Feature-Check Razer Blade: Ist das Spieler-Notebook sein Geld wert?

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News Thilo Bayer Marco Albert Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Razer wollte am 26.8. die Welt der PC-Spieler verändern. Herausgekommen ist ein Spieler-Notebook, das erste echte, so Razer. Der angepeilte Preis von rund 2.800 US-Dollar ist üppig, die Ausstattung nicht zwingend. Der Versuch einer Einschätzung.

Viel wurde darüber spekuliert, wie Razer die Welt des PC-Spielens retten will. Nun ist es doch "nur" ein Spiele-Notebook geworden, allerdings ein recht schlankes und leichtes. Das Razer Blade besitzt darüber hinaus noch anpassbare, dynamische Tasten sowie ein Touchpad mit zwei Betriebsmodi. Ansonsten muss man festhalten: Ein 3,2 Kilogramm schweres 17-Zoll-Notebook ist eigentlich nicht so besonders, wie das Razer darstellt. So etwas kann man schon in der Laptop-Klasse um die 800 Euro erwarten. Das gleiche gilt für GT 555M, die zudem für Spiele in Full-HD zu langsam ist. Battlefield 3, wie im Trailer gezeigt, in voller Qualität in 1.920 x 1.080 auf dem Razer Blade spielen? Das ist ein mutiges Versprechen. Hier würden wir uns schon eine GTX 560M oder besser eine GTX 580M wünschen. Wahrscheinlich lassen sich die leistungstärkeren GPUs im 22 Millimeter dicken Notebook nicht kühlen - am Preis kann es ja nicht liegen bei rund 2.800 US-Dollar. Der bisher nicht angekündigte Core i7 2640M, der als Prozessor zum Einsatz kommt, ist im Wesentlichen ein höher getakteter Core i7 2620M. Zwei Kerne, vier Threads, Basistakt 2,8 GHz, 3,5 GHz Turbo bei Singlecore-, 3,3 GHz Turbo bei Dualcore-Anwendungen. Die 35 Watt TDP erlauben thermisch gesehen einfach keine "echten" vier Kerne, dafür braucht es die 45-Watt-Varianten.

Ungewöhnlich ist der Einsatz einer wirklich "billigen" 320-MByte-Festplatte, eine SSD hätte besser zum Hochpreisbild des Notebooks gepasst und hätte mindestens für bessere Startzeiten gesorgt. Am Ende bleibt das neuartige Eingabekonzept, was das wirklich Besondere an dem Notebook sein kann. Doch diese sollte erst einmal getestet werden. Die zehn anpassbaren Tasten richten sich nach den Anforderungen an das Spiel, die Tastenbelegung ändert sich mit jedem Titel. Die Beschriftung der einzelnen Tasten wird durch einen unter den Tasten liegenden Bildschirm ermöglicht, damit lassen sich Symbole, Grafiken, Zahlen und Buchstaben auf den Tasten darstellen. Die Umschaltung der verschiedenen Darstellungen kann ohne Unterbrechung während des Spielens geschehen. Mit einer Software kann der Käufer eigene Tastenbelegungen oder fertige Profile von Razer aufspielen. Das integrierte LCD darunter soll entweder Spieleinformationen anzeigen, wenn eine Maus angeschlossen ist, oder als Multi-Touch-Trackpad fungieren, wenn diese fehlt.

Wir sind gespannt auf das Razer Blade, es soll zumindest in den USA im vierten Quartal durchstarten.

Eigenschaften: Razer Blade
• 2,8 GHz Intel Core i7 2640M Prozessor
• 8 GB 1.333 MHz DDR3-Speicher
• 17.3" LED-Display (1920x1080, Full HD)
• NVIDIA GeForce GT 555M mit NVIDIA Optimus Technologie, 2 GB GDDR5 Grafikspeicher
• Eingebaute HD-Webcam
• Integrierter 60 Wh Akku
• 320GB 7200 U/min SATA Festplatte
• WLAN 802.11 b/g/n-kompatibel
• 427 mm (B) x 277 mm (T) x 22 mm (H)
• 3,2 kg

Bildergalerie

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Fuzi0n
        Gamer-Notebook mit mini Touch-LCD... Ist ja toll, sie haben PC-Gaming gerettet...

        Und League of Legends läuft ja auch auf meinem AMD Laptop (350 Euro), hat aber leider keine Mini-LCD.
      • Von Fuzi0n
        Gamer-Notebook mit mini Touch-LCD... Ist ja toll, sie haben PC-Gaming gerettet...

        Und League of Legends läuft ja auch auf meinem AMD Laptop (350 Euro), hat aber leider keine Mini-LCD.
      • Von fire2002de Software-Overclocker(in)
        niemals ein spiele Notebook, sry aber alleine die Tastatur hats vergeigt!

        aber die Idee´n und die Optik is schon recht nice ^^
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von PCTom
        wie Apple billige Intel HW völlig überteuert verkaufen tolle Idee

        nur ob das auch so gut wie bei Apple klappt wag ich zu bezweifeln

        Bei Apple bekommt man wenigstens eine exzellente Bedienbarkeit, i.d.R. sehr hohe Akkulaufzeiten und ein elegantes, minimalistisches Design in meist sehr robuster Ausführung.
        Letztere mag Razer vielleicht auch haben - aber ersteres?
        Kann mir mal jemand erklären, wie man ausgerechnet das Key-Feature sinnvoll einsetzen soll? Die meisten Leute spielen mit WASD und bei einem Notebook, wo die Tastatur nunmal zwangläufig nicht seitlich versetzt zum Bildschirm liegen kann, hat man die Hand erst recht auf der linken Seite. Wie genau soll man bitte aus dieser Position schnell auf die zehn Zusatztasten zugreifen?
      • Von Vhailor Software-Overclocker(in)
        Zitat von DerBlauePavian
        Naja überzeugt hat mich das Gerät bis jetzt noch nicht. Mal abwarten wie die Kritiken später ausfallen.

        HÄ?? Was gibts denn da abzuwarten? Überlegst du ernsthaft 2800 Euro aus dem Fenster zu werfen und dafür nur ne hdd, 2 Kerne und ne alte Grafikkarte zu bekommen?! Da kann der Rest völlig bahnbrechende sein! Wenn selbst alienware dagegen wie nen discounter dasteht, ist gründlich was falsch gelaufen!
      • Von DerBlauePavian Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Naja überzeugt hat mich das Gerät bis jetzt noch nicht. Mal abwarten wie die Kritiken später ausfallen.
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