Kein DRM, dafür Stasi-Methoden

The Witcher 2: Der Entwickler will Raubkopierer per Anwalts-Post anschreiben lassen

Zusammen mit Torrent-Sneakern und Anwälten bereitet sich CD-Projekt auf die Downloader illegaler Kopien von The Witcher 2 vor. Wer das Spiel also aus dem Peer-to-Peer-Netzwerk laden will, sollte mit Post aus einer polnischen Rechtskanzlei rechnen, die nachträglich zur Kasse bittet. (Eric Herrmann, 25.11.2010)
 
The Witcher 2: Das Offline-Singleplayer-Spiel ohne DRM soll mit Torrent-Sneakern und eifrigen Anwälten vor Raubkopierern geschützt werden.  (11)
 
The Witcher 2: Das Offline-Singleplayer-Spiel ohne DRM soll mit Torrent-Sneakern und eifrigen Anwälten vor Raubkopierern geschützt werden. (11) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Noch im August haben sich die Macher von The Wither 2 von CD Projekt sehr lässig gegenüber DRM geäußert und gesagt: "Zwar sei in der derzeitigen Entwicklungsphase noch nichts final, aber man solle die ehrlichen Spieler lieber belohnen, anstatt ihnen mehr Hindernisse in den Weg zu legen als Raubkopierern. Lächerliche DRM-Systeme", so Tomasz wörtlich, "wie sie andere nutzen, wird man bei The Witcher 2 nicht bringen." Die Entwickler bleiben sich zwar treu mit dieser damaligen Aussage, schrecken nun aber nicht vor Methoden von Betrüger-Ringen zurück.

CD Projekt Red will aktiv gegen The Witcher 2-Raubkopierer vorgehen und warnt bereits Monate vor dem Release. "In ziemlich vielen großen Ländern können diese Leute einen Brief erwarten, der sagt, dass sie das Spiel illegal heruntergeladen haben und jetzt dafür zahlen müssen", so Marcin Iwinski, Mitgründer des Studios. "Wir sind absolut fair, aber wenn Sie sich entscheiden, The Witcher 2 illegal zu beziehen, könnte es sein, dass Sie einen Brief erhalten." Dazu stehe man bereits in Verhandlungen mit diversen Anwaltskanzleien und Torrent-Sneakern.

Während die Musik- und Filmindustrie bereits Erfahrung bei der Abmahnung von Raubkopierern haben, ist dieses Vorgehen in der Games-Branche noch recht neu. Seinerzeit machte Topware mit einem Rundumschlag gegen Raubkopierer des Strategiespiels Earth 2160 auf sich aufmerksam. CD Projekt Red hat berechtigte Gründe für derlei Vorsichtsmaßnahmen, schließlich handelt es sich um ein reines Singleplayer-Rollenspiel ohne Online-Komponente. Das Studio rechnet damit, dass The Witcher 2 in einem Jahr rund 1,3 Millionen Mal über die Ladentheken geht.

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(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
 
 
Alle Infos zu The Witcher 2, dem Rollenspiel von CD Projekt, finden Sie auf der PCGH-Themenwebseite. Alle Infos zu The Elder Scrolls 5 Skyrim (TES 5) gibt es auf der Themenwebseite. Den stets aktuellen Download des aktuellen WoW Patch finden Sie in einem separaten Artikel. News, Tests und Wissen zu Adventures und Rollenspielen finden Sie auf der Adventures-/Rollenspiele-Übersichtsseite von PC Games Hardware Online.
 
 
 
 
 
 
Aktuelle Kommentare
Split99999
Volt-Modder
28.11.2010 12:59
AW: The Witcher 2: Der Entwickler will Raubkopierer per Anwalts-Post anschreiben lassen

Meiner Meinung nach steht Schwarzkopie saugen auf gleichem Niveau wie im Laden zocken. Der Unterschied ist nur, dass bei zocken via Internet nicht der Einzelhandel geschädigt wird, sondern der Hersteller des Spiels.

Es werden eh alle Maßnahmen der Hersteller das Raubkopieren zu ahnden kritisiert, weil jede Maßnahme irgendwo nicht so ganz optimal ist, aber irgendwie müssen sie sich ja helfen. Man kann vor einem Millionenschaden ja nicht einfach beide Augen zudrücken.

Infin1ty
BIOS-Overclocker
27.11.2010 23:42
AW: The Witcher 2: Der Entwickler will Raubkopierer per Anwalts-Post anschreiben lassen

Wenn Entwickler gegen "Raubkopierer" (der Ausdruck
sollte verboten werden, Raub ist ein Verbrechen und
illegales runterladen ein vergehen ) vorgehen wollen finde ich es okay.
Ist verständlich.

Aber das was hier passiert nennt man auch Abmahnwahn,
hier wird aus illegalen Up- und Downloads massenhaft mit Serienbriefen
abkassiert. Und da hört für mich der Spass auf, das finde ich nicht mehr okay. Und das ist auch der falsche Weg. Das Ziel, gegen illegale Down- und Uploads vorzugehen wird einfach zu einem lukrativen Geschäft umgewandelt. Siehe Sniper Ghost Warrior, Spiel schlecht, und über Abmahnungen wird das Geld gemacht.

Die Summen die dann für das bereitstellen des Spiels bezahlt werden sollen, sagen wir mal 600 Euro, davon gehen 450 Euro an den Anwalt als "Aufwands"-Entschädigung (In den Serienbrief Adresse, IP und abgemahntes Werk eintragen, schön viele Drohparagraphen und eine Unterlassungserklärung, von der jeder abgemahnte seine Finger lassen sollte) und 150 Euro an den Rechteinhaber.

Und vor allem sickert immer wieder durch das die Anwälte gar kein Honorar von den Rechteinhabern nehmen (ist nicht 100 % bestätigt, aber googelt mal nach Kornmeiers geleakter Email).

Wen interessiert wie da vorgegangen wird, Google klärt auf

Und nur mal als kleiner Hinweis: Eine Abmahnung kostet 40 Euro Steuergeld
Findet ihr es okay, dass die Industrie mit eurem Steuergeld abkassiert ?

Wie gesagt, ich möchte keinesfalls illegales Verbreiten urheberrechtl.
geschützter Werke legitimieren, nur mal von der Schwarz und Weiß Sicht (Böser P2P User, Schutzengel Abmahnanwalt) weg.

Infin1ty

Blizzard23
Lötkolbengott
27.11.2010 23:23
AW: The Witcher 2: Der Entwickler will Raubkopierer per Anwalts-Post anschreiben lassen

Quote: (Zitat von Veriquitas)
Der Großteil des Geldes geht an den Publisher.


Welcher ja auch einen Großteil des Geldes finanziert.

 
 
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