DX11 im Fokus

3DMark 11: 20 Grafikkarten mit allen Presets im DirectX-11-Test

Mit dem Futuremark 3DMark 11 schicken die Finnen ihren ersten DirectX-11-Benchmark ins Rennen. PC Games Hardware schickt 20 Grafikkarten durch den Test und erläutert Technik sowie Presets. (Vötter, Sauter, 07.12.2010)
 
3DM11

Der 3D Mark 11 ist ein reinrassiger DirectX-11-Benchmark, welcher die entsprechende Hardware voraussetzt. Ohne eine DX11-Grafikkarte und entweder Windows 7 oder einem gepatchten Windows Vista startet das Programm erst gar nicht. Den 3DMark 2011 bietet PC Games Hardware im lokalen Download an, er bringt es auf rund 280 MiByte. Die PC Games Hardware nutzt den Startschuss für den 3D Mark 11, um alle handelsüblichen DirectX-11-Grafikkarten durchzutesten. Angefangen bei der Radeon HD 5450 und Geforce GT 430, über die GTX 460 und HD 6850, bis hinauf zur neuen Geforce GTX 580 ist alles dabei. Sie vermissen ein Modell? Dann teilen Sie es uns per Kommentarfunktion mit!

3DMark 11 (20)
 
3DMark 11 (20) [Quelle: siehe Bildergalerie]
3DMark 11 (28)
 
3DMark 11 (28) [Quelle: siehe Bildergalerie]
3DMark 11 (4)
 
3DMark 11 (4) [Quelle: siehe Bildergalerie]
3DMark 11: Die Versionen
Die kostenlose Basic Edition enthält alle Grafiktests, allerdings können diese nur im Performance-Preset ausgeführt werden. Zudem darf die Demo-Auflösung nicht verändert werden. Fehlende Funktionen: Offline-Ergebnis-Management, Benchmark-Looping, Demo-Looping, Bildqualitäts-Tool und Kommandozeilen-Automatisierung. Die Online-Funktionen sind zudem eingeschränkt: Auf unbegrenzten Speicherplatz für Ergebnisse müssen Basic-Edition-Nutzer verzichten, zudem wird Werbung eingeblendet.

An Benchmark-Fans und Übertakter richtet sich die Advanced-Variante für 19,95 Euro, die im Gegensatz zur Basic Edition die zusätzlichen Presets Entry, Extreme sowie eine frei wählbare Einstellung beinhaltet. Die Demo-Auflösung lässt sich zudem auswählen, die Benchmarks können in einer Schleife ausgeführt werden. Freigeschaltet ist zudem das Offline-Ergebnis-Management, also das lokale Speichern und spätere Hochladen von Ergebnissen. Der Online-Speicherplatz ist nicht limitiert, Werbung wird nicht eingeblendet.

Die 995 US-Dollar teure Professional Edition richtet sich an kommerzielle Nutzer, die neben einem privilegierten "Priority Support" noch einige Extra-Funktionen erhalten: Aktiviert sind Demo-Looping, das Bildqualitäts-Tool und die Kommandozeilen-Automatisierung, womit diese 3DMark-11-Version alle Funktionen bietet.

3DMark 11: Die Presets
Ein Preset ist - wie der Name impliziert - eine Voreinstellung seitens Futuremark. Sofern Sie die Basic-Version nutzen, ist maximal das sogenannte Performance-Preset auswählbar. Bei der Advanced- sowie der Professional-Variante stehen Ihnen auch Entry und Extreme zur Verfügung, zudem dürfen Sie eigene Settings kreieren. Extreme ist allerdings nicht ganz so extrem wie es klingt: So lässt sich die Qualität der Tessellation, des MSAA wie auch der volumetrischen Beleuchtung noch verdoppeln und zudem die Auflösung höher schrauben. Auch entsprechen die genutzten Auflösungen einem dezenten Rückschritt, hin zum aktuellen "HD"-Trend: Die P-Einstellung nutzt lediglich 1.280 x 720 Pixel (720p), während die X-Stufe immerhin mit 1.920 x 1.080 Pixeln läuft (1.080p). Frühere 3DMarks, wie der Vantage, erforderten in der maximalen Einstellung 1.920 x 1.200 Bildpunkte.

  Entry Performance Extreme
Auflösung 1.024 x 600 1.280 x 720 1.920 x 1.080
Speicherbedarf 256 MiByte 512 MiByte 1.024 MiByte
Anzahl der MSAA-Samples 1x 1x 4x
Filterstufe Trilinear Trilinear 16:1 anisotrop
Tessellation-Qualität 5 5 5
Max. Tessellation-Unterteilungsfaktor 6 10 15
Größe der Shadow Map bis zu 1.024 x 1.024 Texel bis zu 2.048 x 2.048 Texel bis zu 4.096 x 4.096 Texel
Anzahl der Shadow Cascades Niedrig (3) Mittel (4) Hoch (5)
Anzahl der Oberflächenschatten-Samples 8 16 16
Qualität der volumetrischen Beleuchtung Niedrig Mittel Mittel
Qualität der Umgebungsverdeckung Niedrig (3x4 sample pattern) Mittel (4x5 sample pattern) Hoch (5x6 sample pattern)
Qualität der Tiefenunschärfe Niedrig (Bokeh Texturgröße 16 x 16 Pixel, Radius -33 %) Mittel (Bokeh Texturgröße 24 x 24 Pixel) Hoch (Bokeh Texturgröße 32 x 32 Pixel, Radius +33 %)


3DMark 11 (9)
 
3DMark 11 (9) [Quelle: siehe Bildergalerie]
3DMark 11 (27)
 
3DMark 11 (27) [Quelle: siehe Bildergalerie]
3DMark 11: Die Technik dahinter
Seit jeher sind Futuremarks 3DMarks technisch ihrer Zeit voraus - die 11er Variante macht hier keine Ausnahme. Wie der Name bereits andeutet, setzen die Finnen auf DirectX 11. Damit einher gehen typische Features wie Hardware-Tessellation, CPU-Multithreading (wofür es aber derzeit noch keine Treiber gibt) sowie Compute Shader. Letztere werden unter anderem zur Berechnung der Physik herangezogen. Als Bibliothek dafür dient nicht mehr Nvidias PhysX, sondern das Open-Source-SDK Bullet (für Feststoffe sowie weiche Körper). Optisch gibt der 3DMark 11 via Deferred-Rendering Vollgas, Futuremark fährt von Ambient Occlusion über Bokeh, Volumetric Lighting, Cascaded Shadow Maps (4.096 x 4.096 Pixel!), Depth of Field, Bloom, Lense Flares, God Rays und FP16-HDR bis hin zu Tone Mapping alles auf, was derzeit technisch möglich ist. Das Ergebnis ist durch die häufig eingesetzte Unschärfe und die vielen Filter jedoch teils Geschmackssache.

3DMark 11: Benchmark-Werte
Das Entry-Preset erfordert zwar DirectX 11, stellt jedoch darüber hinaus keine große Herausforderung dar. Aktuelle Mittelklasse-Grafikkarten wie die Geforce GTX 460 oder Radeon HD 5850 rendern relativ mühelos 20 bis 40 Bilder pro Sekunde - kein Wunder bei der niedrigen Auflösung ohne AA und AF. Erst das Extreme-Preset trennt die Spreu vom Weizen, da nun nicht mehr die reine GPU-Leistung, sondern auch die Speicherbandbreite und der Pixeldurchsatz der ROPs mehr Einfluss auf die Framerate haben. Gemäß unserer Einschätzung ist lediglich das Extreme-Preset praxisnah und repräsentativ für Spiele - oder spielen Sie ohne Kantenglättung und anisotrope Filterung?

Schlechte Neuigkeiten für Besitzer gut bestückter Grafikkarten: Am Beispiel der Radeon HD 5870 ist ersichtlich, dass 2 GiByte VRAM selbst im X-Preset keine Vorteile bringen - im Gegenteil, die 2G-Karte ist reproduzierbar (minimal) langsamer. Dieses Phänomen beobachteten wir in diversen Praxistests; es ist vermutlich auf gemächliche Speicherlatenzen zurückzuführen. Der Effekt verschwindet, sobald mehr als 1 GiByte benötigt wird.


* bei der HD 5450 wird kein Wert ausgegeben


(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 
 
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Aktuelle Kommentare
2mau4you
Schraubenverwechsler
05.01.2012 12:48
AW: 3DMark 11: 20 Grafikkarten mit allen Presets im DirectX-11-Test

@PCGHW

Nachdem dieser Test nun ein Jahr alt wurde, würde ich mich über ein Update freuen.
Ist da etwas in Arbeit?

Q!...deluxe
Komplett-PC-Aufrüster
10.09.2011 13:35
AW: 3DMark 11: 20 Grafikkarten mit allen Presets im DirectX-11-Test

Frage an die Redaktion: Mit wieviel Spannung wurde in diesem Test die getaktete GTX 580 betrieben?

Kaktus
Volt-Modder
17.04.2011 19:01
AW: 3DMark 11: 20 Grafikkarten mit allen Presets im DirectX-11-Test

Warum ist da keine 69XX Dabei?

EIT: Ok, Datum nicht gesehen

 
 
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