VIA verkauft S3 an HTC für 300 Millionen US-Dollar (Im Bild: Chrome 440 GTX) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Die Grafikschmiede S3 von VIA wurde für 300 Millionen US-Dollar an HTC verkauft. Der Smartphonehersteller will sich so Know How bei Grafikkarten ins eigene Boot holen. Sofern die Kartellbehörden zustimmen, soll die Übernahme noch 2011 unter Dach und Fach gebracht werden.
Die Geschichte von S3 ist lebhaft. Einst als Anbieter für dedizierte Grafikkarten gestartet, konnte man sich nicht gegen die aufkommenden 3D-Beschleuniger der Konkurrenz durchsetzen. 2001 übernahm dann VIA das Unternehmen mittels eines Joint Ventures und versuchte erneut relativ erfolglos, Grafikkarten am Markt zu platzieren. Meist fanden sich die S3-GPUs jedoch nur als Onboardlösung in den Chipsätzen von VIA oder als Nischenprodukt für HTPCs.
2005 erfolgte dann erneut eine Änderung der Besitzverhältnisse, da S3 finanziell angeschlagen war. WTI stieg ein, ein Unternehmen des VIA-Aufsichtsratsvorsitzenden Cher Wang, zugleich auch Mitgründer von HTC. Der Deal zwischen VIA und HTC sieht nun die Zahlung von 153 Millionen US-Dollar an WTI und 147 Millionen US-Dollar an VIA vor. VIA wird weiterhin S3-Prodkte nutzen. Ob dafür Lizenzkosten anfallen, ist unklar.
HTC macht sich mit diesem Schritt etwas unabhängiger von Zulieferern und folgt damit dem Trend. Andere Smartphone-Hersteller haben in der Vergangenheit auch Chip-Architekten ins Unternehmen eingegliedert, darunter Apple und LG.
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