Quantenmechanik in der Praxis

Quantencomputer: Science kürt Durchbrüche des Jahres

Kalifornischen Forschern ist es in diesem Jahr gelungen, Quanten für praktische Anwendungen nutzbar zu machen. Damit ist die Grundlage für den Quantencomputer geschaffen. Der wissenschaftliche Journal Science kürt die Erfindung zu einem Durchbruch des Jahres. (Eric Herrmann, 17.12.2010)
 
University of California - Forscher machen Quantenmechanik für Computer nutzbar.
 
University of California - Forscher machen Quantenmechanik für Computer nutzbar. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Bis dato haben sich von Menschenhand gebaute Maschinen nach den Gesetzen der klassischen Mechanik bewegt. Physiker der University of California haben einen winzigen Oszillator gebaut, das die Schwingungen eines kleinen Teilchens misst und steuert. Dazu wird es mit flüssigen Helium auf nahezu Null Kelvin (-273,16 Grad Celsius, absoluter Nullpunkt) heruntergekühlt, damit die Eigenschwingung des Teilchens fast zum Erliegen kommt. Anschließend wird es mit Mikrowellen gezielt in Schwingungen versetzt. Auf diese Weise habe man die Grundlage geschaffen, Quanten, also kleinste Bausteine von Atomen, für die Übertragung von Daten zu nutzen.

Die Quanten können sekündlich sechs Millionen mal schwingen, was bisherige Grenzen bei weitem sprengt. In einem Video äußert sich der Science-Chefredakteur zu diesem und weiteren Durchbrüchen des Jahres.

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Aktuelle Kommentare
Superwip
Volt-Modder
17.12.2010 18:43
AW: Quantencomputer: Science kürt Durchbrüche des Jahres

eben, und damit wird der "Durchbruch" schon wieder zum Fail, weil das ganze Prinzip bei höheren Temperaturen hinfällig wird aufgrund unkontrollierter Eigenschwingung...

ergo sollte man sich mit dem Gedanken anfreunden, das Consumerprodukte zu undserer Lebzeit nicht mehr realisiert werden...


Die Vorteile eines funktionierenden Quantencomputers wären so durchschlagend und bahnbrechend, dass der Bau solcher Geräte jeden Aufwand wert wäre

Ich halte desweiteren eine Kühlung mit Flüssigem Helium durchaus im Haushaltsmaßstab für machbar, in entsprechenden Stückzahlen produziert wird das ganze auch leistbar (siehe etwa MRTs deren Supraleitende Magneten auch mit flüssigem Helium gekühlt werden müssen)

Wirklich problematisch wäre das ganze nur bei mobilen Geräten; dort könnte man das Problem nur lösen idem man das benötigte Helium in einem Tank mitführt den man dann regelmäßig nachfüllen muss

drakenbacken
PC-Selbstbauer
17.12.2010 14:55
AW: Quantencomputer: Science kürt Durchbrüche des Jahres

Quote: (Zitat von Namaker)
Das ist nicht nur im Haushalt ein Ding der Unmöglichkeit, sondern auch für die Wissenschaftler. Sie sind zwar verdammt nah dran - erreicht wurde der 0punkt aber noch nicht


Du irrst gewaltig. Wenn du meine Freundin kennen würdest, dann wüßtest du, wie schnell die Stimmung einer Frau den ABSOLUTEN NULLPUNKT erreichen kann... (gefühlt sogar noch darunter...)

Namaker
Software-Overclocker
17.12.2010 14:47
AW: Quantencomputer: Science kürt Durchbrüche des Jahres

Quote: (Zitat von Citynomad)
wie zu lesen war, muss dazu auf 0°K (-273,15°C) runtergekühlt werden. Was im normalen Haushalt nicht nur fast ein Ding der Unmöglichkeit ist

Das ist nicht nur im Haushalt ein Ding der Unmöglichkeit, sondern auch für die Wissenschaftler. Sie sind zwar verdammt nah dran - erreicht wurde der 0punkt aber noch nicht

Der Nutzen von Quantencomputern hält sich auch in Grenzen - NP Vollständige Berechnungen können selbst durch diese nicht deutlich schneller erledigt werden.

 
 
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