ARM auf dem Vormarsch - Die PCGH-Redaktionskolumne
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Zum Abschluss dieser Woche spricht Christian Gögelein darüber, dass die ARM-Architektur und deren Lizenznehmer eine starke Konkurrenz für AMD und Intel darstellt.
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne berichtet ein Redakteur über ein Thema, das ihn in der vergangenen Woche bewegt hat: Zum Abschluss dieser Woche spricht Christian Gögelein darüber, dass die ARM-Architektur und deren Lizenznehmer eine starke Konkurrenz für AMD und Intel darstellt.
"Eine neue Macht erhebt sich. Und ihr Sieg ist nahe."
Ganz so weit wie in diesem Zitat aus Herr der Ringe ist es noch nicht - dennoch müssen sich die x86-Hersteller erstmals nach zwei Jahrzehnten wieder auf Konkurrenz einstellen. Die sich erhebende Macht ist auch nicht böse, im Gegenteil. Sie hat uns Handys mit nie dagewesener Funktionsvielfalt und ein nicht für möglich gehaltenes Comeback der Tablet-PCs gebracht. Die Rede ist von ARM, genauer gesagt: der ARM-Architektur und deren Lizenznehmern. Um Sie mit ein paar Zahlen zu beeindrucken: ARM-Prozessoren kommen bei Handys bereits auf einen Marktanteil von 95 Prozent, bei Tablets auf 87 Prozent.
Betrachtet man Peripherie-Geräte wie Drucker oder Router, erreicht ARM fast 100 Prozent. Mehr als sechs Milliarden ARM-Prozessoren wurden 2010 ausgeliefert, AMD und Intel kommen zusammen auf gerade mal 0,35 Milliarden. Besonders schmerzlich dürfte für x86-Hersteller sein, dass ARM auch bei Netbooks auf dem Vormarsch ist - immer mehr Geräte werden mit den preiswerten Prozessoren ausgestattet, der Marktanteil könnte schon 2012 bei mehr als 50 Prozent liegen. Was Anwender davon haben? Vorerst "nur" längere Akkulaufzeiten. Mittel- und langfristig aber vielleicht eine echte und vor allem preiswerte Alternative zu den etablierten Rechnerarchitekturen. Beschleunigt durch "Cloud Computing", könnte der 100-Dollar-Laptop bald Realität sein.
Redaktions-Kolumne
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben und zwar jeden Sonntag um 13:15 Uhr.
OLPC XO-1
OLPC XO-1
In neuen Märkten wie Smartphone und Tablets ist das kein Problem, denn da hat halt niemand altes Material, das er weiterverwenden möchte. Aber am PC sieht das anders aus. Wenn dann würde ich Konsolen als die nächste Stufe für ARM ansehen.
Ich als Admin jedenfalls gebe da nur ungern Daten (Private oder Firmen bezogen) in fremde Hände! Aber vielleicht bin auch ein wenig paranoid.
Dann stell deinen eigenen Server auf. Schon jetzt setzten sehr viele große Firmen auf zentrale Hosts und Thin-Clients - wobei letztere zum Teil auch ARM-basiert sind.
Nö, paranoid ist das glaube ich nicht...Ich vertrauen meine privaten Daten auch nicht gerne einer Wolke an...
Könnte ja auch ein interessantes Konzept für Sicherheitsbehörden darstellen...Im Zeitalter von Truecrypt und hoher Datendichte auf den Festplatten, Bundestrojaner, Vorratsdatenspeicherung etc....., Daten auf externe Server auslagern (z.B. bei amazon)....ein komisches Gefühl bleibt einfach...Und das hat, finde ich, vielmehr mit auch einer gewissen Sorgsamkeit mit (anvertrauten/sensiblen) Daten zu tun..
BTT: Mal gucken, wie sich ARM so auf dem Nicht-Tablet/Netbook/ Smartphonemarkt macht..
ARM ist ja (wie ich erst vor einigen Monaten entdeckt habe), ein alter Bekannter aus meinen Anfängen (80er) mit RISC..