Datenübertragung via Deckenlampe: Die Zukunft des LAN? [Quelle: siehe Bildergalerie]
Wissenschaftlern ist es gelungen, über eine gebräuchliche Deckenlampe Daten zu übertragen. Somit würden WLAN-Geräte oder eine feste Verkabelung in Wohnungen entfallen. Beim Experiment des Heinrich Hertz Institutes in Berlin wurden weiße LED-Lampen verwendet, deren Licht in kurzen Impulsen ausgesandt wurde und sich so ein digitaler Zyklus von 0 und 1 ergibt. Mittels eines Fotosensors im Endgerät lassen sich diese Impulse abfangen und so Daten übertragen.
Im Versuchslabor erreichten die Forscher Datenübertragungsraten von bis zu 800 MBit/s. Im Testaufbau konnte man in einem 10 Quadratmeter großen Raum einen HD-Stream an vier Geräte senden. Die Forscher wollen jedoch keinen Ersatz für vorhandene Technologien schaffen, sondern ihre Technik dort anwenden, wo mit den verfügbaren Techniken kein Weiterkommen oder Schwierigkeiten bestehen.
Wie jede Technik hat auch diese ihre Nachteile: Verdeckt man den Fotosensor am Empfangsgerät, kommt es zu Verbindungsabbrüchen. Außerdem ist das Signal, wie auch alle anderen, störanfällig. Hindernisse lassen sich zudem nicht so leicht überwinden, wie das bei WLAN der Fall ist. Und in der Testkonfiguration lassen sich Daten nur empfangen. Zum Senden von Daten muss am Endgerät ebenfalls eine entsprechende LED-Lampe und an der Decke ein Fotosensor angebracht sein.
Die Technik eigentlich daher zunächst vor allem zum Verteilen von Daten, wie es bei Streams/VLC-Technik der Fall ist. Die Übertragungsmethode soll erstmals auf der
IFA 2011 in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Interessenten müssen zwischen dem 02. und dem 07. September die Halle 11.1 in Berlin besuchen.
Quelle:
prophysik.de,
ftthcouncil.eu // Danke an Community-Mitglied L.B. für den Hinweis.
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Moderator
06.08.2011 01:00
Nö. Aber wenn du einen Weg findest, wie du den Rädern eines PKWs als simultane Zweitfunktion die Möglichkeit zum Musikabspielen gibst, ließe sich drüber Reden.
Meine Argumentation hat nichts über die Vorraussetzungen der Machbarkeit gesagt
Dein Tireplayer wird auch nicht mit Panzerketten funktionieren.
Das derzeitige Infrarot-Techniken zur Datenübertragung eine ehr geringe Bandbreite haben, liegt er daran, dass sie seit vielen Jahren nicht wirklich weiterentwickelt wurden, da die vorhandenen Bandbreiten für die gewünschten Anwendungsgebiete ausreichend sind.
Könntest recht haben - bzw. auch wieder nicht. Offensichtlich gibt es doch keine technischen Beschrenkungen, sondern Standards bis 16 MBit/s.
PWM und digitales AM sollten sich nicht sonderlich unterscheiden und FM ist mit LEDs schlichtweg nicht möglich. (bzw. wenn du einen Weg findest, dann hast du ein echt tolles Patent
PCGH-Community-Veteran
05.08.2011 23:55
Hat PWM keine Nachteile gegenüber FM oder AM?
(Meinem Bauchgefühl nach sollte t_puls>=T sein)
BIOS-Overclocker
05.08.2011 19:13
Erschaffe ich auch ein neues Konzept, wenn ich die Radabstände an einem PKW verändere?
PS: Nach deiner Argumentation wäre das Prinzip auch mit jeder beliebigen Neonröhre oder Halogenlampe möglich. Jedoch geht es (derzeit) ausschließlich mit LEDs, da andere Beleuchtungsarten vermutlich zu träge reagieren würden.
Es kommt nur darauf an, wie schnell das Licht gepulst wird. Wie groß die Wellenlänge ist, sollte dabei relativ egal sein.
Das derzeitige Infrarot-Techniken zur Datenübertragung eine ehr geringe Bandbreite haben, liegt er daran, dass sie seit vielen Jahren nicht wirklich weiterentwickelt wurden, da die vorhandenen Bandbreiten für die gewünschten Anwendungsgebiete ausreichend sind.