Android versus iPhone: 5 Gründe dafür und dagegen

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News Lars Craemer Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Ein objektiver Vergleich zwischen Apples iPhone 4 samt iOS und den Konkurrenz-Produkten mit dem Google-Betriebssystem ist sehr schwer. Je nach Sichtweise und Interpretation wird, je nach dem wen man fragt, ein Vor- oder auch ein Nachteil.

Der Vergleich zwischen Android auf einem gängigen Gerät und iOS auf dem Apple iPhone ist relativ komplex, da auf Apple-Seite im Prinzip nur ein Produkt zur Auswahl steht, Googles Android aber auf Smartphones in allen Variationen und Preisklassen angeboten wird. Wir haben in diesem Vergleich daher die momentan häufigsten Ansätze zum Vergleich herangezogen, je nach Standpunkt wird manchmal aus dem Pro aber auch schnell ein Contra oder anders herum - aber lesen Sie selbst.

Android versus iPhone - freies System, freie Apps
Die Google-Sichtweise: Auf fast allen Smartphones mit Android kann man auch abseits des Marketplace Zusatzprogramme installieren. Google schreibt dem Anwender also nicht vor, aus welcher Quelle die verwendete Software zu installieren ist. Ein klarer Pluspunkt für Android wie es scheint, immerhin bekommt der Anwender nicht vorgeschrieben, welche Inhalte auf dem Gerät angezeigt werden.

Die Apple-Sichtweise: Ein Hardware-Produkt ist immer nur so gut wie seine Software, was nutzen die schnellste Hardware oder die angesagtesten Features, wenn der Kunde die Vielfalt auf dem Smartphone nicht nutzen kann. Die Limitierung kann mannigfaltige Ursache haben, Apple argumentiert beispielsweise oft mit Qualität - damit sind im Apple-Universum durchaus Inhalte und Programmierung gemeint. So werden Apps und Programme nur über iTunes auf das Smartphone installiert. iTunes ist nicht nur ein großer Musikstore, sondern auch eine gigantische App-Sammlung. Apple prüft laut eigenen Angaben jede App und es wird geprüft, wie stabil oder wie gefährlich das App für den Kunden ist. Oder besser gesagt: In wie weit der positive Eindruck des Kunden von einem gerät, auf dem alle Anwendungen problemlos laufen, getrübt werden kann.

Android versus iPhone - Akku-Bauweise
Die Google-Sichtweise: Ein Smartphone ist ein mobiles Gerät, dass mit aufladbaren Batterien funktioniert. Da Batterien im Laufe der Zeit degenerieren, sollte der Kunde diese selber wechseln können, ohne gleich das ganze Gerät zu einem Vertragshändler bringen zu müssen. So ist der Kunde zufrieden und der Hersteller kann zusätzlich noch Geld mit Ersatzakkus verdienen.

Die Apple-Sichtweise: Die Akkus machen zwar naturgemäß Probleme, vor allem wenn sie außerhalb der Spezifikation eingesetzt werden, allerdings sind die Probleme nicht so häufig, dass der Akku regelmäßig gewartet werden muss. Außerdem setzt man beim Smartphone-Hersteller auf "Form follows Function", was in diesem Kontext bedeutet, dass die extrem flache Bauweise und die typische Anordnung der Bauteile ein geschlossenes System verlangen. Darüber hinaus will Apple so Schäden durch Usereingriffe minimieren.

Android versus iPhone - Budget-Smartphones
Die Google-Sichtweise: Jeder Käufer eines neuen Handys wird in Zukunft ein Smartphone wählen, spezielle Handys wird es zwar weiterhin geben, diese sind dann aber für besondere Einsatzzwecke konzipiert. So werden Outdoor-Handys mit sehr leistungsstarken Akkus hergestellt werden, die auf viele Smartphone-Eigenschaften, wie zum Beispiel einem großen Bildschirm, verzichten. Mit dem BudgetAnsatz hat Google auf jeden Fall Schwellenländer im Auge, hier ist momentan noch Symbian von Nokia vertreten. Natürlich muss man als Käufer eines Budget-Smartphones auch Abstriche machen - langsame Prozessoren, kleine Touchdisplays, wenig Speicherplatz und eine nicht ganz so wertige Verarbeitung stehen da an der Tagesordnung.

Die Apple-Sichtweise: Die Kombination aus exzellenter Hardware und nahezu perfekt angepasster Software führt zu einem einfach zu bedienendem Gerät, mit dem man alle Anwendungen, die zur Verfügung stehen, auch sinnvoll nutzen kann. Zusammen mit fortschrittlicher Display-Technologie (Retina) und der ebenfalls sehr guten Verarbeitung, trifft man den Nerv des anspruchsvollen Kunden. nebenbei ist diese Technik-Ikone auch ein Statussymbol - ein Budget-Gerät wurde einfach nicht zum Apple-Brand passen.

Android versus iPhone - Flash auf Smartphones
Der Google-Standpunkt: Google will dem Anwender möglichst freie Hand lassen. So kann man wie bereits erwähnt auch Apps aus fremden Quellen installieren, aber auch Flash lässt sich auf aktuellen Android-Geräten installieren. Ohne Flash können Sie keinerlei Flash-Inhalte auf dem Smartphone sehen. Google weiß natürlich um die Akku-Problematik, überlässt aber dem Anwender die Wahl. Das Problem: Flash benötigt viel Rechenpower, so ist die Akkulaufzeit eines Smartphones bei aktiver Flash-Darstellung geringer, als ohne Flash.

Die Apple-Sichtweise: Flash ist die Vergangenheit, HTML5 ist die Zukunft. Laut Apple benötigt Flash einfach zu viel Akkupower und auch die Stabilität ist nicht optimal. Und da man beim iPhone keine Kompromisse machen will, weil die Akkulaufzeit ohnehin schon ein Problem ist, verzichtet man auf Flash und preist stattdessen HTML5 an. Webseiten wie Youtube bieten alternativ auch eine HTML5-Seite an, andere Webseiten bieten spezielle Apps für das iPhone - man kann also auch ohne Flash leben. Ob die Entscheidung auch politisch motiviert ist, bleibt unbekannt. Könnte das iPhone Flash, würde man viele Flash-Spiele im Internet spielen können, die momentan nur über den App Store den Weg auf das iPhone finden.

Android versus iPhone - spezielle Docking-Software
Die Google-Sichtweise: Ganz im Sinne eines freien Systems kann man bei den meisten Android-Geräten auch ohne spezielle Zusatzsoftware MP3-Dateien auf das Gerät kopieren. Dies ist natürlich im alltäglichen überaus praktisch, so kann man seine Sicherheitskopien auch auf einem Fremdsystem, wenn man beispielsweise auf Geschäftsreise ist, auf das eigene Smartphone spielen - ohne Installation von Zusatzsoftware.

Die Apple-Sichtweise: Um beim iPhone 4 den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, müssen Sie mindestens auf einem Rechner iTunes installieren. Über diese Software können Sie Systemupdates aufspielen, sie wird darüber hinaus zwingend für das Aufspielen von Apps und Musik benötigt. Schließen Sie das iPhone an einen Rechner ohne iTunes an, können Sie zwar Bilder kopieren, aber Musiktitel lassen sich auf diese Weise auf dem iPhone nicht nutzen. Auch hier argumentiert Apple wieder mit der Qualität und Sicherheit der Apps. Gleichzeitig wird so iTunes natürlich die einfachste Methode, um das iPhone mit Musik zu bestücken. Anwender können zwar auch die heimische MP3-Sammlung aufspielen, sind dann aber auf iTunes angewiesen.

Fazit: Bei der Technik kann man zwar oft eine absolute Aussage treffen, so lassen sich beispielsweise Prozessoren recht einfach nach ihrer Leistung klassifizieren. Bei Smartphones ist das nicht so einfach, da sich die Eigenschaften des "perfekten Smartphones" oft nur nach den Ansprüchen des Käufers richten. Daher sollten Sie vor dem Kauf unbedingt abwägen. Wer ab und an nur Google Maps nutzt, ist mit einem Budget-Gerät gut bedient, wer viel Wert auf ein gutes Display legt, kann sich das iPhone 4 genauer ansehen.

Quellen: Apple, Google

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