Rambus vor dem Abgrund: Milliarden-Prozess und Wert verloren [Quelle: siehe Bildergalerie]
Es ist ein harter Rückschlag für den Speicherentwickler Rambus: Das Unternehmen verlor den jahrelangen Rechtsstreit gegen Hynix und Micron und damit auch 4 Milliarden US-Dollar, die gefordert wurden. Die Anleger flüchten aus der Aktie, was sie um 60 Prozent einbrechen lässt.
Rambus ist nach dem Aus des RD-RAMs bei Intel vor allem durch gerichtliche Verwertung von Patenten aufgetreten. In der Klage gegen Hynix und Micron ging es jedoch um Preisabsprachen, die verhindert hätten, dass Rambus sich am PC-Markt etablieren kann. Gefordert wurden 4,38 Milliarden US-Dollar Schadenersatz. Sieben Jahre zog sich das Verfahren hin, drei Monate dauerte der Prozess, acht Wochen wurde beraten. Die Geschworenen des obersten kalifonischen Gerichtes kamen jedoch zum Schluss, dass die Vorwürfe nicht gerechtfertigt sind, so Reuters.
Daraufhin flüchten die Anleger aus der Aktie, die statt rund 18 US-Dollar nur noch rund 4 US-Dollar wert ist. Aktuell stabilisiert sich das Papier bei 8 US-Dollar. Rambus wird sich nicht geschlagen geben: Chef Harold Hughes ließ bereits wissen, dass man eine Berufung prüfe. Neben den hohen Preisen, die Rambus 1999 für Speicher aufrief, versagte auch der Chipsatz Intel 820, was zum Scheitern führte. Bei Rambus ist man sich aber sicher, dass die "Joint Rambus Attack" von Hynix und Micron maßgeblich zum Misserfolg beigetragen hat. Nach dem Scheitern von Rambus sollen Hynix und Micron die Speicherpreise wieder um 50 Prozent angehoben haben.
Mit Hynix und Micron läuft zudem ein weiteres Verfahren um Patentverletzungen. Hier hatte sich Rambus in der Vergangenheit häufig mit den Konkurrenten auf Lizenzzahlungen geeinigt, doch die Klage gegen HP und Nvidia war nicht erfolgreich. Die Patente wurden für ungültig erklärt.
Quellen:
Reuters,
Rambus,
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RAM-Produktseite von PC Games Hardware Online. Ein aktuelle RAM-Kaufberatung finden Sie im Artikel
DDR2- und DDR3-RAM: Test-Übersicht und aktuelle Kauf-Tipps.
Volt-Modder
19.11.2011 20:07
Na ja, was ist schon eine "Kleinserie"? Eine Kleinserie im Vergleich zu DDR3 vielleicht aber wir reden immernoch von mehreren zehn Millionen Speicherchips
Was es wirklich bringt wird man auch nie sagen können, da die GPUs sicher nicht alternativ mit normalem GDDR 5 arbeiten können
BIOS-Overclocker
19.11.2011 16:37
Wenn XDR2 AMD klar an die Leistungsspitze bringen kann wo man für eine High-End Karte 400-500€ verlangen kann zahlt es sich auch aus dafür 50€ pro Karte mehr Produktionskosten einzukalkulieren, wenn man bei der Leistung nur auf Platz Zwei landet sind es üblicherweise schon 100€ weniger, die man verlangen kann
Es ist ja auch nicht so, dass der XDR2 nur in einer "Kleinserie" produziert werden würde; im Vergleich zur GPU Chipfläche etwa ist die Speicherchipfläche pro Karte erheblich größer (also würde der XDR2 in entsprechend hohen Stückzahlen hergestellt werden) und wenn der Vorteil von XDR2 sich als groß genug herausstellt wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in zukünftigen nVidia Modellen und in AMDs Mittelklasse und Mobilklasse zum Einsatz kommen
Wenn der XDR2 nur gut genug ist... und die neuen GPUs gut genug sind um davon auch wirklich zu profitieren dann zahlt er sich auch aus
Es wäre eine Kleinserie, wenn sie nur auf den CGN Karten zum einsatz kämen, die haben einen Marktanteil von wenigen Prozent (Performance, Mainstream machen ja so ca 5% der gesamten ausgelieferten Karten aus, dividiert man den Markt durch 2 (weils ja 2 Produzenten gibt) wären das 2-3%
Und mal sehen, ob es wirklich so viel bringen würde, ich glaub' nicht an mehr als 10%
Volt-Modder
18.11.2011 23:14
Wenn der Leistungsvorteil nur groß genug ist kann man auch erhebliche Mehrkosten kompensieren.
Wenn XDR2 AMD klar an die Leistungsspitze bringen kann wo man für eine High-End Karte 400-500€ verlangen kann zahlt es sich auch aus dafür 50€ pro Karte mehr Produktionskosten einzukalkulieren, wenn man bei der Leistung nur auf Platz Zwei landet sind es üblicherweise schon 100€ weniger, die man verlangen kann
Es ist ja auch nicht so, dass der XDR2 nur in einer "Kleinserie" produziert werden würde; im Vergleich zur GPU Chipfläche etwa ist die Speicherchipfläche pro Karte erheblich größer (also würde der XDR2 in entsprechend hohen Stückzahlen hergestellt werden) und wenn der Vorteil von XDR2 sich als groß genug herausstellt wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in zukünftigen nVidia Modellen und in AMDs Mittelklasse und Mobilklasse zum Einsatz kommen
Wenn der XDR2 nur gut genug ist... und die neuen GPUs gut genug sind um davon auch wirklich zu profitieren dann zahlt er sich auch aus