppen. Und wie viel mehr die Kunden im umkämpften TV-Markt für eine Gaikai-Lizenz hinblättern wollen, bleibt ebenso fraglich wie die Qualität namenloser Geschicklichkeitsspiele, die es so schon seit Jahren auf Nintendos Wii-Konsole gibt.
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Komplett-PC-Aufrüster
18.01.2012 18:36
Dieser Artikel ist kein Artikel sondern Meinungsmache ohne echte Informationen und scheinbar auch ohne echtes Hintergrundwissen seitens des Verfassers.
Das der Autor scheinbar von 3D nichts hält und einfach mal eine Behauptung wie: "ein sich legender 3D-Markt der eh lediglich ein Strohfeuer war" aufgestellt wird kann man ja noch sehr gut verkraften, wobei allein die Erwähnung purer Unsinn ist. Praktisch alle neuen Fernseher der Oberklasse und oberen Mittelklasse beherrschen heutzutage 3D, genauso die neuen Reciever und BR-Player die verkauft werden, neue Filme in echtem 3D gibt es auch immer öfter somit hat sich 3D am Markt längst etabliert von einem Strohfeuer kann wohl kaum die Rede sein und um die Leute bei Laune zu halten kommt ja bald der Hobbit, danach brauchts keinen echten Hype mehr, das nicht jeder etwas mit 3D anfangen kann, aus welchen Gründen auch immer, hat letztendlich wenig damit zu tun dass man den jetzigen Markt wohl kaum als Strohfeuer abtun kann.
Im Text wird eine zusätzliche 3D Option ja sogar beinahe negativ hingestellt, als ob Fernseher die zu so etwas in der Lage sind ja nichts mehr Taugen...
Was allerdings tatsächlich verwundert ist der wenig subtile Unterton des Artikels bezüglich OLED.
Erstmal wird hier durch die Wortwahl und Satzstellung vermittelt:
-> OLED = Bild zu dunkel, Kontrast nur in dunkler Umgebung besser, wirkt nur so toll da Farben auf der Messe überdreht eingestellt und kalibriert nicht besser als ein LCD ...
Das das durch die Bank totaler Schwachsinn ist sollte man eigentlich einem Redakteur einer Hardware Zeitschrift nicht erst vermitteln müssen!
OLED TV sind, wenn man so will, die besseren Plasma TVs.
Sie sind heller als gewöhnliche Plasma Geräte (da besteht dank neuen Versetzungen mit Chlorgemischen überhaupt kein Unterschied mit aktuellen LED TVs, wenn überhaupt ins positive), verbrauchen weniger Strom, und haben echtes Schwarz in jeder Situation.
Anders als LCD/LED-LCD welche nur in Hellen Umgebungen verdecken können dass sie eigentlich kein echtes Schwarz hinbekommen und anders als billig-Plasmas von LG oder Samsung die in heller Umgebung ihr graues Panel preisgeben.
Außerdem können, dank fehlenden Backlight-Problemen wie sie bei LCDs und LED-LCDs auftreten (BESONDERS bei letzteren) auch nach der Kalibrierung mit viel natürlicheren Farben auftrumpfen als eben jene Konkurrenz.
Das einzige was Bildqualitätstechnisch da noch mithalten dürfte sind die aktuellen Plasma Geräte von Panasonic, deren VT30 hatte auch in hellster Media Markt Umgebung noch tiefstes schwarz und die Topmodelle von Samsung und Sharp die im Laden direkt daneben standen und doppelt so teuer waren können Bildqualitätstechnisch nichtmal annähernd mithalten. (VT30 irgendwas mit 1000€, Samsung irgendwas mit 2000€ und Sharp irgendwas mit 3200€ (der meiner Meinung nach schlechteste der 3, vermutlich durch die ach so tolle Quattron Technologie))
Besonders beeindruckend war dies als die Winter-spiele dort auf allen zu sehen waren, es gab Schneeflocken ohne Ende, aber nur beim Pana sah es nicht so aus als wären alle Schneeflocken auf einer Ebene man konnte dank dem hohem Kontrast praktisch die Position jeder einzelnen Schneeflocke in die Bildtiefe hinein genau bestimmen, nach dem Motto: "Die da schwebt 2 mm vor der anderen."
Die Einzige Kategorie in der zumindest der Samsung überlegen war ist das upscaling von analogem SD Bild gewesen, aber für sowas holt man sich keinen solchen Fernseher.
Da die neuen VT50 nochmal 50% an Helligkeit zugelegt haben (obwohl man selbst unter den Lichtbedingungen im Blödmarkt keinen Helligkeitsunterschied zu den LCDs festellen konnte) dürften die somit erstmal mit den OLED Neulingen mithalten können.
Hier wird vom Autor des Textes OLED absichtlich klein gemacht, ich frag mich irgendwie warum, eine logische Erklärung gibt es dafür nicht.