Full HD 3D Glasses Initiative

3D-TV: Hersteller einigen sich auf einheitliche Shutter-Brillen - inkl. Technik-Hintergrund

Die Hersteller Panasonic, Samsung, Sony und Xpand arbeiten zusammen an der Full HD 3D Glasses Initiative, welche schon 2012 für einen einheitlichen Standard bei 3D-Brillen für Flat-TVs sorgen soll - Abwärtskompatibilität inklusive, allerdings werden aktive Shutter-Brillen eingesetzt. PC Games Hardware erklärt die Technik. (Marc Sauter, 09.08.2011)
 
Einheitlicher Standard für 3D-Brillen soll kommen (im Bild: Nvidia 3D-Vision)
 
Einheitlicher Standard für 3D-Brillen soll kommen (im Bild: Nvidia 3D-Vision) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Der Schulterschluss von Panasonic, Samsung, Sony und Xpand soll bereits im kommenden Jahr in einer einheitlichen Lösung für 3D-Brillen aufwarten. Dafür gründeten die Hersteller die Full HD 3D Glasses Initiative. Als technische Basis dient eine aktive Technologie - also Shutter-Brillen, wie sie beispielsweise von Nvidias 3D-Lösungen bekannt sind. Modelle mit Polarisationsfilter sind zwar leichter und günstiger (da passiv), bieten aber pro Auge nur die halbe Auflösung.

Die Kommunikation der Brillen erfolgt via Infrarot sowie Bluetooth und erlaubt die Vermittlung zwischen verschiedenen Protokollen der Hersteller, aber auch einem gemeinsamen Standard. Die neuen 3D-Brillen sollen im kommenden Jahr verfügbar sein und nach Möglichkeit zu 3D-Fernsehern aus dem Jahr 2011 rückwärtskompatibel sein; hinzu kommen Einsatzgebiete wie PCs, Projektoren und dreidimensionales Kino. Bleibt die Frage, ob 3D mit aktiven und vergleichsweise schweren Brillen wirklich die Zukunft ist - autostereoskopische Fernseher sind derzeit noch sehr teuer.

3D-Shutter-Brillen-Technik erklärt
Eine Shutter-Brille sperrt abwechselnd für jedes Auge sämtliche Bildinformationen aus. Diesen Vorgang stellen Sie sich am besten so vor, als würden Sie sich immer, wenn das Bild für das rechte Auge erscheint, das linke zuhalten und umgekehrt. Die Qualität des Verfahrens hängt stark von der Bildwiederholrate des Anzeigegeräts und der Geschwindigkeit der Shutter-Brille ab. Denn damit das Gehirn aus zwei nacheinander gezeigten Halbbildern einen Tiefeneindruck erzeugen kann, müssen die Informationen so schnell aufeinander folgen, dass sie praktisch gleichzeitig verarbeitet werden.

Ab einer bestimmten Abspielgeschwindigkeit kann die menschliche Wahrnehmung die aneinandergereihten Bilder nicht mehr voneinander trennen - deshalb erscheint ein Film auch als Film und nicht als Diashow. Die Herausforderung besteht nun darin, die Verschlussgeschwindigkeit der Shutter-Brille mit der Bildwiederholrate des Anzeigegeräts zu synchronisieren. Da die Bildwiederholrate für eine möglichst flimmerfreie Wiedergabe mit Shutter-Brillen in der Praxis etwa 120 Hertz beträgt, ist kaum an eine mechanische Umsetzung einer solchen dreidimensionalen Sehhilfe zu denken. Moderne Shutter-Brille wie die 3D Vision aus dem Hause Nvidia sind mit einem Flüssigkristallelement für jedes Auge ausgestattet. Daneben besitzen die Geräte auf jeder Seite einen passiven Polfilter. Bei jedem Abdunklungsvorgang fungiert das Flüssigkristallbauteil als Polarisa­tionsfilter, der das bereits durch das passive Element polarisierte Licht praktisch komplett aussperrt.

Ein großer Vorteil dieser Technologie liegt darin, dass bei einer guten Synchronisation von Anzeigegerät und Shutter-Brille der störende Ghosting-Effekt weitgehend ausgeschlossen ist. Da das jeweilige Auge durch das nahezu völlige Abdunkeln des Brillenglases im Idealfall gar keine Bildinformationen mehr erhält, ist auch gewährleistet, dass keine Teile des falschen Bildes zum Gehirn gelangen.

Quelle: Pressemitteilung

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Geforce GTX 560 Ti (9.05%)
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