Nasa

ISS wird erstmals durch Privatunternehmen versorgt

Zur Versorgung der Internationalen Raumstation ISS arbeitet die Nasa erstmals mit privaten Unternehmen zusammen. Bereits in weniger als zwei Monaten soll die Firma SpaceX die Lieferungen übernehmen und an die ISS andocken. (Diana Römer, 11.12.2011)
 
ISS wird erstmals durch Privatunternehmen versorgt
 
ISS wird erstmals durch Privatunternehmen versorgt [Quelle: siehe Bildergalerie]

Im Februar will die Nasa erstmals eine Privatfirma zur Versorgung der Internationalen Raumstation ISS einsetzen, die mit eigenen Raumschiffen die Space Shuttle ersetzen sollen. Der US-Weltraumbehörde zufolge soll eine Kapsel der Firma Space Exploration Technologies Corp (Space X) Nachschub zur ISS bringen. SpaceX ist das erste private Unternehmen, das vor einem Jahr erfolgreich eine Raumkapsel losgeschickt und wieder zurückgeholt hat. Die stellvertretende Leiterin der Nasa, Lori Garver, gab als Datum bereits den 7. Februar bekannt. SpaceX soll nun eine unbemannte Dragon-Kapsel von Cape Canaveral aus losschicken, diesmal allerdings mit einer Lieferung an die ISS andocken.

Bei der Lieferund soll es sich nicht um lebenswichtige Versorgung handeln, sollte die erste Mission scheitern, wird SpaceX einen weiteren Versuch unternehmen. Im Gegensatz zu bisher existierenden Versorgungsschiffen soll die Dragon-Kapsel kontrolliert im Pazifik landen, statt beim zu verglühen. Nachdem das Space-Shuttle-Programm für beendet erklärt worden ist, wandte sich die Nasa zur Versorgung der ISS der Industrie zu. Hinter der Leitung von SpaceX steht PayPal-Mitbegründer Elon Musk.

In der Galerie: Legendäre Raumschiffe in Computerspielen: Ein aktualisierter Rundflug im All

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 
 
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Aktuelle Kommentare
Sirius3100
Komplett-PC-Käufer
11.12.2011 23:00
AW: [Verschoben] ISS wird erstmals durch Privatunternehmen versorgt

Das Problem dass ich mit SpaceX habe:
Die Firma ist nicht wirklich privat: Nahezu 100% des Geldes kommen von der NASA. Die hat einfach mal mehrere dutzend Flüge im Vorraus bezahlt. Das ist absolut unüblich. Die NASA ist damit einfach ein Investor in die Firma und hat vermutlich am Ende auch das Sagen wenn´s zu Streit kommen sollte.

Im Endeffekt wurden einfach nur die älteren, erfahrenen Mitarbeiter bei der NASA entlassen. Und dann wurde das Geld an SpaceX überwiesen die damit junge Leute anstellen konnten, welche erheblich weniger Geld verdienen.
Das ist imho der Hauptgrund für die Kostenersparnis bei SpaceX.

Wobei ich sagen muss dass ich mich durchaus auf die Falcon Heavy freue die von SpaceX entwickelt wird. Das geplante Cross-Feeding des Treibstoffes von den Boostern zur ersten Raketenstufe könnte sehr effektiv sein. Vermutlich ist das aber auch eine zusätzliche Fehlerquelle; mal sehen was daraus wird.


Langfristig glaube ich auch dass die Raumfahrt privatisiert werden muss. NASA, ESA etc kümmern sich dann um die Forschung im Weltall und die privaten Unternehmen um den kommerziellen Part.

Blutengel
Sysprofile-User
11.12.2011 20:28
AW: ISS wird erstmals durch Privatunternehmen versorgt

Quote: (Zitat von rabe08)
Weil die Nasa-Techniker nie in der Lage waren, einfach eine Schraube aus der Schublade nach DIN xyz zu nehmen.


Das ganze hat nen etwas anderen Hintergrund, nämlich GEWICHT! Wenn man für die Raumfahrt Teile aus der Schublade nehmen würde, dann wäre das Space Shuttle nie vom Erdboden gekommen

Oder warum werden selbst Flugzeuge aus Titan, Alu und Kohlefaser gebaut?

ruyven_macaran
Moderator
11.12.2011 20:16
AW: [Verschoben] ISS wird erstmals durch Privatunternehmen versorgt

Im Vergleich zu den Kosten ist der Nutzen trotzdem eher gering, wie immer wenn irgendwas auf biegen und brechen vorrangetrieben wird und Nutzen nur ein Nebenprodukt ist. (bestes Beispiel ist die immer wiederkehrende Behauptung vom Fortschritt durch Kriege, obwohl da nur einige wenige, schon sehr weit fortgeschrittene Ideen aufgegriffen und unter enormen Aufwand etwas früher zur Serienreife gebracht werden) Gerade die bemannte Raumfahrt ist so ein Fall, wo 90% der Energie für eine Aufgabe aufgewendet wird (Menschen woanders), die auf sehr, sehr, sehr, sehr lange Sicht gar nichts bringt. Würde man dieses Geld direkt in andere Projekte stecken, würde man wesentlich mehr Nutzen erzielen. (z.T. welche, die man lange, lange, lange bevor bemannte Raumfahr Sinn machen kann, erledigt haben muss. Z.B. steht "wie lebe ich auf einen Planeten, ohne seine Ökosphäre zu zerstören?" ganz klar vor der Frage "wie erzeuge ich eine Ökosphäre auf dem Mars?")

Die Computertechnik ist übrigens ein denkbar schlechtes Beispiel, um nicht zu sagen Fettnäpfchen. Denn die hat eben gerade von der nicht-bemannenten Raumfahrt profitiert: Während die Russen in den 50er Jahren vor allem die Größe der Raketen steigerten (weil sie das Know-How rekonstrieren mussten, weil die Nazis alle in den USA waren) und so relativ mühelos von Interkontinentalraketen zu großen Satelliten zur bemannten Kapseln springen konnten, standen die USA vor dem Problem, mit einer kleinen Redstone den Sputnik-Schock zu kontern - und auf einmal stand kleine und leichte Elektronik ganz hoch im kurs...

 
 
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