Itanium-Gate: HP und Oracle im Streit um Intels Server-CPU

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Zwischen HP und Oracle zeichnet sich ein Streit ab, der nun vor Gericht landen wird. Es geht um die Unterstützung von Intels Itanium-Prozessoren. Stein des Anstoßes: HP will Oracle dazu zwingen Itanium-CPUs zu verwenden. Im Gegenzug behauptet Oracle, die das Servergerschäft von Sun übernommen haben, dass HP und Intel ihre Kunden belügen würden.

Oracle hatte im März angekündigt, die Softwareentwicklung für Intels Itanium einzustellen. Als Begründung lieferte man das Ende des Serverprozessors. Oracle ist einer der größten Softwareanbieter und machte sich mit der Übernahme von Sun zum Konkurrenten von HP. Bei HP indes sieht man große Probleme auf sich zukommen, wenn Oracle die Softwareentwicklung für Itanium einstellt. Das Unternehmen aus Paolo Alto ist der größte Anbieter dieses Prozessortyps am Servermarkt.

Streit war vorprogrammiert: HP meinte, Oracle würde so sein schwächelndes Servergeschäft aus der Sun-Übernahme stützen wollen. Oracle hielt dagegen und war HP Kundentäuschung vor. Man wisse bei HP laut Oracle sehr wohl, dass Intel künftig verstärkt auf x86-Prozessoren (im Serversegment Xeon) setzen werde und halte diese Information zurück. Aus dem verbalen Schlagabtausch wurde nun eine gerichtliche Auseinandersetzung.

HP klagt und wirft Oracle vor, dass man die zugesicherte Unterstützung für Itanium nicht einhalte. Außerdem sei Oracle bemüht, die Kunden mit unlauteren Mitteln zu Sun-Servern zu treiben. Anstelle Bugs aus der aktuellen Itanium-Fassung zu entfernen, kündige man die Verbesserung für das nächste große Softwareupdate an und eben jenes soll es nach willen von Oracle nicht mehr für Itanium-CPUs geben. HP führt an, dass man bereits seit längerem zusammen an der Portierung von Oracle 12G arbeite, doch die bisherigen Bemühungen seien nicht zu Ende geführt worden. Und zum Schluss kritisiert man die Lizenzkosten, die Oracle für Itanium-Server verdoppelt habe.

Oracle bestreitet, dass man langfristige Verträge mit HP zur Unterstützung des Itaniums habe. Die Klage sei boshaft und könne nicht gehalten werden. Außerdem wirft man HP vor, dass man Oracle nicht über die Einstellung der Itanium-Prozessoren informiert habe. Monate später wäre auch Oracle in Kenntnis gesetzt worden und man habe bei der Entwicklung sofort reagiert. In einem Gerichtsprozess will Oracle nun die Täuschung der Kunden seitens HP und Intel aufdecken.

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Mr.Korky Freizeitschrauber(in)
        sorry für meinen komentar aber :

        Jetzt fangen die auch noch an !

        @ oben

        aber amd kann niemals soviel liefern wie die wollen !!
        (ausser die gehen aus dem desktop markt !)
      • Von Mr.Korky Freizeitschrauber(in)
        sorry für meinen komentar aber :

        Jetzt fangen die auch noch an !

        @ oben

        aber amd kann niemals soviel liefern wie die wollen !!
        (ausser die gehen aus dem desktop markt !)
      • Von Eckism Volt-Modder(in)
        Zitat von ruyven_macaran
        SSE4a ist eine reine AMD-Entwicklung und es vorraussetzen wäre eine Intel-Nichtunterstützung
        Ich meine das komplette Windows...
      • Von Superwip Lötkolbengott/-göttin
        Ein fast logischer Schritt nach dem Oracle SUN aufgekauft hat...

        Meiner Meinung nach sollte sich Intel beim ITANIUM entweder mehr anstrengen- oder es gleich bleiben lassen; die letzten Modelle kamen immer zu selten, zu spät, waren auch sehr teuer und an eine sehr teure, exotische Plattform gebunden...

        Der Pulson ist hier ein Hoffnungsschimmer, daneben sollte Intel meiner Meinung nach aber auch versuchen die Verbreitung des Itaniums, insbesondere im Workstationsegment zu erhöhen, mit etwas (Multi CPU fähigkeit) abgespeckten, wesentlich billigeren Modellen, die auf die "normalen" High-End Sockel 1366 bzw. 2011 passen- wenn schon dann denn schon

        Billigere Systeme -> Mehr Nachfrage -> Mehr Systeme -> Mehr Nachfrage nach passender Software -> Mehr Software -> Mehr Nachfrage nach passenden Systemen... nur so eine Idee

        ITANIUM hätte zwar eventuell mit einem klassischen BIOS Probleme, aber so hätten die neuen EFIs endlich mal eine sinnvolle Aufgabe (wir erinnern uns: ursprünglich wurde das EFI für den ITANIUM entwickelt...)

        Im Gegensatz zu den anderen nicht-X86 Herstellern hat Intel eine etablierte, weit verbreitete, billige Plattform, die nur der Sockel von der ITANIUM- Kompatibilität trennt, aus diesem Vorteil könnte man mehr machen als die Möglichkeit die Chipsatzproduktion zu optimieren
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        SSE4a ist eine reine AMD-Entwicklung und es vorraussetzen wäre eine Intel-Nichtunterstützung
      • Von Eckism Volt-Modder(in)
        Zitat von ruyven_macaran
        Da könnte genausogut Microsoft ankommen und AMD kaufen und ab sofort SSE4a für Office vorraussetzen.
        Oder wie Oracle, kein Intel mehr unterstützen....
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