Leserbrief der Woche: Aufrüstung für Videobearbeitung
Tag für Tag erhält PC Games Hardware Anfragen, Vorschläge und Kritik von Lesern. In der Rubrik "Leserbrief der Woche" stellen wir Ihnen ab sofort wöchentlich einen ausgewählten Leserbrief und die Antwort eines Fachredakteurs vor. Beachten Sie, dass die Leserbrief der Woche nicht zwangsläufig in der Woche an die Redaktion geschickt wurde, in der Sie Ihnen an dieser Stelle präsentiert wird.
(Stephan Wilke, 07.05.2011)
Leserbrief der Woche: Aufrüstung für Videobearbeitung [Quelle: siehe Bildergalerie]
Der PCGH-Leser M.R. verwendet derzeit noch ein Sockel-939-System, plant aber die Aufrüstung seines PCs und hat sich bereits für eine neue AMD-Plattform auf Basis des Sockel AM3 entschieden; doch welche CPU soll es sein?
Der Leserbrief:
Ich möchte mir einen Büro-Rechner für gelegentliche Videobearbeitung zusammenstellen. Als Mainboard habe ich mir das Asus M4A88TD-M/USB3 ausgesucht. Die Onboard-Grafik reicht mir aus, da ich derzeit auch nur eine Geforce 6200 verwende. Aber welche CPU soll ich kaufen? Ich nutze noch Windows XP in der 32-Bit-Version. Lohnt sich ein Phenom II X2/X3 dann überhaupt oder ist ein Athlon II X2/X3 ausreichend? Aufrüsten kann man ja immer ... Oder sollte ich wenigstens auf Windows XP 64 Bit aufrüsten? Im Moment habe ich noch ein Sockel-939-Mainboard mit einem Athlon 64 X2 4800+, aber der wird langsam lendenlahm ... Vielen im Voraus für Eure Antwort!
Gruß, M.R.
Die Antwort von Marc Sauter (Fachbereich Prozessoren):
Für Video-Rendering ist vor allem die Anzahl der (FPU-)Kerne wichtig, der L3-Cache, durch welchen sich Athlon II und Phenom II unterscheiden, weniger. Vom Preis/Leistungs-Aspekt her raten wir Ihnen daher zu einem Athlon II X4 - sofern Sie nicht regelmäßig exzessiv rendern ist das wohl die beste Option (ideal wäre ein Phenom II X6 bei dieser Plattform). Ein Windows XP in der 64-Bit-Version ist nur dann sinnvoll, wenn Ihr Rendering-Programm von 64 Bit profitiert. Ist dies der Fall, ist der Sprung auf Windows 7 64 Bit allerdings sinnvoller.
Leserbriefe können Sie an redaktion@pcgameshardware.de senden. Der Leserbrief der Woche wird jeden Samstag um 16:15 Uhr vorgestellt.
AW: Leserbrief der Woche: Aufrüstung für Videobearbeitung
Also zum Full-Hd macht diese Konfiguration sicherlich keinen Spaß. Ich habe erst mit einem ambitionierten Hobbyfilmer einen Rechner für ihn zusammengestellt. Wenn das Ganze (halbwegs) schnell gehen soll, benötigt man schon einen aktuellen Sansy Bidge und eine flotte SSD, natürlich ist der Preis dann entsprechend höher. Für SD Material aber reicht auch ein lamgsamer Rechner aus, wobei auch hier eine SSD bei vielen Programmen sinnvoll ist, denn gerade bei längeren Arbeiten kann es sonst sehr sehr zäh zugehen.
AW: Leserbrief der Woche: Aufrüstung für Videobearbeitung
@drakenbacken
Weder Magix Pro X2 - 2.5 noch Pro X3 Nutzen Cuda zum Rendern. Bei Magix wird ggf. die Graka zum rendern der Effekte genutzt, jedoch nicht zum Export.
Habe selbst das Pro x2.5 und würde mir wünschen das der Export via GPU Funktionieren würde. Aber von MAgix habe ich erfahren das die in dieser Hinsicht nichts Planen da eben das GPU rendern wie CUDA und ATI Stream einer offenen Lösung entgegen stehen.
Es sei den ich habe in deinem Post Rendern und Exportieren jetzt irgendwie missverstanden.
AW: Leserbrief der Woche: Aufrüstung für Videobearbeitung
Adobe Premiere (gibts für Schüler, Studenten und Dozenten in der praktischen Production-Edition zum extrem günstigen Komplettpreis zusammen ua mit Photoshop, Aftereffects ua.) läuft in der aktuellen Version 5.5 nur noch auf 64Bit-Betriebssystemen ab Vista.
64 Bit sind ohnehin empfehlenswert, insbesondere bei der Verwendung von HD-Material, denn die Bearbeitung ist bei hoher Auflösung sehr speicherintensiv. Am Besten gleich 8 oder 16 GB drauf, viel RAM schadet bei Grafikbearbeitung eigentlich nie.
Einige Programme, wie zB Sony Vegas oder auch Premiere, aber auch das günstige Magix, nutzen zum Rendern CUDA-fähige Grafikkarten (bitter für Besitzer vom AMD-Pixelschubsern). Wer das nutzen möchte (Beschleunigt das Rendern um den Faktor 10-20), der muß derzeit zu NVIDIA greifen.
Die Prozessoren von AMD, insbesondere der X6, sind für Videobearbeitung optimal. Niedriger Preis, tolle Leistung, da macht man nix verkehrt.
PC-Selbstbauer
08.05.2011 09:44
Also zum Full-Hd macht diese Konfiguration sicherlich keinen Spaß. Ich habe erst mit einem ambitionierten Hobbyfilmer einen Rechner für ihn zusammengestellt. Wenn das Ganze (halbwegs) schnell gehen soll, benötigt man schon einen aktuellen Sansy Bidge und eine flotte SSD, natürlich ist der Preis dann entsprechend höher.
Für SD Material aber reicht auch ein lamgsamer Rechner aus, wobei auch hier eine SSD bei vielen Programmen sinnvoll ist, denn gerade bei längeren Arbeiten kann es sonst sehr sehr zäh zugehen.
Freizeitschrauber
07.05.2011 19:32
@drakenbacken
Weder Magix Pro X2 - 2.5 noch Pro X3 Nutzen Cuda zum Rendern. Bei Magix wird ggf. die Graka zum rendern der Effekte genutzt, jedoch nicht zum Export.
Habe selbst das Pro x2.5 und würde mir wünschen das der Export via GPU Funktionieren würde. Aber von MAgix habe ich erfahren das die in dieser Hinsicht nichts Planen da eben das GPU rendern wie CUDA und ATI Stream einer offenen Lösung entgegen stehen.
Es sei den ich habe in deinem Post Rendern und Exportieren jetzt irgendwie missverstanden.
PC-Selbstbauer
07.05.2011 17:59
Adobe Premiere (gibts für Schüler, Studenten und Dozenten in der praktischen Production-Edition zum extrem günstigen Komplettpreis zusammen ua mit Photoshop, Aftereffects ua.) läuft in der aktuellen Version 5.5 nur noch auf 64Bit-Betriebssystemen ab Vista.
64 Bit sind ohnehin empfehlenswert, insbesondere bei der Verwendung von HD-Material, denn die Bearbeitung ist bei hoher Auflösung sehr speicherintensiv. Am Besten gleich 8 oder 16 GB drauf, viel RAM schadet bei Grafikbearbeitung eigentlich nie.
Einige Programme, wie zB Sony Vegas oder auch Premiere, aber auch das günstige Magix, nutzen zum Rendern CUDA-fähige Grafikkarten (bitter für Besitzer vom AMD-Pixelschubsern). Wer das nutzen möchte (Beschleunigt das Rendern um den Faktor 10-20), der muß derzeit zu NVIDIA greifen.
Die Prozessoren von AMD, insbesondere der X6, sind für Videobearbeitung optimal. Niedriger Preis, tolle Leistung, da macht man nix verkehrt.