Sicherheitsexperten knacken GPRS-Verschlüsselung von Handys - Video
Es ist zwei Sicherheitsexperten gelungen, die GPRS-Verschlüsselung von Handys und Smartphones zu knacken. Die beiden Experten konnten so Daten, die vom Handy gesendet wurden, abfangen. Während des Chaos Communication Camp in der Nähe von Berlin will man eine Vorführung machen.
(Andreas Link, 11.08.2011)
GPRS-Verschlüsselung von Handys und Smartphones geknackt [Quelle: siehe Bildergalerie]
Karsten Nohl und Luca Melette, Sicherheitsexperten der Firma Security Research Lab, gelang es via GPRS versendete Daten von einem Handy oder Smartphone abzufangen und diese auszulesen. Nach Angaben der New York Times haben die beiden Forscher ein sieben Jahre altes Motorola-Handy als Mustergerät gewählt. Die Daten konnten offenbar im Umkreis von fünf Kilometern angehört werden.
Moderne Handys und Smartphones nutzen zwar mittlerweile UMTS, doch wenn dieser Empfang nicht zur Verfügung steht, wird weiterhin mit GPRS gesendet. Abfangen lassen sich sämtliche Daten wie E-Mails, Surfverhalten und alles weitere, was das mobile Gerät funkt. Neben Handys nutzen aber auch industrielle Anlagen und Mautsysteme GPRS zur Datenübertragung.
Nohl erklärt, dass an in einem Feldversuch in Deutschland die GPRS-Verschlüsselung von allen vier Netzbetreibern entschlüsseln konnte. Er bezeichnet die Verschlüsselung als verhältnismäßig schwach. In Italien seien zwei Netzbetreiber ohne Verschlüsselung aufgefallen. Er führt aus, dass Anbieter Verschlüsslungen abschalten, um die Datennutzungen zu kontrollieren - Beispielsweise die Verwendung von Skype, was häufig nicht gerne gesehen wird.
Auf der Präsentation beim Chaos Communication Camp nahe Berlin wird ein Motorola C-123 zum Abhören der GPRS-Daten zweckentfremden. Details will man aber keine nennen.
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