Gamescom: Kaspersky will Spieler schützen

Wo lauern Gefahren für Online-Gamer? - Kaspersky zeigt Gegenmaßnahmen (Video-Interview)

Im Rahmen der Gamescom haben die Sicherheitsexperten von Kaspersky eine Pressekonferenz zum Thema "Gefahren für Online-Gamer" gegeben. In einem Interessanten Vortrag klärte Viren-Analyst Christian Funk über aktuelle Bedrohungen auf und erklärte auf welche Beute es Cyberkriminelle eigentlich abgesehen haben. Anschließend stand er PCGH noch für ein Interview zur Verfügung. (Oliver Halbig, 19.08.2011)
 
Wo lauern Gefahren für Online-Gamer? - Kaspersky zeigt Gegenmaßnahmen (Video-Interview)
 
[Quelle: siehe Bildergalerie]
Zur Gamescom lud der renommierte Hersteller von Sicherheitssoftware, Kaspersky, zu einer Pressekonferenz über das Thema "Cybercriminals 2.0" ein. In einer etwa 40 Minuten langen Präsentation klärte Sicherheitsexperte Christian Funk über Risiken auf, denen speziell Online-Gamer ausgesetzt sind. Darüber hinaus gab er Praxis-Tipps und stellte grundsätzlich da, worauf es moderne Cyberkriminelle überhaupt abgesehen haben. Das ist nämlich weniger offensichtlich als die Meisten glauben.

Was wird geklaut?
Es gibt Cyber-Kriminelle die es keineswegs auf Bankdaten, Kreditkarten oder Paypal-Passwörter abgesehen haben. Speziell Online-Gamer haben virtuelle Ware die sich meistens wesentlich einfacher klauen lässt und ähnlich lukrativ sein kann. Cyber-Kriminelle haben Account-Daten zu Online-Accounts zum Ziel um Charaktere, Rare-Items und Online-Währung anschließend gegen reales Geld zu verkaufen. Der Handel damit ist ein jährliches Multi-Millionen-Dollar-Geschäft und wächst konstant weiter. Für Betroffene kann das zur ärgerlichen Erfahrung werden, wenn seltene bis einmalige Online-Charaktere unwiederbringlich verloren sind. Das Risiko zur Rechenschaft gezogen zu werden, ist für die Kriminellen fast Null. MMO-Spieler sind am stärksten betroffen, da hier die größte Masse an Spielern existiert und eine große Vielfalt an virtuellen Gütern hohe Gewinne für die Kriminellen verspricht.

Wie wird es geklaut?
Christian Funk geht auf drei große Eckpfeiler ein die Cyber-Kriminelle nutzen, um Online-Gamer zu berauben. Etwas vergessen, aber nach wie vor existent, ist das "Phishing". Dafür nutzen Kriminelle Webseiten, die den echten Webseiten von Spielen täuschend ähnlich sehen. Über ähnlich echt wirkende E-Mails werden die Links in Umlauf gebracht und es wird gebeten, die eigenen Account-Daten auf der Webseite einzugeben. Die Qualität dieser "Fake"-Seiten ist dabei mittlerweile derartig hoch, dass es keine Möglichkeit gibt, sie von den Originalen zu unterscheiden. Teilweise werden Original-Mails der Hersteller verwendet, in denen lediglich die Zielseite geändert wurde. Ein weiteres Thema ist Maleware. Hier werden beispielsweise Bot-Netze genutzt, um Key-Logger auf den PCs unterzubringen. Zur Infizierung reicht schon ein Besuch auf einer Webseite. Es ist also keineswegs mehr so, dass Sie etwas auf Ihrem Rechner ausführen müssen, um Ihr System zu infizieren. Im Interview gibt es dazu nochmal mehr Informationen. Der dritte Punkt ist durch den hohen Aufwand wenig verbreitet: Kriminelle "faken" Identitäten von Leuten die Sie kennen könnten, um so an Gegenstände oder Account-Daten zu kommen. Zu viel Vertrauen kann hier also schnell bestraft werden.

Gegenmaßnahmen:
Was Sie tun können, klingt banal, wird aber in Anbetracht der Gefahren noch wichtiger: Nur aktuelle Browser, Player und Sicherheits-Software kann Sie vor Gefahren wie Drive-by-Downloads und Maleware schützen. Um Phishing zu vermeiden, empfiehlt der Experte: Links nie in E-Mails anklicken, sondern von Hand eingeben. So stellen Sie sicher, auf der Seite zu landen, die Sie besuchen möchten. Darüber sollten Sie Sicherheits-Tools der Spielehersteller in jedem Fall nutzen. Ob Sicherheits-Suiten das System bremsen und das Spielgefühl negativ beeinflussen, kommentiert Christian Funk in unserem Interview.

Interview:
In unserem Interview beantwortet Christian Funk weiterführende Fragen über generelle Vorsichtmaßnahmen, den Sinn von Software-Firewalls und geht auf den Mythos "Virenscanner als Systembremse" ein. In der Bildergalerie finden Sie noch einige ausgewählte Folien aus der Präsentation.

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 
 
News, Tests und Downloads zu Sicherheits-Software finden Sie auf der Sicherheits-Übersichtsseite von PC Games Hardware Online.
 
 
 
 
 
 
Aktuelle Kommentare
Dr Bakterius
Kokü-Junkie
19.08.2011 20:53
AW: Wo lauern Gefahren für Online-Gamer? - Kaspersky zeigt Gegenmaßnahmen (Video-Interview)

Ich meinte es ja nur im Zusammenhang mit deiner Einstellung und dem Wissen, da könnten manche glauben das die es auch schaffen. Es galt einfach nur dem Nachahmeffekt

KrHome
Freizeitschrauber
19.08.2011 20:44
AW: Wo lauern Gefahren für Online-Gamer? - Kaspersky zeigt Gegenmaßnahmen (Video-Interview)

Quote: (Zitat von Dr Bakterius)
Es ist ja schön das du ohne Netz und doppelten Boden auskommst, nur darf man es hier nicht verallgemeinern. Es gibt genug die nicht das Wissen haben und dort wäre dann so eine Aussage tödlich

Was habe ich geschrieben?!: Ich habe klargestellt, dass man pauschal keinen Zusammenhang zwischen nicht vorhandenem Virenscanner und einem virenverseuchtem System aufstellen kann und dass die Fähigkeiten/Kenntnisse des Users eine weitaus wichtigere Rolle spielen.

Also wo liegt jetzt der Sinn deines Postings in Bezug auf meine Aussage?

Timmynator
Software-Overclocker
19.08.2011 19:50
AW: Wo lauern Gefahren für Online-Gamer? - Kaspersky zeigt Gegenmaßnahmen (Video-Interview)

Ein weiteres Thema ist Maleware
Was wäre ein Artikel ohne ein wenig Pedanterie? Siehe Hervorhebung. Es geht sicherlich nicht um männliche Ware

 
 
961 User online
Anmelden & mitmachen
Benutzername:
Kennwort:
Angemeldet bleiben
Jetzt mitdiskutieren!
Jetzt bestellbar!
Alles zu Crysis 3
Die besten Deals
Komplett-PCs von PCGH
Komplett-PCs von PCGH
So unterstützen Sie PCGH
Folgen Sie PCGH
Aktuelle Heft-Ausgabe
Wurde dir schon einmal ein Online-Account oder der Key (Lizenzschlüssel) eines Spiels gesperrt?
Ja, Key für Steam-Spiel (2.36%)
Ja, Key für Origin-Spiel (1.50%)
Ja, Key für Battle.net-Spiel (0.43%)
Ja, Key für Games for Windows Live (Live-Dienste) (0.64%)
Ja, Account für Steam (2.36%)
Ja, Account für Origin (0.00%)
Ja, Account für Battle.net (1.28%)
Ja, Account für Games for Windows Live (Live-Dienste) (0.21%)
Ja, von mehreren Online-Diensten und/oder Spielen (1.07%)
Nein, bisher nicht von einer Sperrung betroffen (82.01%)
Sonstiges/weiß nicht (2.78%)
Nein, aber mir wurde schon der Multiplayer-Zugang gesperrt (VAC etc) (4.71%)
Ja, Key für Ubisoft-Spiel (0.43%)
Ja, Account für Ubisoft (0.21%)
467 Teilnehmer
PCGH-Webshops