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Bundesministerien wechseln von Linux zurück auf Windows

Die Bundesregierung stoppt offensichtlich das Linux-Projekt, bei dem Rechner der Behörden auf das günstigere Betriebssystem umgestellt werden sollten. Unter anderem soll die Akzeptanz für das Linux-Betriebssystem nicht besonders hoch gewesen sein. (Lars Craemer, 18.02.2011)
 
Linux auf Behördenrechnern? Eine aussterbende Spezies.
 
Linux auf Behördenrechnern? Eine aussterbende Spezies. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Verschiedene Bundesministerien wie das Auswärtige Amt beenden dieses Jahr voraussichtlich das Linux-Projekt, durch das deutliche Einsparungen bei der IT-Ausstattung erreicht werden sollten. Laut einem internen Rundschreiben gab es insbesondere beim Auswärtigen Amt zu viele Probleme, die unter anderem die Leistungsfähigkeit der Behörde beeinträchtigt haben. So soll es konkret im Arbeitsfluss, beim Austausch von Dokumenten, immer wieder Inkompatibilitäten gegeben haben.

Das Auswärtige Amt hat auf vielen Rechner Linux und Windows parallel angeboten, wie zu erwarten haben viele Anwender dem Microsoft-Betriebssystem den Vorzug gegeben, rund 90 Prozent der Mitarbeiter haben lieber mit Windows gearbeitet. Die Bundesregierung äußerte sich bislang nur vage zu den Einsparungen, so soll es zwar bei den Lizenzkosten lohnenswert gewesen sein, aber Entwicklungskosten für angepasste Treiber haben die Einsparungen gemindert.

Als eines der letzten Ämter geht damit das Auswärtige Amt zurück zum Windows-Betriebssystem, 2011 sollen rund 3.000 Rechner zurück auf XP umgerüstet werden. Darüber hinaus sollen weitere 9.000 Rechner auf Windows 7 umgestellt werden. Auch hier hält sich die Regierung hinsichtlich der Kosten im Vergleich zur Linux-Alternative bedeckt.

Quelle: Welt

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Aktuelle Kommentare
bLu3t0oth
Software-Overclocker
20.02.2011 16:24
AW: Bundesministerien wechseln von Linux zurück auf Windows

Ok, dass Opera auch für Linux verfügbar ist, hatte ich jetzt nicht vorher geguckt - ich dachte nur es gäbs derzeit nicht - dann kann ers ja mal ausprobieren

ruyven_macaran
Moderator
20.02.2011 15:52
AW: Bundesministerien wechseln von Linux zurück auf Windows

Quote: (Zitat von bLu3t0oth)
Okay, du hast also ziemlich offensichtlich noch nie Mausgesten benutzt*gg* Wenns Opera irgendwann mal für Linux gibt, wirste merken, dass man mit einer Maus schneller sein kann(da man nicht mehr zu den Buttons rennen und zielen muss)


welches Linux hätten se denn gern?

Aber Mausgesten machen nur Sinn, wenn man eh mit der Maus arbeitet - z.B. in einem Browser. Wenn man mit der Tastatur arbeitet (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Programmieren), dann sind Keyboardshortcuts die bessere Lösung.
Nur wie oft arbeitet man intensiv mit dem Betriebssystem, anstatt mit einer Anwendung . Sonst ists nämlich nicht Win vs. Lin, sondern Excel vs. *whatever*. (und M$O kann man auch mit Tastatur bedienen - zugegebenermaßen ist es seit 07 nicht mehr so einfach, die passenden Kombinationen -oder irgendwas anderes- zu finden.)

Das hat auch nix mit Faulheit oder Ignoranz der Mitarbeiter zu tun - der Umgewöhnungsfaktor(vor allem aber das komplette Neuerlernen einen nicht auf intuitive Bedienfreundlichkeit ausgelegten BS) ist einfach so riesig, dass man keinen Gewinn mehr für sich selbst sieht. <

98% der Mitarbeiter dürften vom OS nicht viel mehr nutzen, als den Desktop zum ablegen von Programmverknüpfungen und die Dateiverwaltung. Da gibt es mehr als genug Benutzerfreundliche GUIs für Linux. Mit dem System umgehen kann der Durchschnittsbüroangestellte eh nicht, das müssen nur die Techniker können. Wenn da dann natürlich Ignoranz und Faulheit herrscht...

bLu3t0oth
Software-Overclocker
20.02.2011 13:54
AW: Bundesministerien wechseln von Linux zurück auf Windows

Quote: (Zitat von pyro539)
Naja ist natürlich immer geschmackssache, aber es ist imho viel schneller, Programme per Tastatur zu bedienen, als per Maus. Alleine die ganzen "Wege" zwischen den Buttons brauchen schon Zeit. Ein Hotkey funktioniert aber immer, egal wo meine Maus ist. Aber egal, darüber lässt sich streiten.

Okay, du hast also ziemlich offensichtlich noch nie Mausgesten benutzt*gg* Wenns Opera irgendwann mal für Linux gibt, wirste merken, dass man mit einer Maus schneller sein kann(da man nicht mehr zu den Buttons rennen und zielen muss)


Quote: (Zitat von pyro539)
Ich hab dein Beispiel zwar nicht ganz verstanden (sind nur zufällig 100 Dateien in den Ordnern oder willst du von XXX Dateien exakt 100 rausfiltern etc.).
Aber hier mal ein kurzer Befehl womit das geht. Da man unter Linux Partitionen aber einhängen kann wo mann will, hab ich einfach 3 Pfade genommen:
[code]$ find /home/pyro/Coding/C /home/pyro/Packages /tmp | xargs tar cfvj /home/pyro/archive.tar.bz2[/code]

Also um das Bsp etwas zu veranschaulichen, stell dir vor es wären 3 Fotoordner mit den Bsp.-Dateien Party200x-xxx wo man dann aus irgendeinem Jahr die ganzen Partyfotos zusammenpacken will um sie jmd zu schicken.. ich wäre mit spätestens 5Klicks bei der ersten datei, hätte mit dem 6. Klick die erste Datei ausgewählt und mit Shift+7.Klick alle dateien markit + Alt+F5 den Packvorgang gestartet oder halt mit RMT->Senden an..


Quote: (Zitat von pyro539)
Dann würde ich mal eine aktuelle Version probieren und nicht aufgrund von 1,5 Jahre alten Erfahrungen urteilen.

Wir sich sicherlich einiges getan haben, aber ich hab mich damals damit "abgequält" bis ich absolut keine Lust mehr hatte*gg*

Quote: (Zitat von pyro539)
Okay, der Punkt geht an dich
touché


Quote: (Zitat von pyro539)
Okay, der Vergleich hinkt ein wenig, da Word nunmal ein Wordprocessor ist und vi ein Texteditor. vi ist dazu gedacht, unformatierten (im Sinne von Fettschrift, unterschiedliche Schriftgröße etc.) Text zu erstellen, z.B. Sourcecodes o.Ä. Word hingegen ist dazu da, ganz viel bunten Text zu verfassen
wenn man sich mit Word auskennt, ist das nen echt fettes Programm, man kann allerdings auch verdammt schnell dicken Bockmist verzapfen - seh ich jede Woche auf Arbeit

Quote: (Zitat von pyro539)
Aber naja, wir sollten damit aufhören. Jeder von uns wird immer mehr Argumente finden, die der andere kaputtmachen kann. Außerdem sollte keine über das OS des anderen urteilen, wenn er es noch nicht richtig benutzt hat. Mit Sicherheit gibts unter Windows auch Tweaks, wie man effektiv arbeiten kann. Ich kenn die aber mit Sicherheit nicht, da ich seit längerer Zeit kein Windows mehr bedient habe (und Windows 7 noch nie).

Jetzt kommen wir auf einen Nenner
Wobei ich sagen muss, dass du da ja noch ärger vergleichst als ich. Du vergleichst nen rund 10Jahre altes XP mit aktuellem Linux - ich hingegen nur ein halbwegs aktuelels Win7 mit 1,5Jahre altem Linux, jetzt hab ich dich schon wieder dran gekriegt*lach*

Im übrigen kann ich es verstehen, wenn man wegen XP und älterem Windows auf Linux umsteigt, weil einen die BSOD und andere Fehler auf den Zeiger gehen, aber seit Win7(eigentlich sogar schon Vista, wenn man sich auskennt) hat man diese ganzen besonders nervigen Probleme nicht mehr und auch die Treiberprobleme existieren unter Win7 kaum noch(nur halt bei besonders alter oder exotischer HW evtl.).
Ich werd dich sicher nicht zu Win7 bewegen können, aber um Vorteile abzubauen, kannst es dir ja mal in eine virtuelle Maschine packen, läuft 30tage ohne key und Aktivierung bzw. bis zu 120 Tage, wenn man diesen Zustand immer zurücksetzt.

Quote: (Zitat von pyro539)
Aus Sicht der Freie-Software-Bewegung finde ichs aber schade, dass das Auswärtige Amt die Strategie aufgegeben hat. Wie schon gesagt, an LiMux sieht man ja, das es funktioniert.

Gruß,
pyro539

Schade, vielleicht. Ich, für meinen Teil, fühle mich in Windows immer wohler, da ich genau weiß was ich machen muss um möglichst leicht und schnell an mein Ziel zu kommen. Nach meiner Erfahrung lief das Arbeiten mit den beiden Betriebsystem immer so: Willst du mit dem System arbeiten, nimm Windows - Willst du an dem System arbeiten, nimm Linux.
Dass es bei einem Linux-feti ziemlich umgekehrt aussehen würde wär mir klar, dennoch glaube ich, dass sich einer aus der Linuxumgebung schneller in Windows zurrecht finden würde als umgekehrt.
Das Problem, dass das Ministerium hatte, ist schlicht und einfach dass das es verdammt viel Zeit, Geld und Arbeit kosten würde das Linuxprojekt so weit hochzuziehen, dass es so leistungsfähig wäre, wie es das vorher im Betrieb befindliche Windows war. Nachdem sie das gemerkt haben, haben sie es abgebrochen.

Das hat auch nix mit Faulheit oder Ignoranz der Mitarbeiter zu tun - der Umgewöhnungsfaktor(vor allem aber das komplette Neuerlernen einen nicht auf intuitive Bedienfreundlichkeit ausgelegten BS) ist einfach so riesig, dass man keinen Gewinn mehr für sich selbst sieht. <
 
 
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