AMD kehrt in die Gewinnzone zurück [Quelle: siehe Bildergalerie]
Nachdem vor gut einer Woche der AMD-CEO Dirk Meyer seinen Hut nahm, hat AMD nun die mit Spannung erwartenen Zahlen für das vierte Quartal 2010 vorgelegt. Beim Umsatz legte AMD minimal auf 1,65 Mrd. US-Dollar zu - im Vorjahr waren es 1,646 Mrd, im Vorquartal 1,618. Damit stagniert der Umsatz seit fünf Quartalen. Besser fallen die Zahlen aus, wenn man den Nettogewinn betrachtet. Nachdem die letzten beiden Quartale rot waren, meldet AMD nun 375 Mio. US-Dollar Nettogewinn. Im Vorjahr waren es zwar noch 1,178 Mrd. US-Dollar, aber die Gewinne resultierten aus einem Einmaleffekt (Sie erinnern sich vielleicht an die Ausgleichszahlungen durch Intel).
Im Vergleich zu Intel oder Apple lassen die Zahlen nicht wirklich Euphorie aufkommen. Beide meldeten die jeweils erfolgreichsten Jahre der Firmengeschichte. Außerdem beruhen ein Teil der Gewinne aus Steuereffekten. Im gesamten Fiskaljahr 2010 setzte AMD 6,492 Mrd. US-Dollar um, der Nettogewinn betrug 471 Mio. US-Dollar. Für das erste Quartal des neuen Jahres erwartet man saisontypisch stabile bis leicht rückläufige Umsätze.
Der Interims-CEO Thomas Seifert hebt den Start der Fusion-APUs besonders hervor und glaubt daran, dass entsprechende Produkte frischen Wind in AMDs Kassen bringen.
Die Bruttogewinnmarge lag im vierten Quartal 2010 bei 45%, im Vorquartal waren es noch 46%. Die Mikroprozessorsparte verlor leicht gegenüber dem Vorquartal und blieb im Jahresvergleich konstant. Niedrige Notebook- und Server-CPU-Durchschnittspreise seien daran schuld. Die Grafiksparte konnte zwar gegenüber dem Vorjahr beim Umsatz um 9 Prozent zulegen, stagnierte aber im Jahresvergleich. Laut AMD stieg hier der Durchschnittspreis, außerdem wurden saisonal bedingt mehr Konsolen-Chips verkauft.
An der Börse wurden die Zahlen relativ neutral aufgenommen. Aktuell notiert die Aktie in Frankfurt leicht im Minus.
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Quelle:
AMD
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Moderator
22.01.2011 14:09
Intel muss den Bulldozer schon sehr fürchten, wenn sie ihre SB so früh rausbringen!
Laut dem ursprünglichen Tick-Tock-Modell hätte Sandy Bridge EP im November erscheinen müssen. Ein Lynnfield-Nachfolger, wie ihn die jetzt erschienen SB darstellen, wäre sogar im September fällig gewesen (wenn auch eigentlich als Teil von Westmere). Erste SB-Prototypen wurden vor iirc 15-16 Monaten rumgezeigt, erste Samples sind seit rund 9 Monaten im Umlauf.
Von "so früh" sollte man also nicht sprechen - zumal Intel bislang nur die Mittelklasse von Sandy Bridge gezeigt hat. AMDs kommende Mittelklasse wäre formell Llano, nicht Bulldozer.
Freizeitschrauber
22.01.2011 14:00
go AMD!
Intel muss den Bulldozer schon sehr fürchten, wenn sie ihre SB so früh rausbringen!
Die wollten unbedingt noch ein paar Prozessoren an den Mann bringen bis AMD mit dem "Hammer" kommt!
zumindest hoffe ich das!
Moderator
22.01.2011 12:59
Das liegt daran das ein großer Teil (283Mio) vom Gewinn einmalige Sonderzahlungen sind.
mfg