Konsole

Playstation Vita: Erste Tests zur Handheld-Konsole von Sony

Die Playstation Vita von Sony kommt Anfang 2012 in Europa in den Handel, die Webseite Techradar hat schon jetzt einen ersten Blick auf die neue Konsole geworfen. (Lars Craemer, 12.12.2011)
 
Sony stellt Playstation Vita auf der E3 vor (2)
 
Sony stellt Playstation Vita auf der E3 vor (2) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Die Webseite Techradar hat sich die neue Handheld-Konsole Playstation Vita bereits genauer angeschaut. Laut den Testern ist die Vita definitiv kein Smartphone, auch wenn es neben der WLAN-Variante auch ein UMTS-Modell gibt. Wer umfangreiche Smartphone-Software abseits der Spiele sucht, ist vermutlich mit dem Sony Ericsson Xperia Play besser beraten. Allerdings kann die Vita für sich beanspruchen, die modernste und leistungsfähigste Konsole auf dem Markt zu sein - die Konkurrenz von Nintendo bietet hier weniger Grafikpower.

Aber auch das Display scheint zu beeindrucken, so bietet das Testmodell laut Techradar extrem scharfe Bilder - egal ob im Spiel oder bei einem laufenden Video. Es sind keine Schlieren feststellbar und auch die Helligkeit ist sehr gut. Das Display bietet 960 × 540 Bildpunkte (qHD) und einen Pixelabstand von 220 ppi.

Neben der Spieletauglichkeit gibt der Bericht auch Aufschluss über die weiteren Features der Konsole - allerdings wird betont, dass an vielen Ecken und Kanten noch unfertige Software durchscheint. Dennoch macht der Browser bereits einen guten Eindruck und in Zusammenspiel mit nur 512 MByte Arbeitsspeicher ist schon jetzt von einem schnellen Surf-Erlebnis die Rede. Wenn die Playstation Vita in den Handel kommt, wird das Gerät aber keine Flash-Inhalte unterstützen. Allerdings würde der Hersteller Sony die tragbare Konsole gerne mit der Zusatzsoftware anbieten, laut aktuellen Informationen steht Sony derzeit mit Adobe in Verhandlungen. Details zu einem möglichen Deal sind nicht bekannt.

Im Vergleich zu den diversen Vorgänger-Konsolen soll Sony auch bei der verschiedenen Eingabemethoden deutlich für Verbesserung gesorgt haben. Neben zwei genauen Analog-Sticks gibt es auch verschiedene Sensoren, die der Bewegungssteuerung dienen. Je nach Titel sind so durchaus gute Steuerungs-Alternativen im Angebot.

Ein Punkt, der die Tester jedoch stört, ist das Fehlen von internem Speicher, man ist auf Vita-Memory-Karten angewiesen, diese sollen in Größen von 2 bis 16 GByte in den Handel kommen.

Einer der größten Pluspunkte ist die Grafikleistung der Vita, die Spiele sollen teilweise den großen PS3-Brüdern in nichts nachstehen. Zwar gibt es natürlich auch "einfache" Spiele, wie man sie von Smartphones kennt, aber dies ist angesichts der technischen Ausstattung nur ein Zubrot. Die Vita ist eher eine PS3 für Unterwegs. Zum Launch gibt es Titel wie Uncharted: Golden Abyss, die eindrucksvoll das Potenzial der kleinen Konsole demonstrieren.

Neben dem gelungenen Spieleerlebnis wird auch die Videoqualität der Vita positiv hervorgehoben - wie bereits erwähnt sind die Einblickwinkel gut und es sind keine störenden Schlieren bei schnellen Bewegungen auf dem Bildschirm sichtbar. Leistung und Qualität gehen aber auf Kosten der Laufzeit - zwischen 3 und 5 Stunden kann man mit der Konsole arbeiten, dann wird eine Steckdose benötigt. Auch das rückwärtige Touchpad scheint nicht ganz so intuitiv nutzbar, wie es Sony gerne hätte. Bei Menüs oder "groben" Eingaben ist es durchaus eine Bereicherung, wenn es um filigrane Eingaben geht, sollte man aber vermutlich andere Alternativen wählen.

Fazit: Playstation Vita
Die kleine Konsole hat Potenzial und an einigen Ecken scheint schon die überlegene Qualität der Spiele durch. Ob Sony damit aber genug Kunden begeistern kann, scheint in Zeiten von High-End-Smartphones fraglich. Letztendlich hängt viel davon ab, wie gut die zusätzlichen Dienste neben Blockbuster-Titeln sind. Passt das Gesamt-Paket, könnte Sony mit der Vita eine echte Zocker-Alternative zum Smartphone-Einheitsbrei anbieten. Ein echter Pluspunkt ist die Grafikqualität und die Vielzahl der Eingabemethoden. Ein Wermutstropfen könnte die begrenzte Akkulaufzeit sein.

Die Playstation Vita erscheint am 22. Februar 2012 in Europa. Der Preis für die Variante ohne 3G-Unterstützung liegt bei rund 250 Euro, die UMTS-Version kostet rund 300 Euro. In einem aktuellen Video zeigt Sony vorab weitere Details zur Benutzeroberfläche, dem Chat und vermittelt Eindrücke zur Multiplayer-Bedienung.

Hintergrund: Sony Playstation Vita
Die Playstation Vita erscheint in Europa, Nord- und Südamerika am 22. Februar 2012. In Japan erscheint die Playstation Vita bereits einige Wochen vorher am 17. Dezember 2011. Die WLAN-Version wird rund 250 Euro und die 3G/WLAN-Variante rund 300 Euro kosten. Fast so wichtig wie die Hardware sind die Spiele. Es befinden sich Titel wie Uncharted: Golden Abyss, LittleBigPlanet und Ruin (Arbeitstitel) unter dem bisher angekündigten Portfolio. An der Technik wird sich bis zum Erscheinungsdatum nichts mehr ändern, womit es bei einem fünf Zoll großen OLED-Touch-Display mit 960 × 544 Pixeln, einem SoC mit vier CPU-Kernen und einer PowerVR-SGX543MP4+-GPU bleibt.

Hardware-Ausstattung:
- Multi-touch 5 Zoll (OLED) mit 960 × 544 Bildpunkten
- Multi-touch Pad auf der Rückseite des Geräts
- Zwei Analogsticks
- Zwei Kameras (vorne und hinten)
- Software Titel auf kleinen, speziellen Flash-Memory-Cards
- Drei Motionsensoren, Gyroscope, Beschleunigkeitssensor und elektronischer Kompass
- Wi-Fi und 3G Network Verbindungen
- PlayStation Network Zugang, inklusive "LiveArea", "Near" und "Activity". Außerdem: Trophäen-Unterstützung
- NGP wird in der Lage sein PSP Titel, minis, PSOne Classics und Videos aus dem PlayStation Store abzuspielen.

In der Galerie finden Sie zusätzlich die vermutlich besten PS3-Spiele für Sonys Konsole bis heute.

Quelle: Techradar

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