Ein Terabyte kleiner als eine Fingerkuppe - Der 20-nm-Prozess macht es möglich. [Quelle: siehe Bildergalerie]
IM Flash Technologies, kurz IMFT, ist ein Joint Venture der Chiphersteller Intel und Micron. Die Kooperation zahlt sich anscheinend aus, denn wie Intel meldet, sei es dem Gemeinschaftsunternehmen erstmals gelungen, einen MLC-NAND-Flash-Chip im 20-nm-Format mit einer Kapazität von 128 GBit herzustellen. Ein Paket aus acht dieser Chips soll in den Dimensionen einer Fingerkuppe ein Terabyte an Daten fassen können. Damit konnte das Gemeinschaftsunternehmen die Kapazität der bisherigen Spitzenmodelle in der Größe von 64 GBit verdoppeln. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Hersteller auf eine neuartige Zellenstruktur gesetzt, die deutlich planer ausfällt. Außerdem fanden erstmals Hi-K-/Metall-Gatter-Stacks in der NAND-Produktion Anwendung.
Zum Einsatz kommen sollen die neuen Chips in Solid-State-Drives und mobilen Endgeräten wie Tablets. Bis es soweit ist, werden aber noch ein paar Monate vergehen – schließlich hat gerade erst die Massenproduktion der 64-GBit-Chips in der Strukturgröße begonnen. Erste Muster der 128 GBit großen Chips sollen im Januar zur Verfügung stehen. Die Massenproduktion soll irgendwann im ersten Halbjahr kommenden Jahres starten. Die Spezifikationen der Chips klingen vielversprechend. Laut Hersteller erreichen die Chips die ONFI 3.0 Spezifikation und sollen 333 Megatransfers in der Sekunde erreichen.
Quelle: Intel
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BIOS-Overclocker
08.12.2011 13:27
@chip:
Nett, dass sie so klein fertigen können. Aber haben sie auch gesagt, wie oft man das Ding dann beschreiben darf? Wenn sich die Verschlechterungen der letzten Stufen fortsetzt, kann man das ganze ja bald als RW vermarkten...
Die Verschlechterung wird sich weiter fortsetzen. Ich glaube es waren 5k schreibzyklen pro Zelle bei 34nm, bei 25nm sinds 2k oder warens 8 und dann 8k ich weiß nicht mehr...
Die Frage ist ob eine Volumenverdopplung nicht eh den Effekt ausgleicht, schließlich löscht man ja nicht immer das ganze Ding...
PCGH-Community-Veteran
07.12.2011 14:52
@chip:
Nett, dass sie so klein fertigen können. Aber haben sie auch gesagt, wie oft man das Ding dann beschreiben darf? Wenn sich die Verschlechterungen der letzten Stufen fortsetzt, kann man das ganze ja bald als RW vermarkten...
War auch mein erster Gedanke. Ich meine SSDs sind mit ihren 3000 (oder bei wie vielen sind wir gelandet) Schreibzyklen für Systemplatten usw. massig geeignet aber als richtige "Arbeitsplatte" wenn sie denn mal günstiger werden wo ich täglich (hobby und berufsbedingt) viele hundert GB an Daten schaufle wärs nicht grade von Vorteil wenn die Schreibzyklen noch weiter sinken.
Wenn ich jetzt ne 240GB Platte mit 3000 Schreibzyklen kaufen würde und jeden Tag 500-1000GB schreibe ist die Platte wenn ich Pech habe nach 2-3 Jahren tot.
Wie gesagt als Systemplatte wunderbar die hält ewig - da brauche ich aber keine 512GB...
Orakel von Delphi
07.12.2011 14:52
Jetzt sollte es passen