Steuer für Online-Werbung: Frankreichs Unternehmen sollen dem Staat demnächst Gebühren zahlen [Quelle: siehe Bildergalerie]
Schon seit Beginn des Jahres pochen der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und Kulturminister Frédéric Mitterand darauf, dass französische Unternehmen eine Steuer entrichten müssen, wenn sie auf Google oder anderen Online-Werbeanbietern Anzeigen schalten. Bislang müssen Google und Co. nur in ihrem jeweiligen Heimatland Steuern für die Einnahmen entrichten.
Die Regierung verspricht sich von den Abgaben zusätzliche Staatseinnahmen zwischen 10 und 50 Millionen Euro, die man für finanzielle Angleichung in der Kultur nutzen wolle. So sollen kleinere Künstlereinrichtungen von den Umlagerungen profitieren. Auch sei angedacht, jugendlichen und heranwachsenden Franzosen zwischen 14 und 25 Jahren Download-Karten für legale Musik-Downloads im Wert von 50 Euro zu verkaufen, von denen der Staat 20 Euro übernehmen wolle.
Bevor der Gesetzesentwurf in Kraft tritt, muss ein Vermittlungsausschuss des Parlaments ihm noch zustimmen. Dass er dort gekippt wird, gelte als unwahrscheinlich.
Quellen: Süddeutsche Zeitung (dpa),
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