WoW: Cataclysm mit SGSSAA + DX11 (13) [Quelle: siehe Bildergalerie]
World of Warcraft hat schon einige Zeit auf dem Buckel: Seit dem US-Debüt Ende 2004 hat sich die Spielegrafik deutlich weiterentwickelt und die Hardware ist um mehrere Faktoren schneller geworden. Das erkannte auch der Entwickler Blizzard und verbesserte sowohl das technische Grundgerüst als auch den Grafik-Content stetig. Mit dem dritten WoW-Addon,
Cataclysm, hielten deutliche Verbesserungen Einzug: Das Spiel ist mittlerweile DX11-fähig und bietet eine Handvoll neuer Grafikeffekte. Was Sie alles tun sollten, um die Grafik in bestmöglicher Qualität darzustellen und dabei sogar die Bildrate zu steigern, verrät dieser Artikel. In der Bildergalerie finden Sie passend dazu zahlreiche WoW-Impressionen in Maximalqualität vor.
Vorweg: Da es sich bei WoW um ein MMO-Game handelt, das auch kompetitiv gespielt werden kann, sind externe Tools, die sich in das Spiel einklinken, problematisch. Auch Textur- oder andere Grafikmods existieren nicht. Jeder Spieler startet so unter denselben Voraussetzungen.
WoW Cataclysm: DX11 ist offiziell verfügbar [Quelle: siehe Bildergalerie]
WoW Cataclysm Grafiktuning: der DX11-PfadWenn Sie sowohl ein DX11-fähiges Betriebssystem (Windows 7 & Vista) als auch eine DX11-Grafikkarte (Geforce 400+, Radeon HD 5000+) besitzen, dürfen Sie den DirectX-11-Modus aktivieren. Seit der Spielversion 4.1 vom April 2011 ist der neue Renderpfad offiziell im erweiterten Grafikmenü verfügbar (siehe Bild). Doch kann eine ursprünglich auf DirectX 8 ausgelegte Engine überhaupt von DirectX 11 profitieren? Sie kann es. Allerdings ist die DX11-Grafik nicht besser als das DX9-Bild, es kommen keine zusätzlichen Effekte zum Einsatz. Folglich kann DirectX 11 nur der Beschleunigung dienen – und das lohnt sich eindeutig:
In Full-HD mit 4x MSAA/16:1 AF steigt die durchschnittliche Bildrate dank DX11 um bis zu 46 Prozent – zumindest auf einer Geforce GTX 580. Die Radeon HD 6970 legt über alle Tests hinweg nicht im gleichen Maße zu, kann jedoch um bis zu 36 Prozent mehr Fps berechnen. Kurz: DirectX 11 ist – zumindest in dieser WoW-Welt und auf unserem Testsystem – immer schneller als DX9.
WoW Cataclysm Grafiktuning: die Fluid-EffekteWer World of Warcraft schon einige Jahre spielt, hat die optische Evolution live miterlebt. WoW stellt heute eine deutlich bessere Grafik zur Schau als zum Start – egal ob Sie in DirectX 9 oder DirectX 11 unterwegs sind. Der aktuelle WoW-Renderer beherrscht nicht nur erweitertes Pixelshading zur Darstellung hübscher Wasser- und Lava-Effekte, sondern auch sogenannte Sun Shafts, welche die Beleuchtung aufwerten. Die Neuerungen gelten für ganz Azeroth von den "Classic"- bis zu den Cataclysm-Gebieten. Die höchste Wasser-Detailstufe bietet nun einen Transparenzeffekt, Reflexionen der Umgebung sowie einen plastischen Wellengang, wenn Charaktere hindurchgleiten. Das Ergebnis wirkt zuweilen schlichter als das Multitextur-Nass zuvor, ist jedoch realistischer und dynamischer:
Sie möchten das alte Wasser zurückhaben? Kein Problem: Setzen Sie das "Flüssigkeitsdetail" in den WoW-Grafikoptionen auf "Niedrig", kehrt das Multitextur-Nass vergangener Tage zurück.
WoW Cataclysm Grafiktuning: die Anti-Aliasing-KeuleSie haben den DirectX-11-Modus und alle Details aktiviert? Das Spiel läuft nun besser als zuvor? Dann taxieren Sie Ihre Grafikkarte am besten mit erweiterten AA-Modi. Im Grafikmenü bietet WoW bis zu 8x MSAA an. Wollen Sie eine einen höheren Modus nutzen, müssen Sie den aktiven per Grafiktreiber erweitern.
Als
Radeon-Besitzer bietet es sich an, im Catalyst Control Center (CCC) einen besseren Downfilter (CFAA) einzuschalten: Narrow-tent, Wide-tent und Edge-detect stehen auf einer Radeon HD 5000 zur Wahl, auf einer HD 6000 nur letzterer. Während die ersten beiden Modi eine Vollbildglättung durchführen und dabei zu leichter (narrow) bis starker (wide) Unschärfe führen, weicht Edge-Detect-CFAA nur die Kanten auf, sodass diese bestens geglättet werden. Besitzer einer Radeon HD 6900 dürfen darüber hinaus die EQAA-Modi aktivieren. Da diese in WoW zu Artefakten ("ausgefranste" Kanten) neigen, raten wir jedoch davon ab. Stattdessen empfehlen wir die Nutzung von Supersampling-AA, das Sie im CCC einschalten. Ist die Option aktiv, wird das in WoW eingestellte AA zu Supersampling aufgewertet. Dieses Verfahren bietet die beste, aber auch rechenintensivste Bildbearbeitung, funktioniert auf Radeon-Karten aber nur unter DX9. Die Downfilter (CFAA) lassen sich auch unter DX11 nutzen.
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Als
Geforce-Besitzer stehen Sie vor weiteren Möglichkeiten. Auch hier dürfen Sie per Treiber die spieleigene Bildglättung erweitern, etwa zu 16xQ CSAA oder gar 32x CSAA (nur Geforce 400 und neuer). Dadurch wird die Kantenglättung verbessert, Texturen und weitere Bildteile profitieren aber nicht. Nutzer des Tools
Nvidia Inspector dürfen inoffizielle AA-Modi einschalten, etwa die Hybriden 16xS oder 32xS. Diese Modi kombinieren Anteile von Multi- und Supersampling, sodass auch Texturen, Pixelshader & Co. bearbeitet werden (mit automatischer Anpassung der Detailstufe, LOD). Die hübschen, allerdings sehr anspruchsvollen xS-Modi funktionieren nur unter DX9.
Im Gegensatz zu Radeon-Karten beherrschen Geforces auch unter DX11 Supersampling-AA – allerdings nur inoffiziell. Dieses aktivieren Sie entweder per Nvidia Inspector oder etwas einsteigerfreundlicher per
Geforce SSAA Tool. In jedem Fall ist es nötig, dass sie zunächst im Treiber oder innerhalb WoWs einen AA-Modus einschalten. Anschließend lässt sich dieser per Tool zu Supersampling (SGSSAA) aufwerten. Die Kombinationsmöglichkeiten sind vielfältig, Sie dürfen auch 8x MSAA nur mit 4x SGSSAA aufmöbeln und die verbliebenen vier Multisamples zur reinen Polygonglättung nutzen – das spart viel Rechenzeit.
Ist Ihrer Grafikkarte immer noch langweilig, können Sie die xS-Hybridmodi mithilfe von SGSSAA zur ultimativem Bildglättung vereinen. 32xS mit zusätzlich forciertem 8x SGSSAA entspricht 32x Supersampling – dem 32-fachen Rechenaufwand pro Bildpunkt! Damit bleibt WoW in jeder Lage glatt und flimmerfrei, unterhalb einer Geforce GTX 580 kommt jedoch kein Spaß auf. Beachten Sie, dass auch diese Kombination wegen des xS-Anteils nur unter DX9 funktioniert. Unter DX11 ist 8x SGSSAA (bzw. 32x CSAA mit 8x SGSSAA) die Obergrenze. Beachten Sie die filigranen Blattdetails des xS-Hybriden:
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WoW Cataclysm Grafiktuning: DownsamplingDownsampling: Bessere Grafik in jedem Spiel funktioniert natürlich auch in World of Warcraft, setzt aber nach wie vor eine Geforce-Grafikkarte voraus. Spielen Sie WoW in 3.840 x 2.160 auf einem Full-HD-Monitor, wird die Grafik viermal so genau berechnet (4x Supersampling), was in Kombination mit dem Standard-AA ein sehr hübsches Bild ergibt. Downsampling erzeugt denselben Effekt, welchen Sie durch einen xS-Hybridmodus erzielen – allerdings ganz ohne Unschärfe. Nutzer eines aktuellen Geforce-Treibers (270+) dürfen die Eigenbau-Auflösungen auch unter DirectX 11 anwählen.
Kabelverknoter
18.01.2012 09:44
den kann ich mir bei der einleitung ("Mehr als 11 Millionen Abonnenten können nicht irren:") nich verkneifen:
milliarden fliegen können nicht irren: sch..ße schmeckt gut!
Komplett-PC-Aufrüster
17.10.2011 16:29
1. wow ist böse, hässliche PS2-Grafik, nur Suchtis
2. wow ist böse, hässliche PS2-Grafik, nur Suchtis
3. ...
Aber, woher hat Ruffy1978 denn diese erschreckende Denkweise, dass wirklich jeder der 10 Mio WoW-Spieler ein kranker Mensch ist?
Richtig, ausm TV. Da sieht nicht man, sondern er - und zwar viel zu viel wie es scheint.
PCGH-Community-Veteran
01.09.2011 09:42
Hab ich doch schon, siehe casuals. Das geht eben bei EQ2 nicht. Es schreckt viele ab das es aufwendiger, tiefgründiger und vor allem anspruchsvoller ist und genau das waren damals auch die Kritikpunkte. Außerdem bedeutet Quantität nicht immer zwangsläufig Qualität.
Ein gutes Beispiel dafür ist das CoD Modern Warfare. Das ist wohl das am meist gekaufte 3d-Action Spiel und ist es deshalb auch das Beste? Nein, ganz klar. Es gibt in dem Genre wirklich bessere Spiele, die sich aber nicht so gut verkauft haben, aus diversen Gründen und der Anspruch ist ein Grund davon.
MfG