Kabelgebundene 3D-Brille von Nvidia
Eine Shutterbrille ohne Infrarottechnologie verspricht, den Einstiegspreis für Nvidias 3D-Vision weiter zu senken.
Dreidimensionale Bildwiedergabe mittels Shuttertechnik liegt voll im Trend. Doch neben einem 120 Hz Display fallen, trotz Preissenkung, noch um die 120 Euro für ein 3D Vision Kit an. Wie golem.de berichtet, wird es in Zukunft für 99 US-Dollar (EU-Preis unbekannt) eine kabelgebundene Alternative geben.
Quelle: golem.de
Das Original der von Golem gezeigten Folie findet sich derzeit leider nicht auf Nvidias Homepage. Nur die Worte "Wear 3D Vision Wired glasses over corrective eyewear" in der Feature-Liste bestätigen die Existenz einer kommenden, kabelgebundenen Version.
Die neue Brille soll die gleichen optischen Eigenschaften bieten, wie das bisherige Modell, wird aber direkt an den USB-Port angeschlossen. Neben dem IR-Emitter kann die Brille so auch auf integrierte Akkus verzichten. Dadurch sinkt die Preisempfehlung nicht nur unter die des 3D Vision Kits, sondern auch unter die der einzeln verkauften Zweitbrillen (119 US-Dollar). Zeitgleich nutzt Nvidia die Gelegenheit und überarbeitet Formgebung und Material der Brille, um den Tragekomfort zu steigern.
Hintergrund: Shutterbrille
Die Gläser von Shutterbrillen beinhalten zwei einfache LC-Elemente, mit denen abwechselnd die Sicht des einen und des anderen Auges verdunkelt wird. Dieser Vorgang wird mit den Bildwechseln des Monitors synchronisiert, so dass im Idealfall beiden Augen getrennte Bilder gezeigt werden. Diese werden von der Grafikkarte in leicht unterschiedlicher Perspektiven berechnet, so dass stereoskopisches Sehen und damit ein realistischer 3D-Eindruck möglich wird.
Ein Vorteil dieser Technologie ist die vergleichsweise günstige Implementierung in Monitore, die nur den schnellen Bildwechsel ermöglichen müssen. Auch steht im 3D-Modus jedem Auge die volle Monitorauflösung zur Verfügung, während sie sich bei den meisten anderen Techniken halbiert. Nachteilig ist die geringe Bildwiederholrate von meist 60 Hz pro Auge, die als Flimmern wahrgenommen werden kann, und der drastische Verlust an Bildhelligkeit.
Diese liegt in der Praxis deutlich über den 50%, die eine Verdunkelung für die Hälfte der Zeit erwarten ließe: Zum einen braucht die Brille eine gewisse Zeit für den Wechsel zwischen durchsichtig und undurchsichtig, zum anderen stellt ein Monitor aufgrund des pixelweise erfolgenden Bildwechsels nie für längere Zeit ein ganzes Bild dar, sondern immer eine Mischung aus neuem und altem Frame. Wird diese Mischung bewusst von einem Auge wahrgenommen, entstehen Geisterbilder anstelle eines dreidimensionalen Eindruckes.

Zur Headset Thematik:
Meiner Meinung nach das größte Problem bei der Sache; mein Medusa ist in Kombination mit der Brille ab der ersten Minute wirklich unangenehm...
Wenn die Brille 99 $ kosten wird, dann steht sie hier für 99 € im laden.
Echt *** sowas.
Wie Dells XPS 15z. USA 999$. EU 999€.
Kann man ja das Kabel hinter den Rücken laufen lassen, wenn es denn lang genug ist!
Und weil die Akkus ja auch nicht ewig halten.