OCZ Vertex 2 Extended im Test: Gute SSD mit einer fiesen Falle - PCGH klärt auf [Quelle: siehe Bildergalerie]
Mit einer SSD können Sie Ihren PC auch abseits der allgegenwärtigen Spiele-Benchmarks drastisch beschleunigen: Ladezeiten sowohl von Windows als auch von Programmen verringern sich zum Teil deutlich, Kopieraktionen sind im Nu abgeschlossen. Doch SSDs haftet auch der Ruf an, einen exorbitant hohen Preis pro Gigabyte Speicherplatz zu haben. Im Vergleich zu herkömmlichen, terabytegroßen Festplatten trifft das zwar immer noch zu, aber der jüngste Preisrutsch hat SSDs mit 120 Gigabyte in den bezahlbaren Bereich um 200 Euro gebracht.
Besonders gefragt ist laut PCGH-Preisvergleich die OCZ Vertex 2 Extended, die wir in der Marktübersicht der
Ausgabe 02/2011 getestet haben. Doch hier lauert eine tückische Falle, denn das im Test für gut befundene Modell hat durch die Umstellung von 34- auf 25-nm-NAND-Flashspeicher so seine Tücken.
OCZ Vertex 2 Extended im Test: AusstattungDie OCZ Vertex 2 Extended zeigt im Test etwas geringere Transferraten als die anderen Sandforce-Modelle, platziert sich aber im Praxistest geringfügig davor und liegt gleichauf mit der Corsair Force F120, der GSkill Phoenix Pro und der Agility 2 Extended. Der Lieferumfang (Einbaurahmen, Schrauben, keine bzw. arg knappe Dokumentation) und die Garantieleistung (drei Jahre) gleichen sich bei allen vier Modellen in Sachen Ausstattung und Eigenschaften wie ein Ei dem anderen.
Auch bei den Leistungswerten kann sich keine der vier oben genannten SSDs nennenswert von den anderen absetzen. Einen Vorteil der "Max IOPS"-Firmware der OCZ Vertex 2, die für 45.000 anstelle der 10.000 IO-Operationen pro Sekunde bei der Agility 2 sorgen soll, konnten wir bei unseren Tests und Benchmarks nicht feststellen - eine extreme IOPS-Performance kommt in der Regel bei Dutzenden gleichzeitiger Transferanfragen zum Tragen, wie sie eher im Serverbereich üblich sind.
OCZ Vertex 2 Extended im Test: PerformanceIn Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass die OCZ Vertex 2 Extended im PCGH-Kopiertest (1) gute 66 Sekunden braucht (WD Velociraptor WD6000 HLHX, 600 GB: 108 Sekunden). Im PCGH-Kopiertest (2) liefert sie mit 44 Sekunden ebenfalls ein gutes Ergebnis (WD Velociraptor WD6000 HLHX, 600 GB: 59 Sekunden). Die Leserate liegt bei 210,3 MByte/s, die Schreibrate bei 232,9 MByte/s. Bei den Schreibzugriffen liefert die OCZ Vertex 2 Extended 0,18 ms und bei den Lesezugriffen 0,17 ms. Bis hier hin ist die SSD eine Empfehlung aufgrund ihres günstigen Preises und der soliden Leistung auf hohen Niveau, doch nun wird es für den geneigten Kunden kompliziert.
OCZ Vertex2 120GB AS-SSD-Benchmark [Quelle: siehe Bildergalerie]
OCZ Vertex 2 Extended im Test: 34 nm vs. 25 nmDenn diese Werte und die so erreichte Note von 1,93 ist mit einem Modell ermittelt wurden, das auf 34-nm-NAND-Speicher setzt. Im Handel findet sich seit Mitte Dezember zunehmend ein identisch benanntes Modell mit 25- anstelle von 34nm-NAND-Speicher. Wer hier Vorteile wittert, irrt, denn aufgrund der geänderten Organisation und Strukturen der Flash-Chips aus der 25-nm-Fertigung und zur Aufrechterhaltung der gewährten fehlerfreien Betriebszeiten musste OCZ den reservierten Bereich des Flash-Speichers erhöhen. Auf der SSD befinden sich also weiterhin 128 GByte an Flash-Zellen, die nutzbare Kapazität beträgt laut OCZ aber 118 anstelle der vorherigen 120 Gigabyte (
OCZ-Forum). Zwei Gigabyte Verlust ließen sich verschmerzen, aber die 25-nm-Chips sind beim sequentiellen Schreiben nichtkomprimierbarer Daten deutlich langsamer (80 statt 130 MByte/s). Dies bestätigt OCZ auch im Forum (
PDF-Dokument) und weist auch darauf hin, dass es dem Kunden von außen nicht ersichtlich ist, welches Modell er in den Händen hält. Einzig und alleine das Aufschrauben der SSD gibt Auskunft über die verbauten Chips, führt aber zum Garantieverlust.
Zu ermitteln ist der Wert mit dem AS SSD Benchmark. Der Wert bei "Schreiben" in der Spalte "Seq" sinkt durch die Verwendung von 25-nm-Chips um 50 MByte/s. Interessierte Leser werden sich an die Meldung erinnern, dass OCZ seit Dezember auf 25-nm-Speicher setzt, während die Konkurrenz weiter abwartet. Am 10.02.2011
schrieben wir in der besagten Meldung:
Das Unternehmen OCZ hat schon im Dezember 2010 damit begonnen SSDs mit 25-nm-NAND-Flash zu bestücken (Modellreihe Vertex 2), dies hat jedoch teilweise für Irritationen gesorgt: Die beiden Firmen Intel und Micron wollen mit der Nutzung von 25-nm-NAND noch warten, denn laut den Unternehmen sollen die Chips noch nicht die erforderliche Lebensdauer erreichen.
Üblicherweise haben die aktuellen 25-nm-NAND-Chips nur eine sehr geringe Lebensdauer von 1.000 Program/Erase-Cycles. OCZ hat nun im firmeneigenen Forum erklärt, wie das Unternehmen die Lebenserwartung auf 3.000 Program/Erase-Cycles erhöht hat: Der Reservespeicher wurde vergrößert. So soll beispielsweise das 120-Gigabyte-Modell der Vertex 2 über fünf Gigabyte Reservespeicher verfügen, wenn der Käufer also eine unformatierte Kapazität von 115 Gigabyte vorfindet, ist das vollkommen normal.
Laut OCZ hat der Umstieg auf 25-nm-Flash im Dezember keine Auswirkungen auf die Geschwindigkeit der SSDs, auch die Garantiedauer der Laufwerke wurde nicht verändert.
Unser Testmodell stammt aus einer Charge, die vor Dezember produziert wurde. Unsere Benchmarkergebnisse für die Ausgabe 02/2011 stammen ebenfalls von Ende Dezember. Aktuell bemühen wir uns um ein neues Testexemplar, sodass der Wechsel des Speichers und die damit einhergehenden Leistungseinbrüche auch in unserem Testlabor nachgewiesen werden können.
OCZ Vertex 2 Extended im Test: FazitDer OCZ Vertex 2 Extended weiterhin eine uneingeschränkte Empfehlung auszusprechen, fällt schwer. An den Leistungsdaten ändert sich bei der 34-nm-Version nichts, sodass die Note Bestand hat. Hier bekommt man
ab 170 Euro eine gute SSD. Problematisch wird es jedoch, wenn Sie eine 25-nm-Version von ihrem Händler bekommen. Eine Empfehlung kann für das 25-nm-Modell jedenfalls nicht mehr uneingeschränkt ausgesprochen werden.
Hier hilft bei der Bestellung nur explizites Nachfragen, welche Version der Händler liefert. Vermutlich werden Sie aber auch hier keine konkrete Aussage bekommen. Sollten Sie dennoch ein Modell kaufen, dann lässt sich die Performance wie unter "OCZ Vertex 2 Extended im Test: 34 nm vs. 25 nm" beschrieben prüfen. Im Zweifel können Sie dann immernoch von Ihrem 14-tägigen Rückgaberecht gebrauch machen.
Zum Abschluß sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass Sie bei anderen Herstellern mit den gleichen Problemen konfrontiert werden können.
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Produktname |
OCZ Vertex 2 Extended (120 GB) |
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Modellnummer |
OCZSSD2-2VTXE120G |
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Hersteller/Webseite |
OCZ (www.ocztechnology.de) |
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Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis |
Ca. € 180,-/Befriedigend |
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Preis in Euro pro GByte |
1,50 €/GByte |
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MTBF* |
2.000.000 Stunden |
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Firmware |
1.24 |
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Ausstattung (20 %) |
2,88 |
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Kapazität binär/dezimal |
111,8 GiByte/120 GByte |
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Cache |
nicht vorhanden |
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Herstellergarantie |
3 Jahre |
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Zubehör/Besonderheiten |
Einbaurahmen, Schrauben |
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Eigenschaften (20 %) |
2,20 |
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Schnittstelle |
SATA 3,0 GBit/s |
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Controller |
Sandforce SF-12xx |
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Flash-Technik |
MLC |
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TRIM/Garbage Collection |
Ja/Ja |
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Leistung (60 %) |
1,53 |
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Mittlere Transferleistung lesend/schreibend |
210,3/232,9 MByte/s |
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Mittlere Zugriffszeit lesend/schreibend |
0,2/0,2 ms |
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Kopierzeit 5 GiByte 1 Datei/25.000 Dateien |
0:44/1:10 min |
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Gesamtnote |
1,93 |
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Pro |
Überzeugende Lese- und Schreibraten |
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Pro |
Sehr gute Praxisperformance |
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Contra |
Nur 120 GByte Speicher |
* "Mean Time Between Failures", durchschnittliche Anzahl an Betriebsstunden bis zum Ausfall. Theoretischer Wert, Herstellerangabe
OCZ Vertex 2 Extended im Test: TestmethodenTestmethoden Nach wie vor testen wir SSDs mithilfe des aktualisierten H2benchw in Version 3.16 der Kollegen von der c't, welcher die theoretischen Transferraten bestimmt. Aufgrund der neueren Version sind die Transferraten eventuell nicht direkt vergleichbar mit denen aus früheren Tests. Hinzu kommt der zweigeteilte und praxisnähere PCGH-Kopiertest, in dem 5 GiByte an Daten auf den Probanden dupliziert werden - einmal in einer einzelnen, großen Datei (2) und einmal in 25.000 bunt gemischten Dateien (1). Dabei werden sowohl die reine Lese- als auch die bei SSDs traditionell kritischere Schreibrate gefordert und im zweiten Test zusätzlich die Fähigkeiten des Controllers, Schreibzugriffe sinnvoll zusammenzufassen. Alle Benchmarks führen wir in jeweils identischer Reihenfolge mehrfach durch.
Software-Overclocker
24.02.2011 20:43
Was ich allerdings komisch finde ist das OCZ die SSD mit 280 im Lesen und Schreiben ausgibt... steht zwar max. aber die Daten hier kommen ja nicht einmal annähernd daran....
Das glaubst auch nur du !!! SEQ Lesen schreiben unwichtig.Besser du informierst dich erst dann schreiben.
Schraubenverwechsler
22.02.2011 18:58
Hmm also wollte mir die SSD hier auch kaufen, aber nachdem Test hier lasse ich es lieber.... dann kann ich mir auch 2x 1TB HDDs als Raid Edition von WD kaufen.. dann bin ich sogar im Lesen und schreiben fast schneller als die SSD hier
Was ich allerdings komisch finde ist das OCZ die SSD mit 280 im Lesen und Schreiben ausgibt... steht zwar max. aber die Daten hier kommen ja nicht einmal annähernd daran....
Komplett-PC-Aufrüster
21.02.2011 03:50
hab eine frage bezüglich des speed von der 120 3,5 version. Ist das nicht zu wenig.Weil mein raid schreibt locker 200mb und wenn ich mir das hier anschaue dann ist das doch echt lächerlich oder nicht ? Wenn ich das ganze an den 6gbit port anschliessen , sieht es nicht besser aus.
angeschlossen ist das ganze an den 3 Port am Intel chip und treiber sind standart microsoft.