Lucas Arts Logo (neu) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Bereits 1982 gründet George Lucas, Schöpfer von Star Wars und Indiana Jones, ein eigenes Studio für Spiele, welches unter dem Namen Lucasfilm Games das Licht der Welt erblickt. Früher war es eines der Zentren für exzellente Point-and-Click-Adventures und ist seit jeher mit den mächtigen Lizenzen des Lucas-Imperiums ausgestattet.
Alles beginnt jedoch mit einer Zusammenarbeit: Epyx steht dem frisch gegründeten Studio bei der Entwicklung Pate und zusammen bringt man einige Titel für den Atari auf den Markt. Zu wahrer Berühmtheit gelangt man aber erst mit der großen Verbreitung der Personal Computer, für die Lucas Arts Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger Adventures produziert, die selbst heute noch fast jeder kennt. Mit gutem Gameplay, viel Witz und Charme sowie allerlei Anspielungen überzeugt man auf ganzer Linie. Besondere Berühmtheit erreicht auch das Logo, der Golden Guy, den man immer wieder gerne auch passend zu Spiel animiert hat. So sorgte man häufig schon in den ersten zehn Sekunden für Lacher.
Lucas Arts Logo (alt) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Lucas Arts: Die Neunziger Vom ersten Tag an hat man jedoch das besondere Privileg, dass man auf zwei mächtige Lizenzen zurückgreifen kann. Star Wars und Indiana Jones sind in den Achtzigern in aller Munde und Gold wert. Lucas lässt so auch Lizenztitel zu diesen beiden Trilogien produzieren, die teils sogar exzellent sind. Das liegt auch daran, dass Lucas Arts, so heißt das Studio seit 1991, sehr gutes Personal anheuern konnte. Darunter beispielsweise Laurence Holland (X-Wing/TIE Fighter), Tim Schafer (Sam & Max) oder Ron Gilbert (Monkey Island). Alle drei zählen zu den Stars der Entwicklerszene in den Achtzigern und sind es heute noch.
Lucas Arts: Das neue Jahrtausend Doch nichts währt ewig und mit dem Abgang einiger Schlüsselfiguren verschlechtern sich auch die Spiele, die bei Lucas Arts produziert werden. Bis Mitte 2005 werden die meisten Titel selbst entwickelt und Lucas Arts setzt auch im 3D-Zeitalter lange auf eigene Engines, bevor man erkennt, dass man hier gegen die Konkurrenz wenig ausrichten kann. Erst dann wechselt man die Strategie und kauft Engines zu, was schnell in Erfolg umschlägt. Die Jedi-Knight-Serie setzt neue Maßstäbe und verfügt dank 3D-Engine aus dem Hause Id Software über ansprechende Optik.
Mitte 2005 übernimmt ein neuer Mann die Spitze von Lucas Arts, was zu tiefgreifenden Änderungen führt. Jim Ward strukturiert das Unternehmen um, die Anzahl der eigenen Produktionen sinkt deutlich und Lucas Arts tritt verstärkt als Wächter der Lizenzen auf. Schon früher entstehen Hits wie Knights of the old Republic (2003) bei Bioware oder Jedi Outcast (2002) bei Raven Software. Lucas Arts hat in der Spielebranche eine besondere Stellung, denn man steht fortan zwischen Entwickler und Publisher.
Ab 2008 wird es etwas turbulent, denn Ward verkündet überraschend seinen Rücktritt. Als Intermis-Chef tritt Howard Roffmann an, der sonst Lucas Licensing leitet. Neuer CEO wird anschließend Darrell Rodriguez, der von EALA kommt, aber schon zwei Jahre später das Handtuch wirft. In seiner Ära gibt Lucas Arts bekannt, dass man künftig nicht mehr in der ESA (Entertainment Software Association) Mitglied sein wird. Seit Mai 2010 leitet Paul Meegan die Geschicke, der als CEO bei Epic Games China tätig war.
Lucas Arts: Die Gegenwart Diese turbulenten zwei Jahre machen sich direkt im Angebot bemerkbar, denn außer The Force Unleashed (teils externe Produktion) bringt man wenig auf die Reihe und dieses Spiel fällt noch in Wards Planungszeit. Außer den Remakes zu Monkey Island bringt man nichts Nennenswertes zustande. Für das laufende Jahr ist nur das Sequel zu The Force Unleashed geplant. The Old Republic ist für 2011 geplant und wird ohnehin komplett extern entwickelt, hier übernimmt man nur die Funktion des Lizenzwächters.
Nach den glorreichen Neunzigern, in denen Lucas Arts eine Hausnummer war, und nach einem kurzen Comeback Anfang des neuen Jahrtausends wird es interessant zu beobachten sein, wie es mit diesem Entwickler weitergehen wird. Dank des Lucas-Imperiums wird das Studio einen sehr langen Atem haben, doch ob man zu altem Glanz zurückfindet, muss sich erst noch zeigen.
In unserer Bildergalerie finden Sie viele, teils legendäre Spiele von Lucas Arts , welche aufgrund ihrer Qualität und Innovationen in Erinnerung geblieben sind. Teils wurden die Spiele von externen Studios entwickelt, wir halten uns hier pauschal an das Logo auf der Verpackung. Die Untergrenze liegt bei einer Durchnittswertung von 70 Metascore. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollten Sie ein Spiel vermissen, nutzen Sie ausgiebig die Kommentarfunktion.
Freizeitschrauber
11.09.2010 11:23
Nö.
The Infernal Machine (Der Turm von Babel) läuft bei mir heute noch.
Geniale Grafik - super Spielspaß.
Der Konsolenmist von The Emperor's Tomb flog allerdings nach dem 1. Level von der Platte.
So darf man Dr. Jones nicht verhunzen!
Komplett-PC-Aufrüster
10.09.2010 19:08
Von Grim Fandango hätte man auch nen besseres Bild nehmen können. Dieses hier wird dem Spiel nicht gerecht
Software-Overclocker
10.09.2010 17:33
Btw...auffallend viele Star Wars-Games, muss ich sagen.
öhm, verwundert das?