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Zuse Z3: Neuinterpretation des ersten Digitalrechners

Mit einer Neuinterpretation des Z3 will Horst Zuse, der Sohn des Computerpioniers Konrad Zuse, die Funktionsweise moderner PCs am Beispiel der ersten funktionsfähigen Rechner zeigen. Zu diesem Zweck hat er in Anlehnung an den Z3 einen Nachbau des gigantischen Rechners in die Wege geleitet. (PCGH, 22.09.2011)
 
Horst Zuse vor dem Z3-Nachbau.
 
Horst Zuse vor dem Z3-Nachbau. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Die Kollegen von Golem haben in einem Interview mit Horst Zuse interessante Details zum Schaffen seines Vaters Konrad Zuse erfahren, der Sohn des Computer-Pioniers kann darüber hinaus mit einer Variante des Z3-Rechners aufwarten, den der passionierte Technik-Fan in Anlehnung an den legendären Z3 konstruiert hat. Der Z3 von Zuse gilt als der erste funktionsfähige programmierbare Digitalrechner der Welt. Als der Z3 1941 in Berlin vorgeführt wird, hat er einen großen Vorteil vor anderen Techenmaschinen aus dieser Epoche - er kann programmiert werden. Somit lassen sich viele verschiedene Rechenschritte nacheinander durchführen.

Trotz der Bekanntheit des Z3 waren die ersten Schritte zum Nachbau durchaus schwierig. Horst Zuse hat den Plan zum Nachbau bereits 2008 getroffen, immerhin wäre sein Vater 2010 100 Jahre alt geworden und der Z3 hätte es auf stolze 70 Jahre gebracht. Im Krieg wurden zwar alle Bilder der Z3 vernichtet, die Baupläne haben allerdings glücklicherweise als Anhang des damaligen Patentantrages überlebt, dennoch mussten einige Bauteile von Horst Zuse selbst erfunden werden.

Welche Dimensionen so ein Rechner einnehmen kann, zeigt der Z3 durchaus eindrucksvoll - in voller Grüße ist er so groß wie ein dreiflügeligen Kleiderschrank. Den größten Platz nehmen dabei mehrere tausend Relais, die auf 0 und 1 schaltbar sind. Der neue Z3 arbeitet mit rund 5 Herz, es werden also bis zu 5 Relais in einer Sekunde geschaltet - moderne Computer schalten in der gleichen Zeit drei Milliarden Mal. Trotz des komplexen Aufbaus und den ausufernden Dimensionen beherrschte der Z3 nur die vier Grundrechenarten, konnte die Quadratwurzel ziehen, Zahlen in den Speicher laden oder von dort auslesen, eine neue Zahl anfordern oder das Ergebnis ausgeben. Diese Befehle ließen sich über einen Lochstreifen an die Maschine übertragen.

Horst Zuse ist mit dem Nachbau der Z3-Interpretaion noch nicht fertig, der Tüftler hat noch einiges an Arbeit vor sich.

Bei den Kollegen von Golem finden Sie noch viele weitere Informationen, unter anderem erläutert Horst Zuse den Aufbau des Z3-Nachbaus.

Quelle: Golem

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Aktuelle Kommentare
L.B.
BIOS-Overclocker
22.09.2011 19:08
AW: Zuse Z3: Neuinterpretation des ersten Digitalrechners

Theopraktisch würde ich auch eher "Größe" anstatt "Grüße" schreiben, aber wir sind hier ja nicht in der Schule.

Das Teil ist wirklich beeindruckend. Ich habe den Rechner letztens erst im Nixdorf Museum gesehen, allerdings war er nicht in Betrieb. Der Z3 hat einen riesigen Vorteil gegenüber heutigen PCs - wenn er einmal läuft, läuft er und veräppelt einen nicht mit blauen Bildern, Malware und Ähnlichem. Er eignet sich also primär für Leute, die dazu neigen, einen Rechner nach dem anderen zu verheizen.

wuselsurfer
Freizeitschrauber
22.09.2011 17:31
AW: Zuse Z3: Neuinterpretation des ersten Digitalrechners

Auch wenn der Artikel mit Herzblut geschrieben wurde, die Maßeinheit der Frequenz heißt nach wie vor Hertz.

sanQn
Komplett-PC-Aufrüster
22.09.2011 15:48
AW: Zuse Z3: Neuinterpretation des ersten Digitalrechners

Sehr interessantes Video.

 
 
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