OCZ kündigt den hybriden Datenspeicher Revodrive an [Quelle: siehe Bildergalerie]
OCZ hat den Release des hybriden Revodrive angekündigt. Dieses wurde entwickelt, um Anwendungen und die allgemeine Systemleistung zu beschleunigen. Ermöglicht wird das durch die Kombination von Solid-State- und Festplattentechnologie. Die Caching-Software Dataplex trägt zur verbesserten Leistung bei. Dataplex funktioniert folgendermaßen: Die neuen und oft benutzten Daten bleiben auf der sehr schnellen Solid State Disk (die jedoch nur 100 GByte Kapazität hat), die restlichen Daten werden auf der 1 TByte großen Festplatte gespeichert.
Das Caching geht mit Algorithmen vonstatten, die angeblich sogar durch das Verhalten des Anwenders lernen und so den verschiedenen Nutzern des Rechners optimale Geschwindigkeit und Bedienbarkeit zur Verfügung stellen sollen. Der Flaschenhals, der durch die Übertragungsgeschwindigkeit der SATA-Schnittstelle gezwungenermaßen entsteht, wird umgangen. So kann die Transferrate bis zu 910 MB/s betragen, was jeder handelsüblichen SSD mehr als ebenbürtig ist. VCA 2.0 - ein virtueller Controller - ist auch inbegriffen, und muss deshalb nicht extra käuflich erworben werden.
Ryan Petersen (Vorsitzender der OCZ Technology Group) kommentiert den Launch: "Das Revodrive verbindet die besten Eigenschaften von SSD- und HDD-Laufwerken [...] und die Software liefert überlegene Geschwindigkeit [...]". Erhältlich ist das OCZ Revodrive 1 TB weltweit für 499,99 US-Dollar - drei Jahre Garantie inbegriffen.
Die
Hybrid-Fassung des Revodrive hatten wir bereits auf der Computex 2011 gesichtet und schrieben damals: "Ein eigentlich nicht ganz neues Konzept verfolgt OCZ mit dem Hybrid-Drive, einer Steckkarte die eine SSD mit einer 2,5-Zoll-Festplatte kombiniert und den schnellen Flash-Speicher dabei als Cache nutzt. Allerdings kommt mit OCZ erstmals ein Flash-Spezialist auf diese Idee, denn bisher gingen die Versuche mit hybdriden Festplatten eher von Herstellern wie Seagate aus. Laut OCZ steht noch nicht fest, welche Festplatte mit welcher Größe dabei zum Einsatz kommt, jedoch werde sie sich nicht vom Endnutzer wechseln lassen. Der Grund liegt in der engen Verzahnung von optimierter, lernfähiger Software und den Eigenschaften der Festplatte sowie des SSD-Parts - sagt OCZ. Man wolle, dass der Nutzer auf jeden Fall den maximalen Nutzen aus der Technik ziehe und dieses Ziel nicht durch möglcherweise suboptimale SSD/HDD-Kombinationen gefährden. Stolz zeigte man einen von der Firma Nvelo durchgeführten Benchmark, welcher der OCZ-Software "Dataplex" eine um 11 Prozent höhere Leistung als Intel SRT-Technik mit SSD-Caching auf dem Z68-Chipsatz bescheinigt. Und dieser sei noch ohne die enge Kopplung von SSD und HDD auf einer gemeinsamen PCI-E-Platine erfolgt, so OCZ im Gespräch mit PC Games Hardware."
Alle Infos zu
SSDs oder Solid State Disks finden Sie auf der Themenwebseite. Wenn Sie sich über
HDDs oder Festplatten informieren möchten, empfehlen wir unsere Themenseite. News, Tests und Wissen zu
Festplatten, SSDs und (optischen) Laufwerken allgemein finden Sie auf der Laufwerke-Produktseite von PC Games Hardware Online.
Moderator
28.10.2011 23:40
Das Teil ist mittlerweile für knapp unter 400€ lieferbar.
OCZ RevoDrive Hybrid 100GB SSD + 1000GB HDD, PCIe 2.0 x4
Siehe:
[LEFT]Positive Aspekte des OCZ RevoDrive Hybrid:[/LEFT]
[LIST]
[*]All-in-One Lösung für eine Festplatte mit SSD-Caching
[*]100 GB große SSD erlaubt das Cachen von vielen Daten
[*]Hohe Leistung (SSD-typisch) für im Cache liegende Daten
[/LIST]
Negative Aspekte des OCZ RevoDrive Hybrid:
[LIST]
[*]Blockiert einen zusätzlichen Slot auf dem Mainboard
[*]Caching nur in Software gelöst, damit abhängig vom Betriebssystem
[*]Strenges DRM der Cache-Software (Online-Aktivierung)
[/LIST]
Das Gelbe vom Ei ist es mMn so leider nicht. Und überhaupt, DRM / Online-Aktivierung bei einem quasi SSD-HDD-Treiber? Hallo?
Moderator
01.09.2011 22:22
In beiden Fällen hängen SSD und HDD direkt am Controller.
Was mich bei der OCZ-Lösung etwas wundert: "Software", "Software", "Software" - und technisch scheint in der Tat das Huckepack-Modul des Revodrive X gegen eins mit HDD getauscht worden zu sein, d.h. der Controller sollte der gleiche wie immer sein. Stellt sich also die Frage, ob das ganze überhaupt Systemunabhängig ist, oder nur durch die beiliegende Software bereitgestellt wird? (Performanceeinbußen und Kompatibilitätsrisiko inklusive)
PCGH-Community-Veteran
01.09.2011 19:41
Zu teuer....!
Greets Winpo8T