DRAM-Hersteller sagen Preisverfall den Kampf an [Quelle: siehe Bildergalerie]
Im Zuge des rapiden Preisverfalls von DRAM in den vergangenen Tagen und Wochen, werden die großen Hersteller nun regulierend eingreifen. Bei Elpida, Hynix, Nanya und Co werden die Produktionslinien abgestellt und die Fertigung gekürzt. Durch diese Verknappung des Angebots sollen sich die Preise stabilisieren.
Elpida plant demnach die Produktion eines Werkes um 25 Prozent zu kürzen, Nanya um 20 Prozent in allen Werken. Auch bei den Wafer-Produzenten wird der Rotstift angesetzt: PSC liefert anstatt 80.000 Wafer an die DRAM-Hersteller nur noch 20.000 bis 30.000 Wafer pro Monat. Bei ProMOS entfallen nur noch zehn Prozent der Produktion von 50.000 Wafern auf DRAM-Wafer.
Der Schritt der Hersteller war absehbar, verfiel der Preis im vergangenen Jahr doch zusehends, sodass keine operativen Gewinne mehr eingefahren werden konnten. Der ohnehin schon zu Beginn des Jahres niedrige Preis für DRAM erreichte Ende des Jahres ein Rekordtief. Ursächlich sind unter anderem auch die Festplattenkrise, die sich auf die Verkaufszahlen von Komplettsystemen und damit auch auf den Speicherabsatz auswirken. Für die Wafer-Hersteller kommt hinzu, dass die neuen Fertigungstechniken in 30 und 20 nm mehr Chips pro Wafer erlauben, weshalb ohnehin schon von geringerer Nachfrage ausgegangen wurde.
Das Einschreiten der Hersteller wird sich im ersten Quartal 2012 bemerkbar machen. Noch sind die Lager mit Arbeitsspeicher gefüllt, sodass sich die Verknappung erst in einigen Wochen zeigen wird.
Quelle: DRAM Exchange,
Digitmes
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Freizeitschrauber
30.11.2011 10:32
Ich auch gestern abend, nach lesen der Meldung.Ist zwar noch ein paar Monate hin, bis zum Systemaufbau Sandy/Ivy, trotzdem ist gestern abend bei MF die Bestellung über 16 GB eingetrudelt...Warum 16 GB..? Blender! Bei bestimmten Renderingoptionen ist lt. Internetforum von einer Auslastung bis zu 14 GB die Rede gewesen...Und nun, wo dieser noch so günstig ist, hab ich halt zugeschlagen...
Software-Overclocker
30.11.2011 08:56
Da kann man nur die berühmt berüchtigte Tankstellen-Diskussion nennen.
Auch sind öffentliche Meinungsäußerungen nicht verboten.
Als Beispiel für schlichte Dummheit ziehe man die Kaffee-Tchibo-Affäre heran. Dort haben sich wirklich führende Personen zusammengesetzt und die Preise abgesprochen. Und auch da ist es nur bekannt geworden weil ein Mitarbeiter gesungen hat.
Jedes Jahr?
Ich schau mir das seit einiger Zeit an.
Die Preisveränderungen kamen mit neuer Technologie. DDR zu DDR2, DDR billiger, DDR2 teuer. Nach einiger Zeit drehte sich das Verhältnis aufgrund der produzierten Mengen um. Bei DDR2 zu 3 war das gleich zu beobachten. Allerdings ging davon kein Hersteller Pleite.
Freizeitschrauber
29.11.2011 22:50
Ich bin kein Kartellrechtsanwalt. Du sagtest, sie müssten sich direkt absprechen, der Wortlaut des GWB widerspricht aber deiner Aussage:
§1 GWB: Vereinbarungen zwischen Unternehmen, Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken, sind verboten. (§2 GWB beachten, denn da stehen die Ausnahmen von dieser Regel)
Ich sehe übrigens bei Onlineshops keine aufeinander abgestimmten Verhaltensweisen zur Verfälschung des Wettbewerbs. Die passen ihre Preise nur dem Markt an (das ist Adam Smith in Reinform). Die Speicherhersteller haben was ganz anderes vor: Sie wollen den Markt selbst regulieren.
Ich sag dir was: Das haben wir fast jedes Jahr!