Amoklauf in Norwegen: Mutmaßlicher Täter soll an "Jagd sowie an Computer-Kriegsspielen" interessiert gewesen sein [Quelle: siehe Bildergalerie]
Der 32-jährige Täter habe mittlerweile ein Geständnis abgelegt. "Er hat sich zu den Tatumständen bekannt", sagte der Anwalt des Verdächtigen. Die Tat selbst erscheint minutiös geplant. Scheinbar nur als Ablenkungsmanöver explodiert eine Bombe im Regierungsviertel von Oslo. Die vorhandenen Polizeikräfte werden gebunden. Unterdessen macht sich der Täter auf in Richtung der nicht weit entfernten Insel Utøya. Das dort stattfindende Zeltlager soll Hauptschauplatz und Höhepunkt des geplanten Amoklaufs sein. Mindestens 85 Jugendliche werden auf der Insel erschossen. Norwegen gilt als liberales Land in Bezug auf die dort lebenden Ausländer. Dennoch machen sich verstärkt rechtspopulistische Fraktionen stark. Der mutmaßliche Täter bezeichnete sich selbst als "nationalistisch und antimuslimisch" und war selbst Mitglied in einer rechtspopulistisch ausgerichteten Partei.
Dennoch bleiben immer noch Fragen warum er diese Bluttat begangen hat. Die Ursachensuche hat begonnen und es scheint, als würde man, wie nach jedem Amoklauf, auch Computerspiele nicht außer Acht lassen wollen. Nach einem Bericht des NTV soll der Täter an "Jagd sowie an Computer-Kriegsspielen" interessiert gewesen sein. Der mittlerweile nicht mehr erreichbare Facebook-Account soll Rückschlüsse auf Call of Duty: Modern Warfare 2 und World of Warcraft gegeben haben. Eine Bestätigung der norwegischen Polizei liegt noch nicht vor.
Fraglich ist, ob überhaupt eine Verbindung zwischen diesen beiden Computerspielen und der Tat selbst gezogen werden können. Zwar wurden derartige Vergleiche schon in der Vergangenheit gezogen, insbesondere auf Grund der Amokläufe von Emsdetten und Erfurt, doch sind dieses Mal die Umstände vollkommen verschieden. Im Gegensatz zu den deutschen Fällen von Amokläufen erscheint die Bluttat in Norwegen weniger als Amoklauf im eigentlichen Sinne. Dafür fehlt es schlicht an der Selbstinszenierung des Täters und dem (gewollten) Freitod nach Abschluss der Tat. Zudem sind die Gründe anders. Der norwegische Fall erscheint aus einer politischen Motivation heraus entstanden zu sein, während in den Fällen von Erfurt und Emsdetten die Täter stets an psychischen Auffälligkeiten litten, hervorgerufen durch soziale Ausgrenzungen und Rückschläge in der Jugendzeit.
Quelle: derangedshaman.com
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Gesperrt
04.08.2011 13:25
Liest mal das hier: Video games used by Norway gunman withdrawn - Games - NZ Herald News
Einfach lächerlich!
Schaut euch das an:
Netzwelt-Ticker: Steuer-ID mutiert zur Personenkennziffer - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
Zitat: "Ballerspiele wie World of Warcraft and Call of Duty..."
Seit wann ist WoW ein Ballerspiel?
Volt-Modder
31.07.2011 13:11
Bei Marvin Heemeyer wars ne Mischung aus Amoklauf und Anschlag, dabei hat er keinen Menschen getötet und seine Tat ist irgendwo nachvollziehbar. Manche Fälle kann man nicht in Schubladen stecken.
Lötkolbengott
31.07.2011 10:53
In gewissem Sinne ist auch ein Amoklauf kurz vorher geplant, nur eben lange nicht so intensiv wie ein Anschlag. Eine richtige Kurzschlussreaktion wäre, wenn innerhalb von Sekunden der Entscheidung auch gleich die Tat folgen würde.