GF100 auf einer (leider defekten) Geforce GTX 470 - unser Modell war eines der sehr frühen, zu erkennen am Aufdruck "Qual Sample". [Quelle: siehe Bildergalerie]
Fermi nackt - das war zum Launch der Geforce GTX 470 und 480, als wir unseren umfangreichen Online-Test des GF100 herausgebracht haben, noch undenkbar. Zu selten und zu teuer waren die wenigen verfügbaren Exemplare. Teuer sind die meisten GF100-Modelle auch heute noch, doch inzwischen hat sich nach endlosen Benchmarksessions, Wasserkühlungen und vielleicht auch nicht gerade vorbildhafter Behandlung in der Redaktion ein GTX-470-Exemplar in die ewigen Grafikkarten-Jagdgründe verabschiedet. Die Karte verweigerte irgendwann einfach die Bildausgabe und konnte auch nicht wiederbelebt werden.
Bevor sie in Ehren bestattet wird, haben wir die Gelegenheit genutzt, um an diesem Exemplar einmal den sogenannten Heatspreader, also den Metalldeckel zur Wärmeverteilung, zu entfernen, den Nvidia seit der Geforce 8800 GTS/GTX auf den High-End-GPUs montiert. So waren
G80, GT200 und zuletzt GF100 und sogar
GF104 mit solchen Metallschilden vor den neugierigen Blicken der Welt verborgen.
Der Aufdruck "Qual Sample" unseres defekten GTX-470-Exemplares steht mitnichten für die Qualen steht, die es im Testlabor erlebt hat, sondern für "Qualification Sample", die an die Boardpartner ausgeliefert werden um vorab bereits eigene Kühllösungen oder Platinendesigns prüfen und validieren zu können. In unserem Falle jedoch war es auf einer (fast) ganz normalen GTX 470 verlötet.
Fermi köpfen Achtung - das folgende Vorgehen beschädigt mit ziemlicher Sicherheit noch funktionierende Karten und sollte NICHT zuhause nachgeahmt werden! Nach beherztem Einsatz eines feinen Meißels trennte sich der Heatspreader recht bereitwillig von den Klebestreifen und der fein verteilten Wärmeleitpaste, über die er mit Substrat und Die verbunden war. Das Substrat, also die Montageplatine, die den Grafikchip trägt und die elektrischen Verbindungen zur Grafikkarte herstellt, erlitt dabei leider einen tiefen Kratzer oben links.
Der GF100 in voller Pracht - ein ziemlicher Monsterchip in jeder Hinsicht. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Der Chip ist riesig - wie bereits zuvor vermutet wurde liegt die Größe bei deutlich über 500 mm². Unsere Messung ergab eine Breite von 23,4 Millimeter (parallel zum PCI-E-Anschluss)
und eine Höhe von 23,5 Millimeter (parallel zu Slotblende). Insgesamt macht das eine gemessene Die-Fläche von 549,9 mm² - zum Vergleich: AMDs Cypress-Chip auf den Radeon HD 5800 liegt bei (ebenfalls gemessenen) 349 mm². Selbst Nvidias vorige Riesen-GPUs wie der GT200b (GTX285) und der G80 (8800 GTS/GTX/Ultra) sind mit 497 beziehungsweise 486 mm² kleiner - lagern allerdings einige Funktionen in den zusätzlich vorhandenen NVIO-Chip aus (auf diesen kann der GF100 verzichten). Lediglich der originale GT200 in 65-Nanometer-Fertigung war mit gemessenen ca. 600 mm² noch größer.
Wie bereits von den Vorgängern G80 und GT200/b bekannt, verzichtet Nvidia auch beim GF100 für den Desktop auf eine Einfräsung, die Chiptyp, Produktionszeitraum und Codes des Chipherstellers TSMC angibt. Diese Informationen finden sich auf dem Heatspreader.
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Volt-Modder
12.11.2010 18:08
Btw keine Ahnung ob ichs schon gesagt hab, aber ich hätte gern die Karte wenns noch geht, würd die mal gern unter nen AFM legen.
Wenns brauchbare Bilder gibt, würdet ihr die natürlich bekommen
Schraubenverwechsler
12.11.2010 18:05
nokiN!
Software-Overclocker
26.09.2010 17:06
Nikon!