Festplattenknappheit: Laut Seagate ist frühestens im Sommer mit Entspannung zu rechnen. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Seagates Vizepräsident Stephen J. Luczo ist besorgt, dass viele das Ausmaß der Probleme nicht erkennen, mit denen sich Festplattenproduzenten seit der Flut in Thailand konfrontiert sehen. Ein Engpass an Festplatten würde sich nächstes Jahr bemerkbar machen und es sei nicht möglich, das Problem vor dem Sommer aus der Welt zu schaffen. Dabei hat es Seagate selbst gar nicht so schwer wie andere Unternehmen getroffen. Das ist etwas, das man von Western Digital nicht behaupten kann. Doch wie bei allen anderen Hersteller steht und fällt die Produktion bei Seagate mit den Zulieferern. Davon gibt es hunderte und viele davon haben derzeit herbe Schwierigkeiten, die Seagates Vizepräsident zu einer düsteren Zukunftsprognose veranlassen. "Es wird deutlich länger dauern, als die Leute annehmen. Mindestens bis Ende 2012", sagt er. Und dann stünde man einer gestiegenen Nachfrage gegenüber.
Für das vierte Quartal dieses Jahres gehen die Hersteller davon aus, dass rund 50 Millionen Festplatten fehlen werden. Vorgesehen war ursprünglich, 180 Millionen Einheiten zu produzieren. Das geht im Wesentlichen auf die beiden Festplattenhersteller Western Digital und Toshiba zurück, die noch immer größere Fabriken nicht wieder hochfahren konnten. Wie Stephen J. Luczo weiter ausführt, unternehmen die Systemfertiger allmählich verzweifelte Versuche, um ihre Lager wieder mit Festlatten aufzufüllen.
Wie sich die Komponentenhersteller, von denen etwa 200 der Bauteile der für den Bau einer Festplatte benötigen Teile stammen, entwickelt, steht derzeit in den Sternen. Nicht zuletzt, weil die Ausrüstung zahlreicher Unternehmen nach wie vor unter Wasser steht. Einem Bericht von Bloomberg.com zufolge hätten es einige Unternehmen zustande gebracht, ihr Material aus dem Rajana Industrial Park zu bergen. Dennoch sei immer noch eine Menge Material unter Wasser. Wie viel davon überhaupt repariert werden kann, dazu lassen sich aktuell keine Aussagen machen.
Die Zukunft sieht für die Unternehmen alles andere als rosig aus. Vor allem scheint es um die Lage schlechter bestellt, als viele glauben möchten. Die Hardwarepreise sind inzwischen um 300 Prozent gestiegen. Und obwohl mancher Händler weniger nachgefragte Platten noch etwas günstiger verkauft, werden große Festplatten wohl noch für längere Zeit ein Luxusgut bleiben.
Quelle: nordichardware
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PCGH-Community-Veteran
22.11.2011 22:25
SSD's werdem ja immer schneller. Wenn aber ein Hersteller eine SSD mit vielleicht 1 oder 2 TB rausbringen würde, die von der Geschwindigkeit her mit normalen HDD's vergleichbar wäre, wäre diese dann genauso teuer wie aktuelle SSD's in dieser größe?
Wenns wirklich eine SSD ist wird sich am Preis wenig ändern da die Teile darin die gleichen bleiben - du brauchst weiterhin Speicherchips und einen Controller - auch wenn du von beidem das billigste nimmst biste nicht wirklich günstig (es gibt ja "billige" und "langsame" SSDs, günstiger wirds da nicht).
Was geht wäre, die Technik von herkömmlichen Flash-Speichern wie in USB Sticks zu nutzen, damit könnte es etwas günstiger werden und vielleicht sogar in den Bereich aktueller HDD-Preise kommen - aber die Performance wäre dermaßen im Keller dass ne HDD wahrscheinlich weit schneller ist
Software-Overclocker
22.11.2011 18:04
Das ist dann wieder ne andere Geschichte. Naja, mal schauen was sich nun im Markt tun wird.
Ich persönlich möchte z.B. nur eine SSD aufgrund den spürbaren Performanceschub haben.
Komplett-PC-Aufrüster
22.11.2011 18:01
Überempfindlich bin ich glaubich schon...leider
Meine 2TB Greenplatte ist mit abstand das lauteste im PC.
Mir ging eher darum, ob bei vergleichbaren Gewschwindigkeiten der Preis soweit fallen würde, damit diese mit den aktuellen HDD Preisen mithalten können.
Wenn ja wäre ich sofort dabei