Oil Rush im Beta-Test: Gameplay-Hands-on plus Benchmark des DirectX-11-RTS
Oil Rush basiert auf der Unigine-Engine inklusive DirectX 11, spielerisch mixt der Titel Echtzeitstrategie mit Tower Defense und verlagert das Spielprinz auf die hohe See. PC Games Hardware macht den Test und nimmt das Gameplay sowie die DX11-Technik unter die Lupe.
Die Unigine Corp. ist bisher vor allem durch den Benchmark Unigine Heaven positiv aufgefallen, dieser basiert auf der namensgebenden Unigine-Engine und treibt aufgrund von DirectX 11 sowie heftigem Tessellation-Einsatz auch High-End-Grafikkarten an ihre Grenzen. Das erste Spiel der russischen Entwickler mit Sitz in Tomsk ist Oil Rush, welches Echtzeitstrategie mit Tower Defense mischt und für 20 US-Dollar zu haben ist - wer jetzt zuschlägt, darf bereits die Beta 0.74 anzocken. Offiziell erscheint der Titel im Herbst 2011 für Windows, Linux sowie die PS3 und bietet neben einer Singleplayer-Kampagne und Skirmish gegen die KI auch einen Multiplayer-Part.
Oil Rush: Gameplay
Ziel des Spiel ist es, jegliche Ölplattformen und Produktionsstätten zu erobern, die vom Gegner gehalten werden. Sie starten mit mindestens einem Gebäude, welches als Ausgangspunkt dient. Wie alle anderen Fabriken auch, produziert dieses eine gewisse Anzahl an Einheiten, die Sie per Klick zu einer anderen Produktionsstätte oder einem Ölturm schicken - eine direkte Steuerung ist nicht möglich: Sie entscheiden einzig, ob alle, die Hälfte oder ein Viertel der an einem Gebäude stationierten Einheiten auf den Weg geschickt werden (was wie alles andere im optionalen Tutorial erläutert wird).
In der überfluteten, postapokalyptischen Welt von Oil Rush dient Öl als Ressource. Dieses wird von Öltürmen gefördert, die eingenommen oder erobert werden wollen - anschließend geht das schwarze Gold in Ihren Besitz über, maximal 500 Barrel sind möglich. Während Produktionsstätten je nach Typ automatisch und kostenlos Jetskis, Helikopter, Flugzeuge oder dicke Schlachtschiffe (in der uns vorliegenden Vorabversion 0.74 gibt es noch keine U-Boote) bis zum Einheitenlimit fertigen, kostet es Öl, die Fabriken mit aufrüstbaren Verteidigungseinrichtungen wie Raketen oder Kanonen zu bestücken - die Bohrtürme lassen sich nicht bewaffnen, sondern nur mit stationierten Einheiten schützen.
Dadurch wechseln die umkämpften Produktionsstätten sowie Ölplattformen häufig und Sie müssen Ihre Einheiten wie auch das Öl ständig im Auge behalten. Denn mit dem Rohstoff bezahlen Sie neben den den Geschützen die Spezialfähigkeiten, welche Sie gegen Punkte für zerstörte feindliche Einheiten erhalten. So plättet ein Nuklearschlag zwar Unmengen an Gegnern (und auch alles, was von Ihnen gerade in der Nähe ist), dafür sind aber 12 Punkte nötig und pro Einsatz 100 Barrel Öl - danach müssen Sie drei Minuten warten oder im Einzelspieler-Modus die Zeit beschleunigen. Das Zusammenspiel aus taktischen Überlegungen, Tower Defense und Ressourcen-Management macht Oil Rush zu einem recht flotten Titel - wenngleich das eigentliche Spielprinzip eher simpel ist. Leider ist die Maussteuerung derzeit ziemlich schwammig und die brauchbare KI leidet an Aussetzern, allerdings erscheint das Spiel auch erst in einigen Wochen oder Monaten.
Quelle: PC Games Hardware / y33H@
Oil Rush im Beta-Test: Gameplay-Hands-on plus Benchmark des DirectX-11-RTS: Der Technologie-Baum
Oil Rush: Optik und Sound
Als technischer Unterbau dient die Unigine-Engine. Diese bietet vier APIs für den Renderer an: DirectX 9, DirectX 10, DirectX 11 und Open GL. Erfreulicherweise steht neben der 32-Bit-Version auch ein 64-Bit-Pendant bereit. Optisch ist Oil Rush wenig überraschend nicht so beeindruckend wie der Heaven-Benchmark - vor allem der bei näherer Betrachtung trüben der niedrige Polycount sowie zweckmäßige Texturen das Bild, die Multisampling-Kantenglättung scheint in der Vorabversion noch nicht überall zu greifen. Macht aber nichts, denn herausgezoomt sieht der Titel äußerst stimmig aus: Der durchscheinende Ozean schwappt sauber animiert, Gebäude und Gelände spiegeln sich in ihm und er reagiert auf schippernde Boote oder abstürzende Flugzeuge (die alle einen Schatten werfen!), die Druckwelle der detonierenden Atomrakete schiebt das Wasser vor sich her. Ohnehin gefällt Oil Rush dann am besten, wenn es kracht und scheppert: Vielfältige Explosionen erhellen die Umgebung, Raketen ziehen einen brennenden Schweif hinter sich und aufsteigender Rauch ist herrlich plastisch - klemmen Sie sich per F-Taste an das Heck eines Helikopters, erleben Sie die Schlacht zudem aus nächster Nähe (Vorsicht: Performance-Killer!). Die Maps zeigen Wettereffekte wie Regen oder Schnee, die steigert die Immersion.
Akkustisch hält sich Oil Rush zurück, bei der Auswahl von Produktionsstätten, Ölplattformen oder Einheiten ertönen keine nervigen Kommentare - der Titel lässt Sie einfach spielen. Die elektronische, leicht kühle Musik bleibt zumeist dezent im Hintergrund und spielt erst in Gefechten wuchtig sowie treibend auf; passend dazu knattern Helikopter, Geschütze donnern und Explosionen dröhnen in den Himmel. Mit dem Sound eines Battlefield 3 hält Oil Rush freilich nicht mit, dies ist angesichts des Preises und des Genres aber sicherlich auch nicht die Erwartungshaltung.
Quelle: PC Games Hardware / y33H@
Oil Rush im Beta-Test: Gameplay-Hands-on plus Benchmark des DirectX-11-RTS: Das interne Grafikmenü
Oil Rush: Performance
Entwickler Unigine Corp. empfiehlt einen Dualcore mit 2,5 GHz oder besser, außerdem soll es eine Geforce GTX 460 oder Radeon HD 5850 sein. Wir erachten dies als realisch, vor allem da der Titel im aktuellen Stadium wie auch Starcraft 2 maximal zwei Kerne in Beschlag nimmt - hier zählt ergo mehr die Leistung pro Takt. Auch vom Performance-Charakter her ähnelt Oil Rush dem Blizzard-RTS: Solange Sie Produktionsstätten aufrüsten oder über der Punktevergabe für die Spezialfähigkeiten brüten, erreicht unser Testsystem (Geforce GTX 580, Core i5-750 @ 3,0 GHz) in 1.680 x 1.050 mit maximalen Details sowie 8x MSAA zumeist über 80 Fps in der herausgezoomten Perspektive. Gehen Sie näher heran, sinkt die Bildrate auf etwa 50 Fps und in massiven Gefechten fällt auch schon mal die 20er-Marke; tragisch ist dies aber nicht - in Kämpfen ist ja kein Micromanagement nötig.
Bitte beachten Sie: Es handelt sich bei der von uns angespielten Version 0.74 um eine möglicherweise noch nicht optimierte Beta!
Quelle: PC Games Hardware / y33H@
Oil Rush im Beta-Test: Gameplay-Hands-on plus Benchmark des DirectX-11-RTS
Bildergalerie
Minimale Systemanforderungen
• CPU: 2,0 GHz
• GPU: Geforce 8600 oder Radeon HD 2600
• VRAM: 256 MiByte
• RAM: 1 GiByte
• HDD: 1 GByte
• OS: Win XP/Vista/7 oder Linux ab 2.6.x
Empfohlene Systemanforderungen
• CPU: Dualcore mit 2,5 GHz oder besser
• GPU: Geforce GTX 460 oder Radeon HD 5850
• VRAM: 512 MiByte
• RAM: 2 GiByte
• HDD: 1 GByte
• OS: Win XP/Vista/7 oder Linux ab 2.6.x

* Massive performance boost (no slowdown even by huge battles)
* Improved network synchronization
* Blocked pause/unpause keys if some window is opened
* Increased AI speed
* Fixed a bug with cannon jerking by applying "Barricade" skill
* Added a scrollbar for the video modes list
* Custom resolution is working properly now
* Multiple fixes in DEB packages for Ubuntu/Debian
* Added RPM packages for Linux (64-bit only for now)
* Steam integration is in progress