Chip-Hersteller investieren 4,4 Milliarden US-Dollar in Chip-Entwicklung
Über einen Zeitraum von fünf Jahren wollen die fünf IT-Größen Intel, IBM, Globalfoundries, TSMC und Samsung insgesamt eine Summe von 4,4 Milliarden US-Dollar in neue Chip-Technologien investieren. Insbesondere die immer feineren Fertigungsprozesse zwingen die Chip-Hersteller zu diesem Schritt.
(Clemens Gäfgen, 02.10.2011)
Chip-Hersteller investieren 4,4 Milliarden US-Dollar in Chip-Entwicklung [Quelle: siehe Bildergalerie]
Zuletzt hatte Globalfoundries von Produktionsschwierigkeiten beim AMD-Bulldozer berichtet. Feiner werdende und immer schwerer zu kontrollierende Fertigungsprozesse sorgen bei nahezu allen Chip-Herstellern für Hektik und in der Folge zu Produktverschiebungen und Umsatzausfällen. Fünf Hersteller versuchen nun gemeinsam mit einer Investitionssumme von 4,4 Milliarden US-Dollar, verteilt über fünf Jahre, die Chip-Entwicklung voranzutreiben.
Kern der Investitionen bilden zwei Projekte. Für die kommende Chip-Generation soll IBM leitend die Forschung vorantreiben. Vermutlich wird Racetrack hier eine entscheidende Rolle spielen. Auf lange Sicht gesehen soll diese Chip-Technologie den Flash-Speicher ablösen. Das zweite Projekt dient in erster Linie der Verbesserung der Fertigungsprozesse. Die aktuell verbreiteten 300 Millimeter-Wafer sollen durch ergiebigere 450 Millimeter-Wafer ersetzt werden. Diese sollen die doppelte Ausbeute an funktionsfähigen Chips sicherstellen. Nicht nur die gestiegene Zahl an brauchbaren Einheiten soll dadurch verbessert werden, auch die Kosten sollen durch die gestiegene Menge reduziert werden. Der US-Bundesstaat New York wurde als Sitz des gemeinsamen Forschungsprojekts auserkoren. IBM ist dort bereits ansässig und Globalfoundries baut in diesem US-Staat eine Chip-Fabrik für 28-Nanometer-Architekturen.
AW: Chip-Hersteller investieren 4,4 Milliarden US-Dollar in Chip-Entwicklung
Deswegen ist die Cloud ja seit langem Intels Lieblingsprojekt Aber wer von euch hat den nun seit 4-5 Jahren einen Heimserver zu Hause, der alle Berechnungen für mehrere Thin-Clients übernimmt? Irgenwie keiner. Wer erledigt seine Office-Arbeiten ausschließlich online, wie es seit 3-4 Jahren Standard sein soll? Niemand. Und ich kenne auch keinen, der seit 3 Jahren in der Cloud zockt, wie man sich das mal so vorgestellt hat.
Genau das. Iirc habe ich zum ersten mal für den 45 nm Prozess von irgend einem Hersteller gehört, dass er den auf 45 cm Wafern bringen will. Jetzt sind wir bei 22/28 nm und noch immer wurde afaik nicht ein einziger Testwafer gefertigt - denn die ganze Technik ist einfach zweifelhaft. Man kriegt zwar mehr Chips auf einen Wafer, aber das kriegt man sowieso, je weiter sich die Absatzmärkte ans untere Ende der Leistungsskala verschieben. Intels best verkaufte CPU ist ja nicht umsonst der winzige Atom - die Monsterchips im High-End-Bereich machen für immer weniger Leute Sinn. Für Mainboards werden immer weniger einzelne Chips benötigt. Die Kapazitäten von Speicherchips wachsen auch schon seit einiger Zeit schneller, als der Speicherhunger der Programme. Während der Wirtschaftskrise hat Intel sogar eine Fabrik stillgelegt und 1-2 weitere vorzeitig aus der laufenden Fertigung genommen und umgerüstet und das Flash-Geschäft weiter aufgebohrt und trotzdem hatte man noch so viel Kapazitäten übrig, dass man erstmals Fremdaufträge angenommen hat. Und die Zahl der Foundrys ist auch am abnehmen. Also: Die Nachfrage ist einfach zweifelfhaft, eng wurde es in letzter Zeit immer nur bei den Kapazitäten der allerneuesten Prozesse - wegen Einführungsproblemen. Die werden mit großen Wafern aber nicht kleiner. Auf der Nachteilsseite steht die aufwendigere Fertigung und vor allem die aufwendigere Handhabung der Wafer (habe vor einiger Zeit mal gelesen -könnte überholt sein- das man die Dicke soweit steigern muss, damit sie nicht verbrechen, dass die Menge der Chips pro g Silizium sogar ein Stück sinkt, obwohl man bei großen Wafern ja eigentlich weniger Verschnitt hat) und natürlich die Belichtungsprobleme am Rand einer so großen Fläche.
Wenn die vier die aufwendige Entwicklung bezahlen wollen, ist das natürlich deren Sache. Nur bleibt da imho nicht sensationell viel, sondern eher vergleichsweise wenig für die Entwicklung feinerer Strukturen übrig.
Das stimmt. Aber die machen für immer mehr Firmen Sinn. Und das auch in mittlerer Zukunft. Von daher sollte da auch genügend Sparpotential drin sein. Irgendwo meine ich mal gelesen zu haben, dass für 20 Smartphones ein weiterer Server in Betrieb gehen muss. Aber ich weiß leider nicht mehr wo. Auf jeden Fall schreit die cloud geradezu nach Rechenleistung.
PC-Selbstbauer
06.10.2011 13:39
Eine große SUmme
Moderator
04.10.2011 17:13
Deswegen ist die Cloud ja seit langem Intels Lieblingsprojekt
Aber wer von euch hat den nun seit 4-5 Jahren einen Heimserver zu Hause, der alle Berechnungen für mehrere Thin-Clients übernimmt? Irgenwie keiner. Wer erledigt seine Office-Arbeiten ausschließlich online, wie es seit 3-4 Jahren Standard sein soll? Niemand. Und ich kenne auch keinen, der seit 3 Jahren in der Cloud zockt, wie man sich das mal so vorgestellt hat.
Freizeitschrauber
04.10.2011 14:12
Auf der Nachteilsseite steht die aufwendigere Fertigung und vor allem die aufwendigere Handhabung der Wafer (habe vor einiger Zeit mal gelesen -könnte überholt sein- das man die Dicke soweit steigern muss, damit sie nicht verbrechen, dass die Menge der Chips pro g Silizium sogar ein Stück sinkt, obwohl man bei großen Wafern ja eigentlich weniger Verschnitt hat) und natürlich die Belichtungsprobleme am Rand einer so großen Fläche.
Wenn die vier die aufwendige Entwicklung bezahlen wollen, ist das natürlich deren Sache. Nur bleibt da imho nicht sensationell viel, sondern eher vergleichsweise wenig für die Entwicklung feinerer Strukturen übrig.
Das stimmt.
Aber die machen für immer mehr Firmen Sinn.
Und das auch in mittlerer Zukunft.
Von daher sollte da auch genügend Sparpotential drin sein.
Irgendwo meine ich mal gelesen zu haben, dass für 20 Smartphones ein weiterer Server in Betrieb gehen muss.
Aber ich weiß leider nicht mehr wo.
Auf jeden Fall schreit die cloud geradezu nach Rechenleistung.