Alle Details zum vierten Addon von World of Warcraft "Mists of Pandaria" (26) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Blizzard will es noch einmal wissen. Mit dem neuen Addon
Mists of Pandaria nimmt sich der Spieleriese der Kritik des aktuellen Addons Cataclysm an und stellte nahezu jeden Spielinhalt in Frage. Das Ergebnis ist so erfrischend anders, dass es tatsächlich das Potenzial aufbringen könnte, um verschreckte MMO-Fans zurückzugewinnen.
Nach zwei sehr düsteren Spielerweiterungen wirkte Cataclysm als weiteres von Zerstörung geprägte Addon ideenlos und langweilig. Das vierte Addon macht mit dieser Serie Schluss und sieht auf den ersten Blick bemerkenswert anders aus. Den Anfang macht der völlig neue Kontinent Pandaria: Keine Welt, die von Tod und Zerstörung geplagt wird, keine bösartigen Untoten oder Dämonen. Nein, ähnlich dem Preview-Video wird im Setting ein kompletter Schnitt gemacht und Blizzard führt die Fans in eine ruhige und fast verträumte Welt. Das asiatische Setting ist aber wieder einmal Blizzard-typisch eindrucksvoll inszeniert. Weite Landschaften und kleine Zen-Gärten prägen das Bild. Die neue Rasse ist kein blutdürsternder Worg oder betrügerischer Goblin: Wieder treffen wir auf das völlige Gegenteil. Die Pandas sind ein friedliches, diszipliniertes und meditatives Volk, das die Weiten von Pandaria bewohnt und eine dezente Vorliebe für Speis und Trank hat. Die meisten von ihnen sind Mönche, die auch gleichzeitig die neue Klasse des Addons bilden. Auch hier keine von den Toten auferstandenen Todesritter oder Ähnliches. Die neuen Instanzen führen Sie nicht in schwarze Tempel oder freurige Lande, sondern unter anderem in die Panda-Brauerei, um dort den bekannten Brauer Chen Stormstout zu unterstützen. Um dennoch für ausreichend Konfliktpotenzial und damit Spiel-Content zu sorgen, will Blizzard den Krieg zwischen Allianz und Horde neu aufleben lassen und auf das Niveau von Warcraft 2 zurückbringen. Zudem bietet der Kontinent Pandaria diverse Geheimnisse aus seiner 10.000 Jahre alten Geschichte. Ersten Gerüchten zufolge wird dafür im Rahmen des Pre-Addon-Events die Hafenstadt Theramore von der Horde angegriffen und zerstört werden.
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Neben einem gewagten Setting wirft Blizzard aber auch alle liebgewonnenen Gameplay-Inhalte über den Haufen. Das Talentsystem wird auf die sogenannte Version 2.0 umgestellt, wodurch die alten Talentbäume komplett abgeschafft werden. Für die Instanzen werden Challenges eingeführt und Einzelspieler können sich in Zukunft den völlig neuen PVE-Szenarien stellen. Die alten Klassen werden abermals überarbeitet und von sinnlosem Ballast befreit. Um für weitere Einzelspieler-Inhalte zu sorgen, führt Blizzard das Mini-Pet-Kampfsystem ein und erhöht das Levelcap auf Level 90. Insgesamt soll es für Spieler mit Levelcap wesentlich mehr zu entdecken geben als im letzen Addon. Für einen ersten Eindruck empfehlen wir Ihnen den Preview-Trailer zum Addon Mists of Pandaria. Im Anschluss geben wir Ihnen alle bisher bekannten Details zu den Inhalten der vierten
WoW-Erweiterung World of Warcraft Mists of Pandaria bekannt. Bitte bedenken Sie jedoch, dass alle Informationen Pre-Alpha-Phase sind und sich bis zum endgültigen Release noch mehrfach ändern können. Viele Inhalte sind bisher sogar nur als Artwork bekannt. Ein Release ist für Ende 2012 denkbar.
Der neue Kontinent PandariaDer neue Kontinent Pandaria liegt auf dem Rücken einer riesigen schwimmenden Schildkröte, die das eigentliche Pandaria vor 10.000 Jahren verlassen hat. Die heute auf Ihr lebenden Pandas haben die Insel erst später besiedelt. Es gibt also auch Mysterien um die Bewohner des alten und ursprünglichen Pandarias. Das Setting ist passend zum Kung-Fu-Image der Bären sehr asiatisch und abwechslungsreich. Auf ersten Bildern sehen wir große blühende Täler, weite Steppenlandschaften und meditative Zen-Gärten. Neben dem Startgebiet der Pandas sind dort auch die neuen Questgebiete ab Level 85 zu finden. Es gibt fünf große Questgebiete, in denen bis zum Levelcap Flugverbot herrscht. Blizzard möchte dadurch den Levelprozess intensiver gestalten und jedem die Möglichkeit geben, das neue Gebiet ausführlich zu erkunden.
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Die Rasse PandabärDie Pandas starten wie alle anderen Rassen mit Level 1, in einem eigenen Gebiet von Pandaria. Mit Level 10 müssen sich die noch jungen und unerfahrenen Bären dann für eine Fraktion entscheiden. Pandas können also auf der Seite der Allianz und der Horde kämpfen. Neben dem Mönch stehen den Pandas noch die Klassen Hunter, Magier, Priester, Schurke, Schamane und Krieger zur Auswahl. Bisher scheint die Optik der Pandas geschlechtsneutral zu sein. Bis auf einige scherzhafte Präsentations-Slides, auf denen Pandas mit bunten Schleifen zu sehen waren, gibt es wohl keine Ideen oder Ambitionen in Richtung weiblicher Pandabären.
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Die neue Klasse MönchAußer Worg und Goblin können alle Rassen in WoW zum Mönch werden. Die Klasse ist also nicht exklusiv für die Pandas. Es ist allerdings keine Heldenklasse. Im Gegensatz zum Todesritter müssen Mönche also von Level 1 an gelevelt werden. In Gruppen können Mönche drei Rollen annehmen:
-Der Brewmaster als klassischer Tank
-Der Windwalker als Meele-DPS
-Der Mistweaver als Heiler
Die Besonderheit des Möchns ist, dass er die erste und vorerst einzige Klasse ohne "Autoschlag" ist. Der Spielstil wird deshalb von schnellen und aktionsgebundenen Fähigkeiten bestimmt, die teilweise über Kombos aufeinander aufbauen. Der Mönch-Heiler soll einen völlig neuen Heiler-Typen darstellen: Er soll als erster Heiler in Nahkampfreichweite stehen und seine Heals über passende Nahkampfaktionen setzen. Es klingt insgesamt nach einer konsequenten Weiterentwicklung des "Smite"-Priesters. Als Rüstungsklasse kommt beim Mönch Stoff/Leder zum Einsatz. Als Waffe dominiert der Faustkampf, die angelegten Waffen wie Stäbe oder Faustwaffen kommen nur als "Finisher" zum Einsatz. Die neue Energiequelle der Klasse lautet "Chi". Chi füllt sich langsam während des Kampfes und wird benötigt, um "Jab"- and "Roll"-Fähigkeiten zu nutzen. Diese erfüllen den Charakter mit "Light"- und "Dark"-Force, die für "Finisher" benötigt werden. Verschiedene "Finisher" benötigen "Light"- oder "Dark"-Force.
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Neue InstanzenEs wird insgesamt neun neue 5-Spieler-Instanzen geben. Sechs davon liegen in Pandaria. Bei dreien handelt es sich um Remakes von Dungeons aus Vanilla-WoW. Scholomance und zwei Flügel des "Scharlachroten Klosters" werden WoW-Veteranen bekannt vorkommen. Schon in Cataclysm waren Instanz-Remakes angeblich sehr beliebt, weshalb man bei Blizzard entschied, weitere Remakes im neuen Addon anzugehen. Für Raider wird es drei neue Raidinstanzen ab Beginn des Addons geben. Diese stehen neben den bekannten Schwierigkeitsgraden Normal und Heroic auch im neuen Schwierigkeitsgrad "Raidfinder" zum Spielen bereit, der mit Patch 4.3 für aktuelle Raidinstanzen eingeführt wird. Allein die erste Raidinstanz wird sechs Bosse beherbergen und dreht sich um die Geheimnisse der Insel und die ehemaligen Bewohnern der Mogu. Neben neuen Raidinstanzen hat Blizzard die Rückkehr der "Open-World-Bosse" angekündigt. Es gibt bisher aber keine Details zu Namen oder benötigter Raidgröße.
PvPler dürfen sich über eine neue Arena und drei neue Schlachtfelder mit neuen Modi freuen:
- Stranglethorn Diamond Mines mit dem Spielmodus "Payload": Minenwagen durch eine Mine eskortieren, um Punkte zu bekommen
- Valley of Power im Spielmodus "Murderball": Ein Spieler hält eine Kugel und bekommt während dessen periodischen Schaden. Er bekommt auch erhöhten Schaden von Gegenspielern. Das Team bekommt Punkte, solange er den Ball behaupten kann. Die Höhe der Punkte ist von seiner Position abhängig.
- Azshara Crater im Spielmodus "DOTA": Keine weiteren Details
Die neue Arena liegt in Uldum und sieht vom Layout der Nagrand-Arena ähnlich.
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PvE-Szenarien & ChallengesDie PvE-Szenarios sind etwas völlig Neues in MMORPGs und sollen für mehr Spiel-Content sorgen, den man allein oder in kleineren Gruppen bewältigen kann. Es handelt sich um instanzierte Gebiete auf allen Kontinenten, in denen Spieler diverse Questreihen erledigen sollen. Ein Beispiel wäre das Szenario "Defense of Goldshire": Besiegen Sie erst 25 Kobolde, retten Sie dann 3 Kinder und hauen Sie am Ende den Boss um. In kleinen Gruppen müssen Sie kein klassisches Tank-, Heal- und DPS-Setup mitbringen. Es geht wohl mehr darum, dass Quest-Gameplay aus der Levelphase über Level 90 hinaus zu erhalten. Ähnliche Szenarios plant Blizzard auch für sogenannte PVE-Battlegrounds.
Als zusätzliche Herausforderung für eingespielte Kleingruppen von fünf Leuten führt Blizzard den Challenge-Mode ein. Die bekannten 5-Spieler-Instanzen können dann auf Zeit bewältigt und mit einer Wertung von Bronze,Silber und Gold abgeschlossen werden. Um für faire Verhältnisse zu sorgen, ist der "Gearscore" im Challenge-Modus auf einem festen Wert normalisiert. Auch Vorteile durch später eingeführte Items beeinflussen nicht die Challenge-Zeiten. Es wird auch ein Tool zu Gruppensuchen für den neuen Dungeon-Mode geben. Als Belohnung plant Blizzard Gegenstände ohne Stats und natürlich Valor-Points. Die Gegenstände sollen dafür besonders gut aussehen, um erfolgreiche Spieler optisch von der Masse abzuheben.
Das Mini-Pet-Kampfsystem
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Das Mini-Pet-System ist völlig neu und je mehr Details bekannt werden, umso mehr ist der Vergleich mit Pokemon gerechtfertigt: Die alten Mini-Pets, die bisher nur optische Zwecke erfüllten, werden in Zukunft gelevelt. Dieses Leveln geschieht über PvE- oder PvP-Kämpfe, die mit den Haustieren ausgetragen werden. Während eines Kampfes besitzt ein Spieler ein Set aus drei Tieren, die er in der Schlacht einsetzen kann. Die Tiere unterscheiden sich in Stärken und Schwächen durch ihre Klasseneinteilungen wie "mechanisch" oder "Wildtier". Neue Pets und Fähigkeiten können durch Kämpfe mit örtlichen Stadtmeistern errungen werden. Weitere Pets können ab dem Addon auch saisonbedingt oder abgängig von der Uhrzeit in der freien Natur gefangen werden. Die Pets können dann von allen Charakteren auf dem Account genutzt werden. Es ist also nicht nötig, dass Sie für jeden Charakter ein eigenes Mini-Pet-Team trainieren. Pets können auch im Auktionshaus verkauft werden. Seltene oder gut trainierte Pets könnten also enorme Werte markieren. Wem das noch nicht Pokemon genug ist, der kann dann noch sein Journal pflegen und Einträge für alle verfügbaren Pets sammeln. Insgesamt handelt es sich um ein neues Mini-Spiel, das den Einzelspieler-Content fördern soll. Kein Spieler muss es machen, um an möglichst gutes Equipment zu kommen. Es sind keine Raid-Bosse oder ähnliches für das Pet-System geplant. Vielleicht übernimmt ja Ihre Tochter das Pet-Training auf Ihrem Account. Blizzard stellte in einem Nebeninterview erste Planungen in Aussicht, die Mini-Pet-Kämpfe auch als mögliches Smartphone-Spiel zu etablieren.
Mists of Pandaria Talentbaum [Quelle: siehe Bildergalerie]
Klassen und TalenteLeider ist es etwas zu aufwendig, jede Änderung an einzelnen Klassen im Detail zu erklären. Hinzu kommt, dass sich die meisten Fakten bis zu Release noch mehrfach ändern werden. Deshalb halten wir uns an die groben Rahmenbedingungen. Eine große Änderung betrifft das Equiptment: Der nutzlose Kram einiger Klassen wird entfernt. Das heißt: Jäger tragen keine Nahkampfwaffe mehr, Krieger und Schurken keinen Bogen und der Relikt- bzw. Zauberstab-Slot verschwindet auch komplett. Damit sich am Balancing nichts ändert, ist auch die Minimum-Reichweite für Jäger endgültig Geschichte.
Das Talentsystem selbst wird auf Version 2.0 gepatcht. Es sieht nun dem von Diablo 3 recht ähnlich. Als erstes wurden die Talente von "Junk" befreit. Das heißt, alle Talente wie "5 Prozent mehr Schaden" oder "3 Prozent mehr Crit" sind verschwunden. Bei Talenten handelt es sich nun ausschließlich um zusätzliche Fähigkeiten. Statt der alten "Talentbäume" gibt es nun ein Reihensystem ohne Vorbedingung. Das bedeutet, dass ca. alle 15 Level eine neue Talentreihe mit drei Fähigkeiten freigeschaltet wird. Sie dürfen jedes Mal eine dieser Fähigkeiten wählen. Allerdings dürfen Sie keine Reihe auslassen, um später oder auch vorher zwei Fähigkeiten zu lernen. Blizzard erhofft sich dadurch sehr verschiedene Kombinationen der Talente und will Dinge wie "Die optimale Skillung" möglichst vermeiden und mehr Anreiz zum austesten verschiedener Kombinationen geben. Zudem sollen Talente mehr wie Glyphen funktionieren, die man schnell von Boss zu Boss wechseln kann. Einige Fähigkeiten, die Ihnen vom Namen bekannt vorkommen, sollen bis zum Release noch komplett umgebaut werden. Ein gutes Bespiel sind die Schamanen: Deren Buff-Totems verschwinden komplett. Totems sollen eine aktivere Rolle in den direkten Fähigkeiten des Schamanen spielen, indem sie aktiv Zauber wirken oder als Bedingung zum ausführen bestimmter Fähigkeiten gelten.
Erstes Fazit: World of Warcraft Mists of PandariaBlizzard nimmt Anlauf für zwei weitere Jahre World of Warcraft. Unter dem Motto "Change ist scary" wurden Talente und liebgewonne Gameplay-Funktionen komplett über den Haufen geworden. Zusammen mit dem neuen Setting und sehr viel neuem Content ab Level 90 könnte Blizzard vielleicht nochmal die Kurve kriegen und trotz veralteter Engine, ein modernes MMO verkaufen.
Komplett-PC-Käufer
26.10.2011 15:44
Zitat: "Die Besonderheit des Mönchs (Schreibfehler verbessert
Swtor lässt grüßen. Bestimmt nur Zufall
Monk Klasse klingt interessant...werde aber keine Erweiterung mehr spielen. Die ganze Vanilla Community meines Servers ist so gut wie ausgerottet. RIP RAGNAROS (EU)
Sincerely, your friendly neighbourhood, Grendizer
Komplett-PC-Käufer
26.10.2011 14:34
also ich bin gespannt drauf, vor allem auf die Änderungen bzgl Spielweise und Talentbäume. Ich bin auch sehr gespannt auf den Monk und werde definitiv einen spielen. Aber werde ich einen Pandaren spielen? I dont think so... Und diese Tamagotschi-Kinder-K4cke muss ich definitiv nicht haben. Aber ich bin ja nur ein Typ von Spielern in diesem Pixelhaufen... Ich vermute auch, dass der Umsatz in Asian noch stark steigen könnte