Vodafone kritisiert die ägyptische Regierung

Vodafone: Ägyptens Regierung zwingt zum Versenden von Propaganda-SMS

Ägyptens Regierung zwingt den Mobilfunkbetreiber Vodafone im Rahmen einer Gesetzesregelung zum Versenden von regierungsfreundlichen Propaganda-SMS an die eigenen Kunden. Vodafone kritisiert dies stark, denn dem Empfänger ist der wahre Absender nicht bekannt. (Florian Eitel, 05.02.2011)
 
Vodafone: Ägyptens Regierung zwingt zum Versenden von Propaganda-SMS
 
Vodafone: Ägyptens Regierung zwingt zum Versenden von Propaganda-SMS [Quelle: siehe Bildergalerie]
Der Mobilfunkbetreiber Vodafone wird, wie auch die Unternehmen Mobinil und Etisalat, von der ägyptischen Regierung dazu gezwungen regierungsfreundliche Propaganda-SMS an die eigenen Kunden zu versenden. Möglich macht dies eine Gesetzesregelung für den Telekommunikationsbereich.

In einer Pressemitteilung hat Vodafone nun dieses Vorgehen kritisiert, denn die Mobilfunkbetreiber hätten auf den Inhalt der Nachrichten keinen Einfluss. Das Unternehmen betont, dass die Mitteilung transparent verfasst werden sollte und der wahre Absender der Nachricht erkennbar sein muss.

Nachdem in Ägypten das Mobilfunknetz wieder in Betrieb genommen wurde, ist bekannt geworden, dass viele Handynutzer SMS-Nachrichten mit regierungsfreundlichem Inhalt empfangen haben. Viele Kunden vermuteten daher zunächst, dass die Unternehmen den in der Kritik stehenden Präsident Husni Mubarak unterstützen möchten. Vodafone hat nun klar gemacht, dass das Unternehmen zum Versenden der SMS gezwungen wird.

Die Regierung um Präsident Husni Mubarak hatte vor einigen Tagen die Sperrung des Internetzugriffs sowie des Mobilfunks durchgesetzt, um die Kommunikation der Protestbewegung einzuschränken. Schon zuvor waren Webseiten und Dienste wie beispielsweise Twitter, Facebook oder Google-Mail nicht erreichbar, dies soll laut Berichten auch weiterhin der Fall sein. Googles Zukauf des VoIP-Experten Saynow hatte der Protestbewegung ermöglicht, Twitter-Nachrichten per Telefon zu veröffentlichen. Lesen Sie hierzu auch unsere Nachricht: "Googles Saynow-Zukauf ermöglicht Twitter per Telefon in Ägypten"

Quelle: vodafone.com

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Aktuelle Kommentare
quantenslipstream
Flüssigstickstoff-Guru
11.05.2011 12:23
AW: Vodafone: Ägyptens Regierung zwingt zum Versenden von Propaganda-SMS

Quote: (Zitat von AMDFan2005)
Staatschef, bitte. Noch ist er genau das.


Nö, er ist Regierungschef, das ist ein Unterschied.

Ifosil
Komplett-PC-Aufrüster
11.05.2011 03:40
AW: Vodafone: Ägyptens Regierung zwingt zum Versenden von Propaganda-SMS

Ach Gott ^^ ihr regt euch über bissi ägyptische Propaganda auf? Die Leute da sind nicht blöd, die erkennen das sofort und machen sich ggf. darüber sogar lustig. Viel schlimmer ist bei uns die Propaganda die unbemerkt und sehr geschickt auf uns einprasselt... das noch ein ticken verrückter.

AMDFan2005
Freizeitschrauber
07.02.2011 22:24
AW: Vodafone: Ägyptens Regierung zwingt zum Versenden von Propaganda-SMS

Quote: (Zitat von ruyven_macaran)
Könnten wir zum Thema Ägypten zurückkommen?

Italienische Medienbosse mit mangelndem Verständniss der Rechtsstaatlichkeit sind zwar auch interessant, sollten aber genau deswegen einen eigenen Thread bekommen.


Staatschef, bitte. Noch ist er genau das.

Und mit Ägypten hat es insofern auch etwas zu tun. Berlusconi ist der einzige europäische Staatschef, der offen zu Mubarak hält.

 
 
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