Sicherheit

Microsoft-Sicherheitsbericht: 45 Prozent der Nutzer infizieren sich selbst

Ein Sicherheitsbericht von Microsoft arbeitet heraus, dass sich 45 Prozent der Anwender selbst mit Schadsoftware infizieren. Lediglich 5,6 Prozent aller Rechnerinfektionen entstehen durch Sicherheitslücken. (Andreas Link, 13.10.2011)
 
Microsoft-Sicherheitsbericht: 45 Prozent der Nutzer infizieren sich selbst (2)
 
Microsoft-Sicherheitsbericht: 45 Prozent der Nutzer infizieren sich selbst (2) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Microsoft hat eine Untersuchung veröffentlicht, die herausarbeitet, dass sich 45 Prozent der Nutzer ihren Rechner selbst mit Schadsoftware. Weitere 26 Prozent der Infektionen stammen von USB-Speichermedien, deren Autorun-Funktion das System zu einem Befall leiten kann. Die Autorun-Funktion von USB-Laufwerken hat Microsoft bei Windows per Patch abgestellt, sodass hier keine Infizierungen mehr möglich sind, wenn sie nicht aktiv ausgeführt werden.

Weiterhin sind 17,2 Prozent der Infektionen aus Netzwerkenfreigaben. Sicherheitslücken sind nur in 5,6 Prozent der Fälle Ursache eines Malwarebefalls und weitere 4,4 Prozent stammen aus dem Befall anderer Dateien. Es folgen Brute-Force-Angriffe zum knacken von Passwörten und Office-Macros mit 1,7 Prozent bzw. 0,7 Prozent. Es ist die erste Auswertung dieser Art, weshalb keine Veränderungsaussage zu vorhergegangenen Auswertungen möglich ist. Experten gingen bisher davon aus, dass Sicherheitslücken eine viel größere Rolle spielen.

Bei der Infektion ist in Deutschland vor allem Adware mit 44,1 Prozent für das Ungemach verantwortlich. 26,5 Prozent entfallen auf potenziell unerwünschte Software, weitere 25,4 Prozent entfallen auf Trojaner. In der Summe ging die Infektion von Rechnern etwas zurück: 3,2 von 1.000 Rechnern waren im zweiten Quartal 2011 verseucht - im Vorjahr waren es noch 5,3. Weltweit liegt der Schnitt bei 9,8.

Am häufigsten würde übrigens die Adware JS/Pornpop auf den Rechnern gefunden. Das Javascript ist auf die Einblendung pornografischer Werbung spezialisiert. Analysiert wurden von Microsoft 600 Millionen Systeme in 100 Ländern. Die Daten stammen vom Tool zum Entfernen bösartiger Software. Der lesenswerte Bericht ist als PDF am Ende des Artikels zu finden.

Quelle: Microsoft

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 
 
News, Tests und Downloads zu Sicherheits-Software finden Sie auf der Sicherheits-Übersichtsseite von PC Games Hardware Online.
 
 
 
 
 
 
Aktuelle Kommentare
doodlez
Freizeitschrauber
13.10.2011 21:42
AW: Microsoft-Sicherheitsbericht: 45 Prozent der Nutzer infizieren sich selbst

Quote: (Zitat von plaGGy)
Hm, klingt plausibel:

Pornos, Cracks und Sticks/LANs auf denen man sich Pornos und Cracks saugt




nicht zu vergessen, ohne nachdenken auf Links klicken die ihnen in Facebook geschickt wurden

plaGGy
Freizeitschrauber
13.10.2011 20:19
AW: Microsoft-Sicherheitsbericht: 45 Prozent der Nutzer infizieren sich selbst

Quote: (Zitat von insekt)
Ließt du eigentlich was ich schreibe? Es geht nicht um die Fakten von Microsoft (die richtig sein mögen), sondern dass in dem Artikel Opfer und Täter vertauscht werden. Dazu eine Überschrift auf Bild-Niveau (mir Wurst ob heise.de dasselbe schreibt, die haben die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen).
Nebenbei bemerkt gibt es noch einen Bereich zwischen "bewusstes Eindringen durch Dritte mit großem Aufwand" und "Depp der auf blinkenden Download klickt". Der Großteil der Leute wird dazwischen liegen.

Und das ganze hat nichts mit Ponyhof-Welt zu tun. Nur weil Kriminalität allgegenwärtig ist, muss man sie nicht als gottgegeben hinnehmen und die Opfer als Vollidioten diffamieren.


Ganz ehrlich.... wenn ich sehe wieviele Leute nichtmal einen Virenscanner auf dem Rechner haben, wird mir schlecht und die senden mir dann in Facebook und ICQ immer lustige Links mit Viren
ala
"Hey, look that hahaha..... *beliebiger Virenlink*"
"Nice picture *Virenlink"
Und soll ich dir mal was sagen.... das schlimmste ist, das die dann ihr System plätten und 3 Tage später kommt der gleiche Link schon wieder
Und das sind, nennen wir es internetaffine Leute, die wissen das es sowas wie Viren im Netz gibt. Nur schützen dagegen tun sie sich nicht.
Rechnen wir nun mal die alte Generation mit dazu, die oft zwar die entsprechende SOftware hat, aber aus Bequemlichkeit nicht updated oder mit IE surft und Adope immer noch auf Version 9 hat.
Wenn du von insgesamt 100 Tätern 90 am Sack hättest, die anderen 10 würden bei der Fahrkässigkeit den gleichen Schaden anrichten.
Da gehts nichtmal aufen Link klicken, die laden sich die Sch**** einfach so runter, auf unsicheren Drittseiten ala "das-kochbuch.de" usw. Du weißt doch selbst was eine gute Heuristik/ heutzutage kann. Die filtert sogar nach Sachen die nur nicht oft genutzt werden und gibt die als Risiko raus...

Du wirst die Täter nicht los, also nützt es nicht nur mit der Faust zu schüttel und zu schimpfen, du musst dich gegen sie wehren und das geht mir Information, 2,99 im Monat und ein wenig "Brain".

Naja. Wer weiß wie es draußen abgeht und es dann auch noch mehr oder weniger herausforder, der hat es vll nicht anders verdient, so hart wie das nun klingt. Wie gesagt, man kann den Menschen vor vielem beschützen, aber nicht vor eigener Blödheit/Fahrlässigkeit.

Edit:
Die Überschrift ist eine Überschrift... sie soll Aufmerksamkeit erregen. Sie ist sogar im Gegensatz zu den BILD-Pendants faktisch richtig, denn die Leute holen sich den Virus selbst ins System, vollkommen losgelöst davon, wer den programmiert hat. Ob wissend oder unwissend ist doch irrelevant.

Dr Bakterius
Kokü-Junkie
13.10.2011 20:05
AW: Microsoft-Sicherheitsbericht: 45 Prozent der Nutzer infizieren sich selbst

Stimmt mit der Selbstversenkung, erlebe es selbst sehr oft in meinem Bekanntenkreis. Man kann den Rechner einrichten, absichern usw aber die rennen trotzdem wie die Lemminge an die Steilküste

 
 
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