Marktstudie: Klassische Onboard-Grafik wird aussterben

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Wirtschaftsforscher sagen den IGPs den Tod voraus. Stattdessen werden die Grafikchips unter die Hauben der CPUs wandern, wenn nicht sogar mit ihnen verschmelzen. Bis 2015 werde der Marktanteil der IGPs laut der Studie auf 0,0 Prozent sinken.

Jon Peddie Research, ein kalifornisches Marktforschungs-Unternehmen mit Schwerpunkt Grafik und Multimedia, hat eine Prognose dazu abgegeben, wie sich der Grafikmarkt in den kommenden fünf Jahren entwickeln könnte. Dabei ist der Einfluss aufstrebender Lösungen wie Embedded Processor Graphics (EPG) und Heterogenous Processor Units (HPU) bemerkenswert. Intel würde noch dieses Jahr dank der Core-i3/i5-Prozessoren mit integriertem Grafikchip (EPG) einen Anteil von 22,8 Prozent erzielen. Schon in zwei Jahren werde mehr als jeder zweite Bildschirm sein Signal von einer EPU erhalten. AMDs Fusion-APUs fallen in der Studie unter die heterogenen Prozessoren, also HPUs. Diese werden sich laut Jon Peddie Research nicht so eilig verbreiten und auch im Jahr 2015 nur ein Viertel des Marktes ausmachen. Diskrete Grafiklösungen, die bisher ungefähr 30 Prozent der verkauften GPUs beherbergen, werden im Jahr 2015 nur noch jeden zehnten Monitor befeuern. Integrierte Grafiklösungen (IGP), also On-Board-Grafikchips, haben schon in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr dramatisch an Anteil eingebüßt. Diese Tendenz hält weiter an und schon in drei Jahren werden praktisch keine IGP-Lösungen mehr verkauft.

Die Marktforscher schließen ihren Bericht ab mit den Worten: "EPG und HPU werden PCs und die damit verbundene Industrie revolutionieren. Die Menge an Rechenpower, die auf dem Raum, bei dem Gewicht und der Leistungsaufnahme möglich wird, und das zu dem niedrigen Preis, wird den Markt aufrütteln wie nie zuvor. Möglicherweise so sehr wie bei der Einführung des PCs."

Quelle: jonpeddie.com

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    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Die Leistung der IGPs wächst seit einigen Jahren schneller, als die Leistungsanforderungen der Spiele. Früher war es nicht mal selbstverständlich, das man aktuelle Toptitel überhaupt starten konnte und man hat sich gefreut, wenn sie auf niedrigster Stufe spielbar waren. Heute sind laufen sie z.T. mit mittleren Details flüssig und da die Grafikentwicklung allgemein keine großen Sprünge mehr macht, sind mittlere Details auch deutlich erträglich, als früher.
        Dazu kommt noch, dass günstige Systeme in Zukunft zwangsläufig eine IGP enthalten werden - man kann sich höchstens noch ein Board aussuchen, dass ihr Signal nicht ausgibt. Damit wird der Preisunterschied zwischen IGP und Einsteigerkarte größer, bei AMD entfallen zusätzlich die Kosten für Sideband.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Die Leistung der IGPs wächst seit einigen Jahren schneller, als die Leistungsanforderungen der Spiele. Früher war es nicht mal selbstverständlich, das man aktuelle Toptitel überhaupt starten konnte und man hat sich gefreut, wenn sie auf niedrigster Stufe spielbar waren. Heute sind laufen sie z.T. mit mittleren Details flüssig und da die Grafikentwicklung allgemein keine großen Sprünge mehr macht, sind mittlere Details auch deutlich erträglich, als früher.
        Dazu kommt noch, dass günstige Systeme in Zukunft zwangsläufig eine IGP enthalten werden - man kann sich höchstens noch ein Board aussuchen, dass ihr Signal nicht ausgibt. Damit wird der Preisunterschied zwischen IGP und Einsteigerkarte größer, bei AMD entfallen zusätzlich die Kosten für Sideband.
      • Von lalaker Freizeitschrauber(in)
        Wenn der Markt für (diskrete) Grafikkarten tatsächlich von 2010 bis 2015 auf ein Drittel einbrechen würde, wäre das wohl das Ende von Nvidia, die in diesem Segment immer noch ihr Hauptgeschäft haben.

        Warum die "Experten" glauben, dass in Zukunft weit weniger Grafikkarten verkauft werden, konnte ich allerdings nirgends lesen.

        Nur weil die integrierten Lösungen dann schneller sind, bedeutet das nicht, dass die Spieler und andere Leute die dann wieder viel schnelleren Grafikkarten nicht mehr brauchen.
        Auch heutige onboard-Grafik wie der AMD 890 ist schneller als eine Ti 4600 mal war. Aber deshalb spielen die wenigstens heutzutage mit solch einer onboard-Lösung.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von freyny80
        Ich glaube nicht, dass Gamer im Jahre 2015 auf dedizierte Grafikkarten verzichten können.
        Bürorechner und HTPCs ok, aber nicht die Spieler !
        Behauptet ja auch keiner, dass alle darauf verzichten.
        Aber der Löwenanteil von Grafikkarten ist nach wie vor die untere Mittelklasse und Einsteigerkarten, die in Komplettsysteme wandern, die als "etwas besser" verkauft werden sollen.
        Solche Karten verlieren mit der zunehmenden IGP-Leistung weiter an Bedeutung und könnten irgendwann ganz vom Markt verschwinden. Im mobilen Bereich (=50% des Marktes) wird sich das noch heftiger auswirken, da neben den Kosten auch die Verlustleistung sinkt.

        Zitat von olol
        verstehe nicht wieso laut dem artikel EPG cpus in 2 jahren einen höheren marktanteil haben sollen als HPUs. die einzigen EPG cpus sind doch die clarkdale i3/i5, während sandy bridge/llan/ontario alles HPUs sind, naja habe von den 2 begriffen eh noch nie gehört, ka vlt. meinen die doch was anderes..
        Das versteh ich allerdings auch nicht. Man hat den Eindruck, dass die Studie anhand von Marktentwicklungen extrapoliert wurde, ohne Rücksicht auf die Technik. Nach aktuellem Stand der Dinge wird dürfte die Zahl der verkauften Mainboards mit Grafikeinheit 2011, spätestens aber 2012 gleichbedeutend mit der Zahl von VIA- und Serverplatinen sein, die Zahl der Substrat-integrierten IGPs müsste 2011 bereits fallen und 2012 wieder bei 0 ankommen.
      • Von >ExX< Volt-Modder(in)
        Ich hoffe aber dass die integrierten Grafiklösungen auch in ein paar Jahren schon die Leistung einer dedizierten Grafikkarte von übermorgen haben, sonst seh ich schwarz für Games ...........
      • Von AchtBit Software-Overclocker(in)
        achso, wer lesen kann.

        ja klar über kurz oder lang wird eh fast alles auf ein Silikon reduziert. Bis zur Net Integrated Computing System Unit. Ein Chip ein Computer und viele Anschlüsse
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