Motorola Atrix (5) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Das Motorola Atrix besitzt einen Tegra 2-Prozessor von Nvidia mit zwei Kernen, die maximal mit jeweils 1 GHz Takt arbeiten. Diesem zur Seite stehen 1 GByte Arbeitsspeicher, 16 GByte lokaler Speicher und bis zu 32 GByte SD-Karten-Speicher. Das Atrix besitzt ein 4-Zoll-Display mit einer relativ hohen Auflösung von 960 x 540 Bildpunkten und einem Pixelabstand von 275 ppi. Zum Vergleich: Das Apple iPhone 4 samt Retina-Technik hat einen Pixelabstand von 326 ppi und das Samsung Galaxy S einen Pixelabstand von 233 ppi. Motorola wird das Atrix vorerst mit Android 2.2 ausliefern, ein Update auf Android 2.3 (Gingerbread) ist aber bereits zugesagt.
Auf den ersten Blick erinnert das Atrix ein wenig an das Galaxy S - berührungsempfindliche Schaltflächen unterhalb des Bildschirms und eine abgerundete Einfassung des Bildschirms. Mit 135 Gramm ist es etwas leichter als ein iPhone 4, das hohe Gewicht trotz viel Plastikcharme liegt nicht zuletzt an dem großen 1.930-mAh-Akku.
Motorola Atrix - Verarbeitung und Design Obwohl beim Atrix viele Plastikteile zum Einsatz kommen, fühlt es sich nicht zuletzt durch das relativ hohe Gewicht von 135 Gramm, die gute Bildschirm-Einfassung samt Gorilla-Glas und die durchaus stabile Bauweise sehr wertig an. Trotz der bedruckenden Spezifikationen ist es mit 117.8 (H) x 63.5 (B) x 10.1 (T) Millimeter fast genau so kompakt wie das Samsung Galaxy S. Die Rückseite ist relativ eben, am unteren Rand ist ein Lautsprechergitter und an der oberen abgerundeten Ecke liegt der Fingerabdruck-Sensor, so können Sie auf Wunsch das Gerät auch ohne die Eingabe des Sperrcodes nutzen. Links daneben hat der Hersteller den 3,5-Klinkenstecker für Kopfhörer untergebracht. Linksbündig befindet sich die primäre 5-Megapixel-Kamera samt zwei LEDs zur Beleuchtung bei schlechten Lichtverhältnissen. Links im Rahmen hat Motorola einen USB- und einen HDMI-Anschluss untergebracht, allerdings verzichtet man auf einen Schiebemechanismus zum Schutz vor Schmutz, wie beispielsweise beim Galaxy S. Die rechte Rahmenseite beherbergt die Lautstärkewippe. Das Motorola Atrix ist kein Schmuckstück, wer mehr Metall und Style sucht, ist beim iPhone 4 besser aufgehoben. Jedoch ist das Design funktional und wirkt nicht billig, eher eine Spur Understatement.
Motorola Atrix - die Hardware Unter der Haube spielt das Atrix seine Stärken aus, ein Highlight ist der Tegra 2-Chipsatz (ARM Cortex-A9) von Nvidia, dieser besteht aus zwei Prozessoren mit einer Taktrate von 1 GHz und einer ULP Geforce-Grafikeinheit. Auf dem Papier zählt das Atrix somit zu den schnellsten Smartphones derzeit. Dieser Eindruck bestätigt sich bei den ersten Tests mit dem Gerät, so werden Eingaben oder Menüumschaltungen blitzschnell umgesetzt und sind noch eine Spur schneller als beim Galaxy S. Subjektiv betrachtet scheinen die Eingaben eine Spur runder als beim Optimus Speed, ein weiteres Dualcore-Smartphone, das wir uns auf der Cebit erneut angeschaut haben. Vermutlich liegt der Unterschied, zumindest bei der UI-Geschwindigkeit, auf einer sauberen Einbettung der Motorola-Oberfläche, ohne einen direkten Vergleichstest lässt sich hier aber nur spekulieren. Ein Pluspunkt beim Atrix ist auf jeden Fall der Arbeitsspeicher mit 1 GByte. Diesem zur Seite stehen 16 GByte lokaler Speicher, eine Erweiterung bis 32 GByte über eine microSD-Karte ist ebenfalls möglich.
Als Display verwendet Motorola ein Display mit einer Auflösung von 960 x 540 Bildpunkten (Q-HD), bei dem man auf die von Samsung eingekaufte Pen Tile-Matrix-Darstellung setzt. Diese erlaubt eine geringere Anzahl von Subpixeln und soll so höhere Auflösungen bei geringerem Stromverbrauch ermöglichen. In der Praxis ist die Darstellung von Feinheiten akzeptabel, auch hier muss erst ein direkter Vergleich mit der High-End-Konkurrenz angestellt werden.
Natürlich dürfen bei so einem Smartphone die Standard-Datenverbindungen nicht fehlen, neben WLAN-n und Bluetooth 2.1 (EDR) ist auch HSPA+ mit an Bord. Auf dem Papier scheint die 5-Megapixel-Kamera des Atrix eher Mittelmaß zu sein, einige Testaufnahmen bei nicht optimalen Lichtverhältnissen haben aber durchweg scharfe und detailreiche Bilder hervor gebracht. Für eine Smartphone-Kamera können sich die Ergebnisse auf jeden Fall sehen lassen. Auch die Videofunktion im 720p-Format mit 30 Bildern pro Sekunde ist durchweg gelungen. Motorola will angeblich später ein 1080p-Update nachreichen. Auf der Vorderseite besitzt das Gerät noch eine VGA-Kamera für Videotelefonie, die Bildqualität ist hier akzeptabel.
Ein weiteres herausragendes Feature des Atrix ist der Akku mit 1.930 mAh, damit ist er derzeit einer der größten Akkus auf dem Markt. In der Praxis konnten wir noch keine Langzeittests durchführen, erste Tendenzen gehen allerdings in eine rund 20 bis 30 Prozent längere Akkulaufzeit als bei vergleichbaren Singlecore-Geräten samt 1.600-mAh-Akku.
Motorola Atrix - Software, Laptop Dock und Desktop Dock Der Hersteller erweitert die 2.2-Android-Installation mit dem eigenen UI-Aufbau Motoblur. Der erste Eindruck ist gut und es werden ähnliche Veränderungen wie bei Touchwiz (Samsung) oder Sense (HTC) vorgenommen, hier sollte sich jeder Anwender selbst ein Bild von den Veränderungen machen. Eine Möglichkeit gänzlich auf die Hersteller-Erweiterung zu verzichten gibt es nicht.
Motorola wird das Atrix mit zwei Dockingstations anbieten. Der Desktop Dock bietet einen HDMI und drei USB-Ausgänge, über eine Fernbedienung kann man das Telefon steuern und somit beispielsweise von der Couch das Gerät als Mini-PC und Wiedergabequelle verwenden. Der kleine Dock wird rund 90 Euro kosten. Der Laptop Dock ist eine Tastatur samt Bildschirm mit einem ähnlichen Funktionsumfang wie der Desktop Dock, aber mit dem Vorteil einen eigenen Bildschirm und eine Tastatur zur Verfügung zu haben. Der Preis ist mit rund 400 Euro allerdings happig und für das Geld bekommt man auch ein vollwertiges Netbook.
Motorola Atrix - Fazit Das Atrix ist schnell, verdammt schnell. Neben der Navigation und dem Nutzen von Anwendungen haben wir so gut wie keine Ruckler feststellen können und alles lief extrem schnell. Auch Spiele liefen auf dem Atrix einwandfrei. Ein weiterer Pluspunkt ist die verbesserte Akkulaufzeit und die gute Ausstattung. Nur beim Display sind wir uns noch nicht ganz sicher, hier scheinen Samsung mit Super AMOLED und Apple mit Retina noch die hochwertigeren Lösungen im Angebot zu haben. Erste Atrix-Smartphones sollen bereits im April erhältlich sein, eine echte Verfügbarkeit ist laut Vodafone aber erst ab frühestens Juni gegeben. Der Preis soll angeblich bei 400 Euro mit Vertrag liegen.
Die Ausgabe 04/2011 bietet neben der Vollversion Tomb Raider Anniversary die 2 Sonderbeilagen Crysis 2 und Cebit-Wegweiser. Die Themen im Heft sind der Sandy-Bridge-Bug, Praxis USB 3.0 sowie 55 Grafikkarten im Test und die große Mainboard-Kaufberatung. Nicht zu kurz kommt das Thema Kühlung: So werden CPU- sowie VGA-Kühler ausführlich getestet und ein Infoartikel erläutert die Entwicklung eines Kühlers. Für rechtlichen Durchblick sorgt der Artikel über Garantie und Gewährleistung.
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Kabelverknoter
14.03.2011 15:37
ppi beschreibt keinen Pixelabstand sondern eine Pixeldichte.
300 ppi bedeutet 300 pixel pro zoll und nicht 300 zoll pro pixel oder sonst irgend was in die Richtung.
Falls ich mich irre, was ich fast schon ausschließe nehme ich den Kommentar gerne zurück
Ansonsten bitte ausbessern.
Kabelverknoter
13.03.2011 22:00
Ich würde eher sagen, 137g sind ziemlich leicht für solch ein Gerät, vergleichbare Geräte wegen teils deutlich mehr (4"-Display usw. bis zu 180g). Das wesentlich kleinere iPhone (wenn jedes Onlineportal dieses Gerät zum Vergleich nimmt, mach ich das jetzt auch mal) wiegt genauso viel.
Ich würde eher sagen das Gewicht kann besonders zu den Vorteilen gezählt werden !
Software-Overclocker
13.03.2011 17:50
Teurer als das Iphone? Wenn der Vertrag nicht bei 5 € pro Monat liegt ist dasDIng verdammt teruer