Sand und Dürre

Infineon stellt mit nur 40 Mikrometern Dicke die dünnsten Wafer her

Infineon ist der erste Hersteller, der 300-Millimeter-Wafer mit nur 40 Mikrometern Dicke herstellt. Die Dünnwafer sollen physikalische Störeffekte reduzieren und höhere Taktraten ermöglichen. PC-Komponenten werden noch nicht auf das neue Silizium gelasert. (Eric Herrmann, 16.10.2011)
 
Infineon: Die neuen Dünnwafer könnten theoretisch Chips mit bislang unerreichbaren Taktraten ermöglichen.  (2)
 
Infineon: Die neuen Dünnwafer könnten theoretisch Chips mit bislang unerreichbaren Taktraten ermöglichen. (2) [Quelle: siehe Bildergalerie]
In Regensburg beginnt Infineon mit der Chipfertigung der dünnsten 300-Millimeter-Wafer am Markt. Die in Österreich entwickelten Silizium-Platten sind mit 40 Mikrometern Dicke dünner als ein menschliches Haar (50 bis 70 Mikrometer). Mit nur vierzig Tausendstel eines Millimeters an Dicke sind die Halbleiterplatten besonders zerbrechlich und schwer zu verarbeiten. Doch die Vorteile liegen laut Infineon auf der Hand

So will man mit dem ultrafeinen Material neue MOSFETs für hohe sowie niedrige Spannungen ermöglichen, oder Kleinstbauteile für den Mobilfunksektor fertigen. Da Dünnwafer sehr arm an physikalischen Störeffekten wie parasitäre Kapazitäten und Induktivitäten sind, könnten Barrieren zu höheren Taktraten überwunden werden, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Bisher werden ausschließlich die Mobilfunkchips die Mobilfunkchips X-GOLD 213 und X-GOLD 618 in Regensburg gefertigt. Inwieweit etwa Prozessor- oder Speicherhersteller auf den Dünnwafer-Zug aufspringen werden, ist noch nicht geklärt.

Quelle: Infineon Jahresbericht
(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 
 
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Aktuelle Kommentare
Research
Software-Overclocker
17.10.2011 10:05
AW: Infineon stellt mit nur 40 Mikrometern Dicke die dünnsten Wafer her

Wenn jemand herausfindet ob diese Wafer geschnitten oder poliert werden und wie dick die Alten sind könnte man schätzen was das einsparen könnte.

Und über sinkende Flash-Speicher-Preise freuen wir uns doch alle (RAM, Cache, USB, SSD). Sogar Mainboards könnten günstiger und belastbarer werden.

Selbst wenn die Leistung nur um X% wachsen sollte wäre es ein großer Vorteil: mehr Ausbeute bei besserer Qualität.

Incredible Alk
PCGH-Community-Veteran
16.10.2011 22:10
AW: Infineon stellt mit nur 40 Mikrometern Dicke die dünnsten Wafer her

Ja, stimmt auch wieder - da stellt sich doch die Frage wie sinnvoll eigentlich der Ebenheits - Test da ist. Aber das ist dann doch zu sehr OT schätze ich mal

Zum Thema: Gibts eigentlich irgendwelche Angaben darüber, zumindest in welchen Größenordnungen sich da die Taktschraube anziehen lässt aufgrund dieser extrem dünnen Wafer?
Der Artikel erwähnt, dass es höhere Takte erlaubt, die Quelle spricht nur von höherer "Verarbeitungsgeschwindigkeit" (ich schätze mal da wurde die Taktsteigerung hereininterpretiert).

Billig ausgedrückt: Sind da Sprünge zu erwarten die wirklich relevant sind oder gibts da wieder "nur" 5 oder 10% mehr Takt/Verarbeitungsgeschwindigkeit und der Effekt ist eher werbewirksam denn bahnbrechend?

ruyven_macaran
Moderator
16.10.2011 21:43
AW: Infineon stellt mit nur 40 Mikrometern Dicke die dünnsten Wafer her

Quote: (Zitat von Incredible Alk)
Bei dem Test mit Ebenheit muss man aber noch zu Gute halten dass da der Kontrast durch die Lampe im Hintergrund ja sehr hoch ist, in einem normal beleuchteten Raum einen 40 Mikrometer Wafer (seitlich) gut zu erkennen dürfte weit schwieriger sein als einen 40 Mikrometer breiten leuchtenden Spalt zu bemerken^^


Das ist nicht nur "einfacher", das ist eigentlich eine komplett andere Fragestellung. Vor einer Lampe musst du ja nur noch beurteilen Licht ja/nein. Dazu musst du aber nichts erkennen können. Solange sie hell ist, siehst du jede noch so kleine Lichtquelle. Würde mich wundern, wenn es irgend einen Stern am Himmel gibt, der auch nur in die Nähe von einer Bogenminute Größe kommt.
Du siehst ihn aber vermutlich so groß (ähnlich, wie du bei Tests mit Gegenlich das durchfallende Licht auch um den eigentlichen Spalt wahrnimmst), eben weil es dir an Auflösung fehlt. Wäre deine Auflösung so gut, dass du die eigentlichen Objekte sehen könntest, würdest du z.B. Doppelsternsysteme als zwei Punkte dicht beieinander sehen.

 
 
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