Enermax besuchte die Redaktion am 3. August und zeigte die neuen CPU-Kühler (2) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Der Enermax ETS-T40 entspricht auf dem ersten Blick einem typischen CPU-Kühler in Turmbauweise und ist mit vier 6-mm-Heatpipes ausgestattet, die direkt auf dem Heatspreader des Prozessors aufliegen. Die Lamellen hat Enermax allerdings modifiziert und mit unterschiedlich großen Aussparungen versehen: Die zwei großen, mittigen Öffnungen sind für den Kamineffekt ausgelegt, sodass warme Luft nach oben steigt und durch einen Unterdruck kühlere Luft nachströmt. Die hinter den Heatpipes liegenden Öffnungen sollen den durch die Wärmerohre geteilten Luftstrom durch gezielte Verwirblungen zusammenführen, sodass es hinter den Heatpipes nicht zu lokalen Wärmestaus kommt.
Die von uns getestete Variante des Enermax ETS-T40 ist mit einem schwarzen T.B.Silence-Ventilator ohne LEDs ausgestattet und nicht vernickelt, sodass sie voraussichtlich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis der kommenden Enermax-Kühler aufweist. Der Preis soll zwischen 35 und 40 Euro liegen. Der Lüfter ist bis maximal 1.800 U/min spezifiziert, ausgelesen haben wir bis zu 1.870 U/min. Vier Gummistücke zum Aufkleben sollen Vibrationen dämpfen. Der Enermax ETS-T40-TB eignet sich für die Sockel 775, 1155, 1156, 1366 sowie AM2(+) und AM3(+), bei AMD-Systemen ist leider keine gedrehte Montage möglich. Die Befestigung am Mainboard erfolgt mittels Backplate, Abstandsschrauben und Halterahmen und ähnelt daher zum Beispiel dem System von Prolimatech.
Bei der Kühlleistung mit Standardlüfter ermitteln wir die Temperaturwerte 42,7/44,9/49,7 Grad Celsius bei 100/75/50 Prozent Lüfterdrehzahl. Während der 100-Prozent-Wert zu den niedrigsten bisher von uns ermittelten Temperaturen zählt, fällt die Leistung im Vergleich zu anderen Kühlern vor allem bei 50 Prozent deutlich ab. (Zum Vergleich: Scythe Mugen 3: 42,9/43,7/45,7 °C; Thermalright HR-02 Macho: 43,5/44,6/46,3 °C) Ein ähnliches Bild ergibt sich mit dem Referenzlüfter Be quiet Silent Wings PWM im 120-mm-Format: Der 100-Prozent-Wert ist mit 43,4 °C gut, bei 75/50 Prozent mit 47,3/52,9 °C etwas enttäuschend. Im Test bei 100 Prozent Drehzahl und 1,39 V Kernspannung zeigt der Enermax ETS-T40-TB mit 49,0/51,9 °C (Standardlüfter/Referenzlüfter), dass er bei ausreichend Luftdurchsatz auch mit einer erhöhten CPU-Abwärme klarkommt. Die Lautheit des Standardlüfters liegt bei 3,9/1,5/0,5 Sone, der Schalldruckpegel bei 100/75/50 Prozent bei 43,1/32,8/24,5 dB(A). Eine hohe Kühlleistung bei nicht übermäßiger Lautstärke liefert der ETS-T40-TB also bei 1.200 bis 1.500 U/min.
Vorab-Fazit: Enermax ETS-T40-TBFür 35 bis 40 Euro bietet kaum ein anderer Prozessorkühler eine so hohe Maximalkühlleistung wie der Enermax ETS-T40-TB. Leider kommt diese durch einen schnelldrehenden Ventilator zustande; dieser lässt sich zwar runterregeln, die Kühlleistung sinkt dann aber relativ stark - Überhitzungsprobleme sind allerdings nicht zu befürchten. Somit ist der ETS-T40-TB für Silent-Fans letztendlich keine Alternative zum ähnlich teuren,
kürzlich getesteten Thermalright HR-02 Macho. Für eine endgültige Beurteilung inklusive Wertung lohnt sich der Blick in eine der kommenden PCGH-Ausgaben.
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PC-Selbstbauer
18.08.2011 18:44
Seh ich genau so. Denke nicht das der Kühler sich von der Preis/Leistung her gegen den Mugen oder den Macho durchsetzen wird.
Die Zukunft liegt vermutlich ehr bei Kompaktwaküs
Komplett-PC-Aufrüster
18.08.2011 18:25
Also es gibt doch dauerhaften und nun wirklich nicht zu vernachlässigenden Fortschritt im Kühlerbereich - das muss ja nicht so sichtbar wie beim Umstieg von Top-Flow zu Tower o.ä. sein. Klar, man kann sicher auch einen riesigen und potenten Kühler in Entenform mit schrägem Luftstrom von oben durch den Schnabel entwickeln
Aber wenn man mal einfach die Leistung von relativ schmalen aktuellen Kühlkörpern mit einigen riesigen Klötzen von vor ein paar Jahren vergleicht, dann kann mir niemand erzählen, dass sich beim Kühlerdesign nichts verändert hat - sicher, diese Fortschritte bleiben das wohlgehütete Geheimnis der Entwicklungsabteilungen der einzelnen Hersteller, aber von der Hand zu weisen sind sie wohl kaum.
Software-Overclocker
13.08.2011 18:21
/Sign
Irgendwann ist das Limit erreicht.