Wechselbare GPUs auf Grafikkarten? Leserbrief der Woche
Tag für Tag erhält PC Games Hardware Anfragen, Vorschläge und Kritik von Lesern. In der Rubrik "Leserbrief der Woche" stellen wir Ihnen ab sofort wöchentlich einen ausgewählten Leserbrief und die Antwort eines Fachredakteurs vor. Beachten Sie, dass die Leserbrief der Woche nicht zwangsläufig in der Woche an die Redaktion geschickt wurde, in der Sie Ihnen an dieser Stelle präsentiert wird.
(Stephan Wilke, 18.06.2011)
Warum gibt es keine gesockelten, wechselbaren GPUs auf Grafikkarten? [Quelle: siehe Bildergalerie]
Eine der großen Vorteile des PCs ist die Aufrüstbarkeit. Auf Mainboards lässt sich zum Beispiel der Prozessor und der Arbeitsspeicher wechseln. Wieso gibt es allerdings keine Grafikkarten mit wechselbaren GPUs? Diese Frage stellte uns Leser Mario J.
Der Leserbrief:
"Wieso werden GPUs eigentlich nicht austauschbar auf einem Sockel angeboten, wie es bei CPU der Fall ist? Momentan muss man bei einer möglichen Grafikaufrüstung jedes Mal sozusagen *GPU-Mainbord + Arbeitspeicher* dazukaufen."
Die Antwort von Carsten Spille (Fachbereich Grafikkarten):
"Für eine genaue Antwort müssten Sie bei AMD und Nvidia direkt nachfragen. Ich könnte Ihnen jedoch folgende Thesen anbieten: - Eine Steckverbindung erhöht die Fehleranfälligkeit der Signalübertragung. - Von GPU-Generation zu GPU-Generation sind aufgrund der Weiterentwicklungen der ISA (also des Instruktionssets) die Layouts sehr verschieden voneinander, sodass häufig neue Sockel nötig wären. - Die verschiedenen GPU-Leistungsklassen verfügen über sehr unterschiedliche Speicherbandbreiten - das Grafik-"Mainboard" müsste also so komplex sein, dass auch die High-End-Modelle untergebracht werden können, aber günstig genug, um auch 30-Euro-Modelle zu erlauben."
Leserbriefe können Sie an redaktion@pcgameshardware.de senden. Der Leserbrief der Woche wird jeden Samstung um 16:15 Uhr vorgestellt.
AW: Wechselbare GPUs auf Grafikkarten? Leserbrief der Woche
Interessanter Ansatz ! Man könnte ein Grundgerüst (Platine und wechselbarer GDDR5-Speicher) für High-End-Grakas bauen (für Budget-Grakas wäre das zu teuer). Aber das wird an drei Problemen scheitern:
1) Die Boardpartner von nVidia und AMD wollen sicher auch ihr Geld verdienen ! Jedesmal ein neues "Grundgerüst" mitzuverkaufen ist sicher lukrativer. 2) Für Otto Normaluser ist es leichter, eine komplette Steckkarte zu wechseln, als mit Kühler und Wärmeleitpaste rumfrickeln zu müssen ! Der Affe aus diesem Video könnte das sonst auch nicht *g* 3) AMD und nVidia werden sich sicher nicht auf einen Sockel einigen können !
AW: Wechselbare GPUs auf Grafikkarten? Leserbrief der Woche
Der Nachteil von gesockeltem Speicher wären wesentlich niedrigere Speichergeschwindigkeiten. Das Argument mit den verschiedenen Sockeln für GPUs verschiedener Generationen zieht so nicht, bei CPUs ist es ja auch nicht viel anders. Innerhalb einer Generation könnte man schon in gewissem Maß aufrüsten. z.B. NVidia: GTX 550 TI- > 460 -> 560 -> 560 TI unterscheiden sich kaum - wenn sie nicht schon pinkompatibel sind, könnte man sie pinkompatibel machen. Aber auch da gilt: durch den GPU-Sockel (mit den Speichersockeln schon doppelt) leidet die Signalqualität der Speicheranbindung.
Software-Overclocker
19.06.2011 11:29
Interessanter Ansatz !
Man könnte ein Grundgerüst (Platine und wechselbarer GDDR5-Speicher) für High-End-Grakas bauen (für Budget-Grakas wäre das zu teuer).
Aber das wird an drei Problemen scheitern:
1) Die Boardpartner von nVidia und AMD wollen sicher auch ihr Geld verdienen ! Jedesmal ein neues "Grundgerüst" mitzuverkaufen ist sicher lukrativer.
2) Für Otto Normaluser ist es leichter, eine komplette Steckkarte zu wechseln, als mit Kühler und Wärmeleitpaste rumfrickeln zu müssen !
Der Affe aus diesem Video könnte das sonst auch nicht *g*
3) AMD und nVidia werden sich sicher nicht auf einen Sockel einigen können !
BIOS-Overclocker
18.06.2011 20:01
Die Idee selbst ist ja ganz gut....nur muß dann auch der GDDR erweiterbar sein.....weil meist neuere Gpus....mehr vertragen...
Volt-Modder
18.06.2011 17:51
Der Nachteil von gesockeltem Speicher wären wesentlich niedrigere Speichergeschwindigkeiten.
Das Argument mit den verschiedenen Sockeln für GPUs verschiedener Generationen zieht so nicht, bei CPUs ist es ja auch nicht viel anders. Innerhalb einer Generation könnte man schon in gewissem Maß aufrüsten. z.B. NVidia: GTX 550 TI- > 460 -> 560 -> 560 TI unterscheiden sich kaum - wenn sie nicht schon pinkompatibel sind, könnte man sie pinkompatibel machen. Aber auch da gilt: durch den GPU-Sockel (mit den Speichersockeln schon doppelt) leidet die Signalqualität der Speicheranbindung.